AntifakO
Düsseldorfs Nachkriegsantifa
Wie in
zahlreichen anderen Städten gab es auch in Düsseldorf nach
dem Ende des Zweiten
Weltkriegs Antifa-Ausschüsse. Der bedeutendste davon war die
Bilker
“Antifaschistische Kampforganisation”, die schon in den
letzten Kriegsmonaten
als Widerstandsgruppe aktiv gewesen war. Im folgenden soll
nachgezeichnet
werden, welche politische Rolle die ANTIFAKO im Spannungsfeld von
alliierter
Militärregierung, neu entstehender Stadtverwaltung und den sich
entwickelnden
politischen Gruppen spielte.
In den
letzten Monaten, Wochen und Tagen des Zweiten Weltkrieges hat die
Antifaschistische Kampforganisation in Düsseldorf etwa 100
russische
Zwangsarbeiter versteckt und sie mit Essen versorgt, die von den Nazis
befohlene Sprengung mehrerer Brücken und Unterführungen
verhindert und durch
Boten Kontakt zu den amerikanischen Truppen auf der anderen Rheinseite
aufgenommen,
um sie zum Einmarsch in Düsseldorf zu bewegen.(1) Einen Tag vor
dem Einmarsch
der US-Army in Düsseldorf verteilte die ANTIFAKO Flugblättern
und rief dazu
auf, weiße Fahnen herauszuhängen, um unnötiges
Blutvergießen zu vermeiden. Als
die Gl’s am 17. April kamen, fuhren ihre Leute mit
Fahrrädern durch die Straßen
und streuten diesen “Weiße-Fahnen-Aufruf”. Das alles
wagte und leistete eine
kleine Bilker Gruppe, die sich im Sommer 1944 zusammengetan hatte. Der
Leiter
der Gruppe, der Kaufmann Hermann Smeets berichtet:
“,Antifaschistische
Kampforganisation’ - das war’n doller Name, aber wir waren
bloß ‘n paar
Männekes. Den Amerikanern gegenüber haben wir ja so getan: es
kann euch nichts
passieren, kommt nur” (Smeets). Von bewaffnetem Widerstand war
zwar die Rede:
“Beschaffung von Waffen” stand als 5. Punkt im
“aufgestellte[n] Kampfprogramm”,
das den alliierten Truppen übermittelt werden sollte. Auch um
“Handgranaten und
Handfeuerwaffen” wurde die Army dringend gebeten.
Realistischerweise konnte ein
gewaltsamens Vorgehen auch gegen die bröckelnden Naziherrschaft in
der Stadt
kaum in Betracht gezogen werden. (2) Die ANTIFAKO zählte gerade
zehn Aktive,
dazu rechnete man auf einige Unterstützer, die aber höchstens
vage Bescheid
wussten: “Jeder hatte ein paar Freunde, wenn man die mal
zusammenzählt, so
haben wir überlegt, wenn es drauf ankommt, halten 80 Leute zu
uns” (Smeets).
Mit ihren
Aktionen stand die ANTIFAKO nicht allein da, sie war eine unter vielen
Widerstandsgruppen. Eine kommunistische Zelle hatte z. B. die Sprengung
des
Wasserwerks Flehe verhindert. (3) In einem Kloster wurden 25 Verfolgte
versteckt. (4) Und der Einmarsch der US-Truppen nach Düsseldorf
erfolgte
aufgrund des Drängens der Gruppe um Wiedenhofen. Die offiziellen
Papiere der
Düsseldorfer Schutzpolizei, mit denen sich Wiedenhofen und
Odenthal bei den
amerikanischen Truppen in Mettmann legitimieren konnten, waren wohl
eindrucksvoller als die selbstgedruckten Ausweise der ANTIFAKO-Leute,
die sich
an deren Kameraden in Oberkassel wandten.
