idiotoreal
»Wer sein Leben finden will,
wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es
finden!« – Na, wer hat das gesagt: Mohammed, Subcommandante Marcos, der Dalai
Lama oder Osama Bin Laden? Keiner von ihnen – Jesus war’s (in Pasolinis »Das
Matthäus-Evangelium«). Die jüngeren unter euch werden ihn vielleicht noch aus
Mel Gibsons spirituellem Splatterfilm kennen. Die Frage, ob dieser schlimmer
als das Christentum oder bloß genauso schlimm ist, haben wir uns diesen Monat
geschenkt. Statt dessen widmen wir uns dem zeitgemäßen säkularen Mythos von der
neuen Linkspartei (S.10/11, den Spuren der Vergangenheit auf dem Derendorfer
Güterbahnhof (S.15) und einmal mehr kritisch den Antiglobalisierern von Attac.
Wie dagegen Globalisierungskritik richtig geht, zeigen argentinische
KünstlerInnen auf der Ausstellung »Ex Argentina« im Kölner Museum Ludwig
(S.16/17). Also nichts wie hin, vielleicht nach der großen Antisozialabbau-Demo
am 3. April.
www.terz.org - 26.3.2004