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Antifaschistische Aktivitäten und Neues aus der Naziszene |
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Köln: 25.000 Menschen demonstrierten gegen einen Aufmarsch des "Kampfbund
Deutscher Sozialisten" |
Nazis sind unkölsch |
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Insgesamt dürfte der Aufmarsch kein Erfolg für die Nazis gewesen
sein. Auf der Straße war lediglich das Stammaufgebot, das auf jeder
Demo zu sehen ist. Via Internet beschwerte sich daher auch ein Duisburger
Kader der "Freien Nationalisten - Nationaler Widerstand Ruhr"
über die schlechte Mobilisierung und Informationsarbeit des KDS.
Es sei außerdem "eine riesengroße Frechheit, daß
noch nicht mal eigene Mitglieder des KDS auf einer eigenen Veranstaltung
erscheinen. Wären nicht so viele Freie Kräfte des Nationalen
Widerstands bereit gewesen, den Kampfbund Deutscher Sozialisten zu unterstützen,
so wäre es für den KDS eine sehr bittere Niederlage gewesen."
Lediglich fünf KDS-Mitglieder seien erschienen. Selbst der Duisburger
"Gau-sekretär Ruhr", Michael Thiel, und der KDS-Bundesvorsitzende,
Thomas Brehl, einst Stellvertreter des 1991 verstorbenen Neonaziführers
Michael Kühnen, ließen sich vor Ort nicht blicken. Brehls Abwesenheit
dürfte aber eigentlich selbst die "Kameraden" nicht sonderlich
verwundert haben, schafft er es doch seit dem Tod von Kühnen nur
noch selten, vom heimischen, täglich neu mit Bier gefüllten
Kühlschrank in Langen (Hessen) wegzukommen. Weiterhin zu kritisieren
seien "die teilweisen plumpen und einfallslosen Sprüche, die
gerufen wurden ... sowie die Verkleidung und das teilweise asoziale Verhalten
einiger Leute." |
Das letzte Aufgebot marschiert |
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Obwohl der Aufmarsch der Neonazis letztendlich nicht verhindert werden
konnte, werteten alle Gruppen der beteiligten Bündnisse "Köln
stellt sich quer" und "Kölner Bündnis für eine
Gesellschaft ohne Rassismus" die Gegenaktionen als Erfolg. Ein Sprecher
der "Antifa K": "Über 20.000 Menschen hat es nicht
mehr gereicht, Betroffenheit zu zeigen, sondern haben aktiv bei dem Versuch
mitgewirkt, den Naziaufmarsch zu verhindern". Als Erfolg wertete
er ebenfalls, daß alle Versuche, das Bündnis seitens der bürgerlichen
Parteien und Institutionen zu vereinnahmen und zu spalten, erfolgreich
abgewehrt werden konnten und so auch staatlicher Rassismus unüberhörbar
thematisiert werden konnte. Ob sich das stark auf Lokalpatriotismus orientierende
Kölner Modell allerdings auch auf andere Städte übertragen
läßt, bleibt mehr als fraglich: "Wir sind Kölner
und Ihr nicht!", schlug der Kölner Express ernsthaft als zu
rufende Parole vor; denn: "Nazis sind unkölsch". Pierre Briegert, Antifaschistisches AutorInnenkollektiv Düsseldorf |
20 000 versuchen sich querzustellen |
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320 Neonazis hatten sich am Mittag des 16.12. in Dortmund eingefunden,
um einmal mehr "Gegen Polizeiwillkür und Medienhetze" zu
demonstrieren. Nachdem die Dortmunder Polizei die Demonstration mit einer
Reihe von Auflagen belegt hatte (keine Fahnen und Trommeln, kein gemeinsames
Auftreten mit Uniformen, Bomberjacken und Springerstiefeln, u.a.), versuchte
der Anmelder Christian Worch vergeblich, diese vom Verwaltungsgericht
Gelsenkirchen und Oberverwaltungsgericht Münster wieder außer
Kraft setzen zu lassen. Gegen das Verbot des Rufens der Parole "Hier
marschiert der Nationale Widerstand" bemühte Worch sogar das
Bundesverfassungsgericht; ebenfalls vergeblich, so daß er dem versammelten
braunen Mob ersatzweise das Skandieren der Parole "Hier spaziert
der Nationale Widerstand" empfahl. Im Gegensatz zum KDS-Aufmarsch
am 9.12. in Köln waren dieses mal alle nordrhein-westfälischen
"Kameradschaften" und erneut einzelne lokale NPD-Funktionsträger
erschienen. Auch kleinere Gruppen aus Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein,
Sachsen, den Niederlanden und Belgien hatten sich eingefunden. Der Ordnerdienst
wurde von dem Düsseldorfer Sven Skoda und dem Jüchener Christian
Malcoci geleitet, als Redner traten der Möchtegern-Goebbels Ralf
Tegethoff aus Bad Honnef, Peter Bor-chard aus Kiel und Christian Worch
in Erscheinung. Letzterer ließ es sich nicht nehmen, 45 Minuten
lang über die Dortmunder "Polizei- und Behördenwillkür"
gegen die von ihm angemeldeten Demos am 21.10. und 9.12. und die Kriminalisierung
des Dortmunder "Kameraden" Siegfried Borchardt zu Felde zu ziehen.
Er werde nun, so Worch unter allgemeinem Jubel, alle zwei Monate in Dortmund
eine Demonstration anmelden und durchführen, bis Stadt und Polizei
diese "Willkür" ausgetrieben sei. |
Der
"nationale Widerstand" marschierte in Dortmund
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