Während
andere Widerstandsgruppen sich aber nach der Befreiung auflösten
und ihre
Mitglieder sich zurückzogen oder daran gingen, Parteien und
Gewerkschaften
(wieder) zugründen, blieb die ANTIFAKO in der unmittelbaren
Nachkriegszeit
aktiv. “Wir überlegten gemeinsam: Jeder wusste ja, dass der
Krieg verloren ist
und in absehbarer Zeit zuende gehen muss. Aber was machen wir dann? Da
muss
sofort etwas geschehen, da müssen doch sofort Leute zur Stelle
sein, die das
Notwendigste in die Hand nehmen. Denn die Nazis werden sich vor der
Verantwortung drücken und stiften gehen.” (5)
Antifa-Gruppen
hat es in der Zeit zwischen III. Reich und Bundesrepublik in vielen
Städten
gegeben. Einige waren - wie die Bilker ANTIFAKO - während der
letzten
Kriegsmonate entstanden (etwa in Solingen, Braunschweig u. Stuttgart),
andere
wurden erst nach dem Einmarsch der Alliierten gegründet (so z. B.
in Duisburg
und Frankfurt a. M., wohl auch in Benrath). Diese Komitees zeigten
“alternative
Ansätze zur traditionellen Verwaltungs- und
Parteiorganisation” (6), angesichts
des tief sitzenden deutschen Antiparteien-Affekts eine günstige
Voraussetzung.
Diese Ausschüsse setzten sich überwiegend aus
Angehörigen der Arbeiterbewegung
beiderlei Richtung zusammen, eine Einheitstendenz zur Zusammenarbeit
von
Kommunisten und Sozialdemokraten ist erkennbar. (7) Auch die Mitglieder
der
Antifako waren überwiegend Handwerker und Arbeiter, viele standen
sozialdemokratischen oder kommunistischen Ideen nahe, einige hatten
einen
christlichen Hintergrund. Die Gruppe war nicht parteipolitisch
gebunden, es
handelte sich vielmehr um langjährige Freunde, die sich
darüber verständigten,
dass etwas getan werden müsse. Der Zusammenschluss zur ANTIFAKO
entwickelte
sich “aus dem privaten Bereich, aus dem politischen gar
nicht.” (Smeets)
In
Düsseldorf hat es mehrere Antifa-Gruppen gegeben, die sich nach
dem Krieg
gründeten und über die wenig bekannt ist. Die ANTIFAKO war
eine der größten und
sicher die bedeutendste Düsseldorfer Antifa-Gruppe. Sie erhielt
seit Kriegsende
regen Zulauf und hatte bald mehrere hundert Mitglieder. Sie
“explodierte nach
45. Alle kamen dazu gelaufen und waren auch Anti-Nazis und wollten auch
mitmachen.” Über die Struktur der ANTIFAKO in dieser Zeit
(Frauenanteil,
Sozial- und Altersstruktur, politischer Hintergrund) lässt sich
nichts sagen.
(8) In einem 20 Punkte-Programm stellte die ANTIFAKO vor allem
Forderungen zur
Entfernung der Nazis aus dem öffentlichen Leben, zur
Bekämpfung der
Nazi-Ideologie durch demokratische Erziehung, zur Meinungsfreiheit und
zur
Beschlagnahme von Nazi-Besitz. Neben Sozialisierungsforderungen stand
auch der
staatliche Schutz des Privateigentums im Programm. (9)
Bis März
1946 war Smeets in der “Entnazifizierungsabteilung” im
Public Safety Office
der Militärregierung beschäftigt (Smeets). Wie die Verfolgung
der Übeltäter
machte sich die ANTIFAKO auch die Betreuung der Opfer zur Aufgabe. Sie
kümmerte
sich um die heimkehrenden “Konzentrationäre”. (10)
Die
politische Initiative war inzwischen auf andere Institutionen
übergegangen: “Der
Z[ehner] A[usschuß] wurde gebildet. - Die ANTIFAKO
machte höchstens noch
Aufrufe. Das war die größere Gruppe dann ja. Da schlossen
sich sofort Leute an,
wie z. B. Peter Busch. Die wurde ruck-zuck sehr groß, da waren
wir dann über
hundert Leute, die ich vorher auch nicht kannte.” (11) Die
Amerikaner brauchten
Ansprechpartner auf deutscher Seite. Da ihnen die ANTIFAKO aufgrund der
oben
erwähnten Kontaktaufnahme bekannt war, beauftragten sie Hermann
Smeets, einen
Zehnerausschuß aus Antifaschisten zusammenzustellen. Deswegen ist
der
Zehnerausschuß keineswegs als “Organ” oder
“Nachfolgeorganisation” der ANTIFAKO
zu verstehen. Smeets beriet sich mit den ihm bekannten Antifaschisten,
wer hier
hineingehöre. Außer ihm saß nur ein Sympathisant der
ANTIFAKO im Zehnerausschuss.
