Was lange
währt ...
Terz
ausgezeichnet beim “Alternativen
Medienpreis 2005”
Eigentlich
schade, zu einem mit Geld versehenen Preis hat es diesmal leider (noch)
nicht
gereicht. Trotzdem kam es für das TERZ-Kollektiv ziemlich
überraschend, als
kurzfristig die Redaktion von der Jury des alternativen Medienpreis
nach
Nürnberg zur Preisverleihung eingeladen wurde. Ursprünglich
als Ehrung für
Beiträge in Alternativradios vom Nürnberger “Radio
Z” gestiftet, wurden diesmal
neben Preisen im Bereich Radio und Internet auch zum ersten Mal
Beiträge in
Printmedien geehrt. Da wir erst kurzfristig überhaupt von diesem
Preis erfahren
hatten und der Einsendeschluss bedenklich nahe war, hatten wir mal
wieder die
Ausschreibung nicht richtig gelesen und statt einzelner Beiträge
gleich den
gesamten letzten Jahrgang nach Nürnberg geschickt. Mit dem
Ergebnis, dass wir
zwar keinen Preis, aber eine lobende Erwähnung erhielten. Zwei aus
unserer
Redaktion sind dann am 11. März in die Lebkuchenstadt gefahren,
durften der
Preisverleihung beiwohnen und eine
Urkunde in Empfang nehmen. Ein feuchtfröhlicher Abend mit den
Preisträgern folgte.
Im Bereich
Print gewonnen haben: Inter-Press-Service (IPS), eine Presseagentur,
die
Nachrichten vornehmlich aus Afrika veröffentlicht, die in der
Regel untergehen.
Weiterhin die Artikelserie “Kritik am Bau” aus der Berliner
Monatszeitschrift
Scheinschlag, die sich kritisch mit der Architektur des Potsdamer
Platzes
auseinandersetzt und der Artikel “Homosexualität im
Alter” aus der
Fachzeitschrift des Kuratoriums Deutsche Altershilfe / Pro Alter. Die
Preisträger erhielten jeweils 500 Euro. Am besten gefiel jedoch
der
Radiobeitrag von Karsten Blum, “Cat Stevens – Der
Terrorist”, gesendet bei
Ems-Vechte-Welle (Lingen). Die Preisträgerbeiträge
können als mp3 bzw. pdf auf
der Seite www.alternativer-medienpreis.de heruntergeladen werden.
Unsere
Laudatio hielt Werner Pieper vom Verlag “The Grüne
Kraft” und ehrlich: Wir
haben sie nicht selber geschrieben, dafür ist er ganz allein
verantwortlich.
Und nächstes Jahr sind wir dann wieder
dabei.
Lobende
Erwähnung: Terz-Kollektiv, Terz.
Stattzeitung Düsseldorf, Ausgabe 1/2005
Antifaschistische
Heimatkunde
Als
jemand,
der in den 70ern diverse Underground- bis Alternative Magazine
herausgegeben
und verlegt hat und außerdem bis auf den heutigen Tag ein
Zeitschriften-Junkie
ist, erfreut mich ein Magazin wie “TERZ, die Düsseldorfs
Stattzeitung für
Politik und Kultur” schon allein durch seine Existenz.
Um
so
größer die Freude, dass dieses Organ der
Gegenöffemtlichkeit des Vereins zur
Förderung gleichberechtigter Kommunikation schon seit 1991
monatlich erscheint.
Man kann das Magazin nicht kaufen, aber Nachdrucke von Beiträgen
sind
erwünscht. Das riecht nach Überzeugungstätern und dieser
Eindruck verstärkt
sich noch bei der Lektüre: Antifaschistische Heimatkunde. Sei es
der Beitrag
über die Patriotismusdebatte, jener über, bzw. gegen die
Münchener
Sicherheitskonferenz oder auch über die gesellschaftlichen
Auswirkungen der
Philosophie Peter Singers anlässlich eines Vortrages Singers in
Düsseldorf, all
diese Infos schärfen den Blick für den Alltag und für
die eigene Region. Meine
Tochter meinte, ich solle auf jeden Fall den exzeptionell guten
Musikteil
erwähnen - da habe jemand wirklich einen
außergewöhnlich erlesenen Geschmack.
Und ich möchte auch nicht verschweigen, dass es für mich eine
besondere Freude
ist, gerade in TERZ die beste, da mitfühlendste Rezension meines
Buches zur
Kolonialgeschichte Namibias zu lesen. Kolonialgeschichte gehört in
diesem Land
den Akademikern - zu denen ich nicht zähle. ähnlich positiv
wurde das Buch nur
in Namibia rezipiert.
Für
Nicht-Düsseldofer sind die Texte – auch der älteren
Ausgaben – unter terz.org
nachzulesen. Als Redaktions-Anschrift ist die Himmelgeister
Straße angeführt.
Mögen selbige Geister weiterhin geistiges Manna über die
Redaktion ausschütten
– wenn es hier schon leider nicht zu einem Preis gereicht hat.
Werner
Pieper
www.terz.org - 31.03.2005