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Es gibt viele Tiercomics. Insofern ist dieses ja nun nichts aussergewöhnliches.
Schwierig wird es zumeist, wenn versucht wird, den Tieren allzu menschliches
Gehabe mitzugeben. Anders ist dies bei Blacksad. Den beiden Spaniern D¡az
Canales und Guarnido ist ein wirklich beeindruckendes Werk gelungen. Man
merkt, dass der Zeichner Guarnido Animationen für die Disney Studios
zeichnete und sich somit mit Bewegung und Dynamik auskennt. Mit Disney
Figuren hat das Ganze jedoch gar nichts zu tun. MEIKEL |
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Canales/ Guarnido - lacksad - Carlsen Comics - 48 Seiten in Farbe für 29.90 DM |
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Es gibt ja durchaus Menschen, die weder studieren, noch diverse Internetmagazine
lesen, noch im Ruhrgebiet leben. Für diese sind die Aussichten schlecht,
etwas von Jamiri, das ist Jan-Michael Richter, zu lesen. Für diese
gibt es die Geschichten auch in Albumform. Dotcom Dummy ist nun Version
5.0. Jamiri schafft es gekonnt, Alltagshumor in wenigen Bildern auf einer
Seite unterzubringen. Und das ist gut. Man mag es kaum glauben, dass er
aus altbekannten Themen, hier z. B. seine Ehefrau Beate, doch noch neue
Gags herausholt. Alle Achtung, das ist gut, das ist schräg. Dass
er sich manchmal Hilfe von seinem Kumpel Wiglaf Droste holt, sei ihm nicht
nur verziehen, man ahnt denn auch, woher er seine Inspiration holt, halt
eben nicht nur von seiner geliebten Beate. Der Untertitel deutet es schon
an, der Band handelt von den Tücken des Computers. Eine never ending
Story mit immer neuen, zu entdeckenden lustigen Sachen, die einen zur
Weissglut bringen. Jeder, der solch ein Teufelswerk sein eigen nennt,
kann davon ein Liedchen singen. Trotzdem ist der Schreck groß, wenn
man entdeckt, daß die Frau neben einem eigentlich ein Cyborg ist
und mit einer Fehlfunktion bei den Worten "Frankfurter Kranzä"
reagiert. Wir kennen alle diese Fehler, aber glücklicherweise will
noch kein Computer heiraten. Oh, oh. Jamiri schafft es vorzüglich
die Tücken der Technik und die Macken ihrer Benutzer gehörig
auf die Schippe zu nehmen. Dass dies mit einer gehörigen Portion
Selbstironie passiert, macht alles umso sympathischer, zumal es auch schön
gezeichnet ist. So in Richtung Photorealismus. Sehr schön. MEIKEL |
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Tardi ist wieder zu seinem Lieblingsthema zurückgekehrt. Viele seiner
Bände handeln über die Zeit des 1. Weltkrieges. Es war der erste
Krieg, der mit Massenvernichtungsmitteln geführt wurde, der erste,
bei dem grossflächig Gas eingesetzt wurde. Es war ein Stellungskrieg,
bei dem die Front im Westen kurz nach Beginn zum Stehen kam, um sich danach
nicht mehr wesentlich zu verändern. Es war ein Krieg, der die ganze
Sinnlosigkeit in sich vereinte. Er veränderte die Welt nachhaltig
und war nur der Vorspann zu einem noch wesentlich größeren
und schrecklicheren Krieg. Dieses Spannungsfeld ist Tardis Gebiet. Aber
es ist nur die Hintergrundmusik, vor dem sich die persönlichen Schicksale
und Geschichten der Darsteller abspielen. In aller Deutlichkeit zeigt
er die Schrecken, in dem er nicht nur die Granaten hochgehen läßt,
sondern auch die zerfetzten Gesichter und Körper zeigt. Die Angst
sitzt tief bei den Soldaten, die Chance wahnsinnig zu werden, ist groß
und dennoch schicken die Vorgesetzten eine Reihe von Soldaten nach der
anderen nach vorne ins Schlachtfeld. Der Soldat Griffon hält es nicht
mehr aus und erschießt sich im Schützengraben selber, nachdem
er noch einen Abschiedsbrief geschrieben hat. Varlot nimmt ihn an sich
und sieht es als seine Aufgabe an, ihn seiner Frau zu übergeben.
Er schleicht sich durch die Fronten, entgeht der Hinrichtung als Deserteur,
entgeht dem deutschen Feind und findet die Frau in einem belgischen Bordell
wieder. Es sind diese persönlichen Geschichten, die die ganze Tragödie
erlebbar werden lassen. Das ist nicht unbedingt neu, aber immer wieder
spannend zu lesen. Trotzdem ist es sicherlich nicht Tardis bestes Album.
Intensiv und packend erzählt bleibt es trotzdem gute Lektüre. MEIKEL |
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Soldat Varlot - Daeninckx/Tardi - Edition Moderne - 38 Seiten in s/w für 24.80 DM |