Schwarzfahrende
StudentInnen oder “Schläfer” bei der Rheinbahn?
Seit dem
Sommersemester 2005 gewähren VRR und Rheinbahn allen Inhaber/innen
eines
studentischen Semestertickets quasi als ausgehandelte Gegenleistung
für eine
weitere aufgenötigte Preiserhöhung einige kleine
Transport-Bonbons. Hierzu
gehört unter anderem die Möglichkeit, nach 19 Uhr und an
Wochenenden bzw.
Feiertagen eine weitere Person unentgeltlich mitzunehmen (siehe hierzu
auch die
FH-AStA-Seite in TERZ 2/2005). In den ersten März-Tagen wurden
jedoch diverse
Begleiter/innen von FH-Student/inn/en, die zum Semesterbeginn an der FH
(1.
März 2005) diese Neuregelung in Anspruch nehmen wollten, von
Rheinbahn-Kontrolleuren
des Schwarzfahrens bezichtigt. Ihre Personalien wurden aufgenommen, in
einem
Fall sogar die Polizei hinzugezogen. Hinweise auf den Vertrag halfen
nicht.
Noch am 7. März hieß es auch auf der Homepage der Rheinbahn:
“Das Semesterticket
ist leider nicht übertragbar und es können auch keine
weiteren Personen
mitgenommen werden”. Im seit dem 1. März 2005 gültigen
Vertrag zwischen dem
AStA der FH-D und dem VRR und der Rheinbahn jedoch ist zu lesen:
“Der Inhaber
eines SemesterTickets kann zu folgenden Zeiten eine weitere Personen ab
6
Jahren unentgeltlich im VRR-Verbundsraum mitnehmen…”.
Kerstin
Rehring, Vorsitzende des AStA der FH Düsseldorf in einer
Pressemitteilung vom
7. März: “Es kann nicht angehen, dass Studentinnen und
Studenten bzw. deren
Begleiterinnen und Begleiter darunter zu leiden haben, dass Rheinbahn
und VRR
nicht in der Lage sind, vertraglich vereinbarte Regelungen umzusetzen
bzw. ihr
Personal zu schulen. Wir raten allen Beschuldigten, weder zu zahlen
noch
nachzulösen und sich sofort beim AStA der jeweiligen Hochschule zu
melden.
Alles weitere werden dann unsere Rechtsanwälte klären.”
Dieses wird
offenbar nicht nötig sein. Nach umfangreicher Berichterstattung in
der
Lokalpresse gestanden VRR und Rheinbahn ihren Patzer ein und gelobten
Besserung
und Wiedergutmachung. “‘Da hat offensichtlich jemand fest
geschlafen’, gesteht
Eckhard Lander von der Rheinbahn ein. Die Regelung gelte wie im Vertrag
vereinbart.” [NRZ 9.3.2005]. Lander: “Es hat irgendwo bei
uns geklemmt. Wer
schon das erhöhte Beförderungsgeld gezahlt hat, sollte bei
uns unter Telefon
582-1951 anrufen, dann kümmern wir uns darum.” [WZ,
9.3.2005]. Falls dieses
nicht zügig geschehen sollte, rät der AStA der FH-D, sich
unter der
Telefon-Nummer 0211 / 451206 im AStA-Büro zu melden.
Eventkalender
April 2005:
> Die
Frauen- und Lesbenreferate sowie das Schwulenreferat
an FH und
Uni präsentieren:
gayLESbiAns and
friends – Party
Freitag, 22.
April, ab 20 Uhr
im
Student/inn/enparlaments-Saal (SP-Saal) im Uni-AStA-Gebäude auf
dem Uni-Campus
(2 Minuten Fußweg von der Bushaltestelle Uni-Mitte). Eintritt frei
>
Der
Antifa-Arbeitskreis
an der FH-D
präsentiert :
INPUT –
antifaschistischer
Themenabend: Kontinuitäten völkischen Denkens
Mittwoch,
29. April, 19.30 Uhr, Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108
“Volk”,
“Volksgemeinschaft”, “Volks-bewegung”: Die
Phrasen extrem rechter
Organisationen quellen über von völkischer Terminologie
– gestern und auch
heute. Sie stehen ganz in der Tradition völkischen Denkens, das zu
Beginn des
19. Jahrhunderts in den später zum Deutschen Reich gehörenden
Staaten seinen
Durchbruch erlebte und im Nationalsozialismus seine schlimmste
Radikalisierung
fand. Die ideologischen Grundlagen freilich sind bis heute nicht
verschwunden:
Nach wie vor ist völkisches Denken in Deutschland weit verbreitet
und der
gemeinsame Nenner der deutschen Rechten - in unterschiedlichen
Radikalisierungsgraden. Der Journalist Jörg Kronauer wird in
seinem Vortrag
diese Kontinuitäten, Ausformungen und Verbreitung erläutern
sowie die aktuelle
gesellschaftliche und politische Umsetzung völkischen Denkens
unter die Lupe
nehmen.
INPUT –
antifaschistischer Themenabend findet jeden letzten Mittwoch im Monat
um 19.30
Uhr im Linken Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108 in Düsseldorf
statt. Unregelmäßig
werden INPUT-Spezial-Veranstaltungen an wechselnden Orten an-geboten.
Veranstaltet von der Antifaschistischen Aktion Düsseldorf und dem
Antifa-Arbeitskreis an der FH Düsseldorf, in Kooperation mit dem
Antirassistischen Bildungsforum Rheinland (ABR)
Die
Veranstaltung findet statt in der Veranstaltungsreihe “GEGEN
DEUTSCHE
OPFERMYTHEN!” anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung
vom
Nationalsozialismus. Weitere Veranstaltungsankündigungen
sowie Hintergründe
unter
http://www.antifa-kok.de/8mai/
>
Kino
77 präsentiert:
Dienstag,
5. April:
Coffee and
Cigarettes
Dienstag,
12. April:
Alles auf
Zucker
Dienstag,
19. April:
Anatomie
einer Entführung
Dienstag,
26. April:
Elling 2
Jeweils 20
Uhr im Audimax
(Josef-Gockeln-Str.
9, D-Golzheim).
Kino 77
(www.kino77.de) ist das Programmkino
des AStA der FH-D.
www.terz.org - 31.03.2005