(12)
Dieses
Gremium hatte ein Doppelaufgabe: “Der
“Zehner-Ausschuß der Antifa-Bewegung’ war
nicht nur Beratergremium der Besatzungsbehörde, sondern er wurde
gleichzeitig
zum Mittelpunkt zahlreicher ‘Antifa’-Gruppen und
‘Bürgerausschüsse, die sich in
den Stadtteilen und auf berufsständisch-betrieblicher Ebene
bildeten.” (13) Da
eine Hauptfunktion des Zehnerausschuss war, der
Militärregierung eine
Rückmeldung über Stimmung, Denken und Willen der
Bevölkerung zu geben, bot sich
eine Zusammenarbeit mit der ANTIFAKO an. Diese spielte nämlich in
den ersten
Wochen gerade als Anlaufstelle für die Bevölkerung eine
Rolle. Sie verfügte
über ein täglich besetztes Büro in der
Luisenstraße. “Da kamen die Leute hin
und erzählten alle möglichen Geschichten. Soweit uns das
wertvoll erschien,
wurde die Sache im Z[ehner] A[usschuß] besprochen und dann
etwas getan oder
nichts gemacht” (Smeets).
Parallel
dazu entwickelte sich die Betriebsrätebewegung. Zwischen April und
Mai
entstanden Betriebsräte in der Düsseldorfer Metallindustrie,
Anfang Juni wurde
der Arbeitsausschuss der Betriebsräte gebildet, dem Leo Niek,
eines der
kommunistischen Zehnerausschußmitglieder, vorstand. (14) Die
Betriebsrätebewegung verfolgte ähnliche Ziele und war damit
eine Art
natürlicher Bundesgenosse der Antifa-Bewegung. Wenn Grathes, der
Vorsitzende
des Entnazifizierungsausschusses, erklärte 1947 vor der
Düsseldorfer
Stadtverordnetenversammlung, “dass eine große Anzahl
Personen durch die
M[ilitär]R[egierung] oder durch die Betriebe selbst entfernt
wurde, bevor die
deutschen Entnazifizierungsausschüsse ihre Tätigkeit
aufnahmen”, könnte das
auf Aktivitäten der Betriebsräte hinweisen. (15)
Am 10. Juni
1945 übernahmen die Briten die Besatzung der Regierungsbezirke
Düsseldorf, Köln
und Aachen von den Amerikanern. Ebenfalls im Juni begannen sich die
politischen
Gewichte im Düsseldorfer Zehnerausschuss zu verschieben, als
christliche
Mitglieder austraten. Zwei Pfarrer fanden, ein derartiges (politisches)
Engagement sei für katholische Geistliche unangemessen. Es gelang
den
Kommunisten - anfangs wohl zu dritt im Zehnerausschuss -, die frei
werdenden
Plätze mit ihnen nahestehenden Leuten zu besetzen. Auch
Wiedenhofen trat aus
dem Zehnerausschuss vermutlich deswegen aus, weil dieser in
kommunistisches
Fahrwasser geriet. “Wir, die wir die mehr demokratischen und
christlichen Leute
waren, wir konnten uns im Zehnerausschuss nicht richtig [durchsetzen],
die
[Kommunisten] wollten immer Resolutionen an die Amerikaner und
später an die
Engländer verfassen mit Forderungen” (Smeets). Die
Kommunisten übten Druck auf
Smeets aus, der schließlich den Vorsitz des Zehnerausschusses
niederlegte.
