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Düsseldorf: Rheinmetall hat uranhaltige Munition hergestellt und getestet |
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| Der Krieg auf dem Balkan schien entschieden und abgewickelt: Der Kosovo ist besetzt, Milosevic abserviert und viele der von der NATO zu Kriegverbrechern Erklärten sind in Den Haag zur Aburteilung erschienen. Da wird die Siegermannschaft von einem Skandal erwischt. Die Amis sollen uranhaltige Munition eingesetzt haben. Die "positive" Wirkung dieser Waffe ist dabei unumstritten. Die Granaten sind so heftig, dass kein Panzer heil bleibt. Nun ist der Schuss auch nach hinten losgegangen. Der Kontakt mit den Urankugeln soll bei Soldaten verschiedener europäischer Länder Leukämie ausgelöst haben. Einige Helden sind sogar schon verstorben. | |
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Was in den letzten von den Amis und der NATO geführten Kriegen kein Problem war, führt jetzt zu einer transatlantischen Verstimmung erster Güte. Dass durch den Kampfmitteleinsatz der Amis im Vietnamkrieg noch heute reihenweise Zivilisten und Kriegsveteranen sterben oder über 90 000 Freiheitskämpfer des Irak-Krieges am "Golfkriegssyndrom" erkrankt sind, regt außer die Betroffenen höchstens die wissenschaftliche Neugierde der Kriegführer auf oder an. Warum sollte es auch anders sein. Schließlich weiß ein jeder, dass die Kriegführung keine gesundheitsfördernde Maßnahme ist. Denn es geht darum, um jeden Preis die Schlacht zu gewinnen. Opfer werden dabei - im richtigen Verhältnis - billigend in Kauf genommen. Umgekehrt wirkt die Vorstellung lächerlich, man verzichte im Krieg auf den Einsatz einer siegbringenden Waffe, wenn diese zu geringfügigen Opfern auf der eigenen Seite führe. |
Wo gehobelt wird, fallen Späne |
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Was ist nun so aufregend am Einsatz von Uranmunition in Jugoslawien?
In Italien wurde die Gelegenheit ergriffen, den Einsatz der inkriminierten
Waffe als heimtückischen Angriff der USA auf die nationale Souveränität
Italiens anzuprangern. Ähnliche Töne hörte man auch aus
Griechenland. Mit Verspätung meldete sich auch der Bundesverteidigungsminister
Scharping zu Wort. Nachdem er tagelang die Ungefährlichkeit der Munition
betonte, konnte er dennoch nicht umhin, den amerikanischen Freunden mal
kräftig vors Bein zu treten. Er bestellte den Geschäftsträger
der US-Botschaft, Terry Snell, in sein Büro und verlangte "umfassend
Informationen seitens der USA über Munition aus abgereichertem Uran"
(nach FR, 18.1.) Die arroganten Amis hatten dem Scharping lediglich einen
auch im Internet veröffentlichten Bericht zugeschickt! |
Kein Verlass auf den Partner USA |
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Ein Licht darauf, wie scheinheilig die Debatte um den Einsatz der Uranmunition
geführt wird, wirft ein Bericht aus der Rheinischen Post vom 25.
Januar. Hier berichtet ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Rheinmetall
in Düsseldorf, dass er als Lehrling Ende der 60er Jahre "unter
strenger Geheimhaltung in einer Versuchsabteilung im Derendorfer Rheinmetall-Werk
an der Ulmenstraße" an der Entwicklung von Uranmunition mitwirkte.
Dieser neue Geschosstyp sollte "neu entwickelte und besonders gesicherte
russische Panzer knacken" (RP). Persönlich betroffen fühlt
sich Neumann (Der Name wurde von der RP-Redaktion verändert) vor
allem dadurch, dass auf alle Sicherungen, seien es Schutzanzüge oder
Atemmasken, bei den Mitarbeitern verzichtet wurde. |
Uranmunition aus Düsseldorf |