Heine macht TERZ
Bafög-Reform ade?
Die unendliche Geschichte
Erst in der letzten Woche hieß es, "die Koalition wird
die Studierenden nicht im Stich lassen", die Bafög-Reform kommt.
Und was hört man heute?
Heute heißt es, die von Bundesbildungs-ministerin Edelgard Bulmahn
geplante Bafög-Reform wurde von Bundeskanzler Schröder höchstpersönlich
gekippt. Schönen Dank.
Dabei schien der Ansatz für die Reform vielversprechend. Geplant
war eine einheitliche Förderung über 400 DM im Monat für
alle Studierenden.
Der Förderbetrag, der sich aus Kindergeld und Steuerfreibeträgen
zusammensetzen sollte, wäre Bulmahns Reformvorschlag zufolge direkt
an die Studierenden ausgezahlt worden, um die Unabhängigkeit der
volljährigen Menschen zu stärken. Das Konzept, an dem SPD-Bildungs-
und Familienpolitiker über vier Jahre gearbeitet haben, um den 1,8
Millionen Studierenden in Deutschland eine einheitliche Ausbildungsförderung
zu ermöglichen, wurde an nur einem Tag ad acta gelegt. Nicht nur
der Koalitionpartner der SPD, auch Teile der eigenen Fraktionsspitze und
der SPD sind über Schröders Vorgehen entrüstet. Die fadenscheinige
Begründung des Kanzlers - viele Eltern würden das Geld zur Finanzierung
ihrer Wohnungen und Häuser nutzen - ist keinesfalls ein ausreichendes
Argument für sein Handeln. Der grüne Bildungsexperte Matthias
Berninger erklärte, dass das Kindergeld nicht "für Papas
neuen Passat" verwendet werden soll, sondern zur Förderung von
Erziehung und Ausbildung gedacht ist. Schröders Veto gegen die Bafög-Reform
sei ein "Alleingang", er könne sich nicht von den Koalitionsvereinbarungen
verabschieden. Berninger will nun das von den Grünen überarbeitete
Baff-Konzept zuR Grundlage der im Koalitionsvertrag vereinbarten Reform
machen. Das Konzept sieht eine elternunabhängige Förderung der
Studierenden vor. Fünf Jahre lang soll allen Studierenden ermöglicht
werden, ca. 1.100 DM monatlich vom Staat zu erhalten, die Förderung
soll sich am Existenzminimum orientieren. Im Gegenzug sollen Kindergeld
und Freibeträge entfallen. Da das Konzept jedoch die finanziellen
Möglichkeiten einer Bafög-Reform überschreitet, soll die
Ausbildungsförderung - je nach den Finanzverhält-nissen der
Familie - zum Teil oder ganz als Darlehen ausgezahlt werden. Erst wenn
die Studierenden beruflich Erfolg haben, müsse das Geld zurückgezahlt
werden. Um dieses Vorhaben durchzuführen, regte Berninger die Gründung
einer Bildungsbank an. Die Rückzahlung soll nicht als dauerhafte
Abgabe geförderter AkademikerInnen erfolgen, zurückgezahlt werden
sollen lediglich die individuellen Schulden. Berningers Anreizidee: "Wer
zügig studiert, soll weniger zurückzahlen müssen."
Wann wir endlich mit einer Bafög-Reform rechnen können, bleibt
weiterhin offen.
CAFÉ BUNTE BILDER
jeden 2. und 4. Dienstag im Monat im Haus der Jugend
Lacombletstraße 10, Düsseldorf
8. Februar
Irgendwann, Irgendwie, Irgendwo
Die Hafenstraße Ende 1987, der Konflikt spitzt sich zu. Die Häuser
stehen
zwischen Räumung und Legalisierung. Radio Hafenstraße sendet,
der
Bürgermeister mauschelt. Schließlich erkämpfen die Häuser
sich ihr Dasein
und der Bürgermeister muss gehen - eine Chronologie der Ereignisse.
22. Februar
Black Panther
Die Geschichte der Black-Panther-Bewegung, die ab Ende der 60er-Jahre
für
die Rechte der Schwarzen in den USA eingetreten ist. Erinnert wird an
die
Anfänge der "Black Panther Party for Self Defense".
Im Jahre 1966 schließen sich einige junge Männer zusammen,
um sich gegen
die Unterdrückung und die Ignoranz der weissen Stadtregierung und
die ständigen Übergriffe der Polizei zu wehren.
ViSdP: Christian (Happus) Happ
Kontakt:
AStA Heinrich-Heine-Universität
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
fon 81-13172 / fax 81-13290
E-Mail: astadue@uni-duesseldorf.de
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