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"White Power music" Einen wichtigen Knotenpunkt zwischen der rechten Jugend- bzw. neonazistischen Skinheadszene und den in der "Kameradschaft Düsseldorf" organisierten Neonazis stellt der Bilker Plattenladen "Power Station" (Bilker Allee 70) des ehemaligen REP-Kommunalwahlkandidaten Bernd Buse dar, in dem mit Elke Assmann ein weiteres "Kameradschafts"mitglied tätig ist. Da Assmann nur wenige hundert Meter vom Laden entfernt auf der Vollmerswertherstraße 4 wohnt verwundert es auch nicht weiter, daß auch die Gegend um die Vollmerswertherstr. regelmäßig mit neonazistischen Aufklebern bestückt ist, bei deren Anbringen auch eine Reihe von Bilker Jungnazis behilflich sind. Musik ist auch für die Düsseldorfer Neonaziszene zum wichtigsten Ideologieträger geworden. Über die Verbindung von Politik und Kultur werden insbesondere rechte Jugendliche politisiert und rekrutiert. Rechtsrock-Strukturen gibt es in Düsseldorf und dem Umland in Hülle und Fülle. Als die wichtigsten Bands sind "Rheinwacht" um das "Rock Nord"-Redaktionsmitglied Frank Krämer, die Combo "Starkstrom" um Stefan Rasche sowie "Barking Dogs" aus Düsseldorf und Krefeld um den Bilker Ingo Wolff, der auch das Band-Projekt "Arbeiterklasse" initiierte, zu nennen. Der Gründer der zwischenzeitlich aufgelösten Düsseldorfer Band "08/15", Rainer Sebrecht, ist seit Jahren Mitglied der britischen B&H-Kultband "Brutal Attack". Sebrecht leitet zudem von Düsseldorf aus einen kleinen Rechtsrock-Vertrieb namens "Thunder Records". Der "MZ-Vertrieb" und das Label "Funny Sound", die von dem bereits erwähnten Düsseldorfer Nazi-Yuppie und Besitzer eines Sonnenstudios auf der Weißenburgstr. 15, Torsten Lemmer, aufgebaut wurden und zur Zeit von dem ehemaligen Hamburger JN-Landesvorsitzenden Jan Zobel aus Reisholz und dem ehemaligen FAP-Aktivisten Andreas Zehnsdorf aus Essen von der Lise Meitner Str. 11 in Langenfeld aus geführt werden, gehören zu den umsatzstärksten und wichtigsten Rechtsrock-Strukturen in der BRD. Jan Zobel betrieb zudem zeitweise von seiner Privatwohnung In der Donk 30 aus einen Nebenanschluß des "NIT Hamburg". Die ebenfalls aus dem Hause Lemmer/Zobel/Zehnsdorf stammende Rechtsrockpostille "Rock Nord" ist die auflagenstärkste und professionellste Szenezeitschrift in der BRD. Ebenfalls erwähnenswert ist der von der Ardennenstr. 28 in Düsseldorf-Heerdt aus geführte "Hagalaz-Versand" der Neonaziaktivistin Melanie Dittmer, die sowohl mit der "Kameradschaft Düsseldorf" als auch mit Lemmer und Co. zusammenarbeitet. Die ehemalige JN-Stützpunktleiterin aus dem Ruhrgebiet ist Redaktionsmitglied der neonazistischen Zeitschrift "Wille und Weg", dem Organ des von Achim Ezer (Eschweiler) und Frank Amberg (Burscheid) aufgebauten "Bildungswerk Deutsche Volksgemeinschaft" (BDVG), einer Abspaltung der JN. Der Kreis um Dittmer und Zobel war es auch, der am 12.4.2000 eine Lesung von Jan-Philipp Reemtsma in Düsseldorf störte. Auch neonazistische Konzerte finden in Düsseldorf statt, so z.B. ein Auftritt des ehemaligen Funktionärs der "Wiking-Jugend" und Liedermachers Frank Rennicke und erst vor wenigen Monaten am 1. April 2000 ein Konzert mit "Angry Wolf". Beide Konzerte wurden von der "Kameradschaft Düsseldorf" organisiert. Austragungsort war die Kneipe "Sudden Death" auf der Roßstraße 136 in Düsseldorf-Derendorf, die immer wieder für Treffen und Veranstaltungen genutzt wird. 1999 versuchte "Starkstrom"-Sänger Stefan Rasche sogar im städtischen Spektakulum in Düsseldorf-Benrath ein Konzert durchzuführen, das von Seiten der völlig uninformierten und blauäugigen Leitung des "Spektakulum" erst auf Intervention des ANTIFA-KOK wieder abgesagt wurde, dann aber doch an einem Ausweichort am Benrather S-Bahnhof stattfinden konnte. Eine beim Label "Wotan Records" erschienene CD der Band "Wolfsrudel", die den Titel "...dem deutschen Arbeiter - Live in Düsseldorf" trägt, weist auf weitere Konzerte hin, über die aber aufgrund der konspirativen Planung derartiger Konzerte nichts näheres bekannt ist. Daß es sich bei Rechtsrock mitnichten um einen folgenlosen "herben Skinhead-Spaß" handelt, zeigt der Angriff einer siebenköpfigen Neonazigruppe auf einen Griechen und einen Afghanen am Abend des 3.7.2000 auf dem S-Bahnhof Derendorf. Hierbei wurde eines der Opfer auf die Schienen gestoßen und danach zusammengetreten. Die Neonazis kamen gerade von einer Probe ihrer Band "Reichswehr", die in der Nähe des Derendorfer S-Bahnhofs einen Proberaum unterhält. Auch an den rechten Rändern der Black Metal- und Dark Wave-Szene wird erfolgreich Nachwuchs rekrutiert. So gab es in Düsseldorf zum Beispiel zeitweise ein von Sarah Helmich von der Lindenstraße 259 aus geführtes "Arisches Black Metal Forum" (ABMF) mit eigenem Fanzine und personeller Anbindung an die "Kameradschaft Düsseldorf". |
Die militante Neonazi-Szene in Düsseldorf Sondernummer Aug. 2002
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