Unter
diesen Umständen schwand das Interesse der britischen
Militärregierung, mit dem
Zehnerausschuss zu beraten und mit ihm zusammenzuarbeiten. Bereits im
Juli
wurde in Düsseldorf ein Vertrauensausschuss eingesetzt - der
Vorläufer der
Stadtverordnetenversammlung. Dieser wurde von Oberbürgermeister
Füllenbach
nicht auf “der Grundlage der sich regenden parteipolitischen
Gruppenbildung”,
sondern “nach berufsständischen Gesichtspunkten”
zusammengestellt – eine
Entscheidung der Briten, wie Füllenbach betont. (16) Dieses
Gremium ersetzte
den (weiter tagenden) Zehnerausschuss in seiner Funktion als
Ansprechpartner
für die Militärregierung. (17) Zudem schritt die Entwicklung
des Parteiwesens
voran. Noch in den ersten Nachkriegswochen hatten sich Kommunisten,
Sozialdemokraten und Christdemokraten zwecks Parteigründung an die
Besatzungsbehörden gewandt. Seit September 1945 waren Parteien auf
kommunaler
Ebene zugelassen, nach und nach erhielten sie ihre
Gründungsgenehmigung. Mitte
Oktober 1946 war diese Entwicklung mit den ersten Gemeinderatswahlen
abgeschlossen. Damit schienen Antifa-Gruppen den Briten
überflüssig, ja sogar
störend. Im gleichen Monat kam daher das endgültige Aus
für ANTIFAKO,
Zehnerausschuss sowie alle anderen Antifa-Gruppen und
Bürgerausschüsse. Sie
wurden aufgelöst. Die meisten deutschen Antifa-Ausschüsse
waren schon im Mai
1945 aufgelöst worden. (18) Im Vergleich dazu hatte die ANTIFAKO
sich also
lange halten können. Der Benrather Antifa gelang es sogar, der
Auflösung zu
entgehen: Die von ihr als eine Art Bezirksparlament ins Leben gerufene
“Demokratische Arbeitsgemeinschaft” konnte aufgrund der
guten Zusammenarbeit
mit der (zunächst von Düsseldorf autonomen) Benrather
Stadtverwaltung
weiterarbeiten.
(19)
FRANK
MERGENTHAL.
(Nachdruck
aus TERZ 4/1995)
1 Zur
Antifako liegen zwei Aufsätze vor: Andreas Kussmann: Erste
demokratische
Initiative. Die Antifa-Bewegung in Düsseldorf, in: 1946 -
Neuanfang: Leben in
Düsseldorf. 2. März bis 14. September 1986 Stadtmuseum
Düsseldorf, Düsseldorf
1986, S.125-129 und ders.: Die Antifa-Bewegung, in: Frank Morgner u.
ders.
(Hrsg.): Die Kraft einer großen Idee. 125 Jahre Sozialdemokratie
in Düsseldorf,
Düsseldorf 1988, S.156f. Kussmann, Mitgründer der
Geschichts-Werkstatt
”Zeitmaschine”, hat in einem Oral-History-Projekt eine
Reihe von Zeitzeugen zum
Kriegsende in Düsseldorf befragt. Die Interviews liegen in der
Sammlung
Kussmann im Stadtarchiv Düsseldorf. Im folgenden bedeutet der
Hinweis
”(Smeets)” hinter einem Zitat, dass es aus dem
Tonbandprotokoll des Gesprächs
mit H. Smeets in dieser Sammlung entnommen ist.
2
Aus zwei
an die alliierten Streitkräfte gerichteten Dokumenten der
ANTIFAKO. Beide sind
abgedruckt im Anhang von Herbert Quandt: Einer der dagegen war. Zum
Beispiel
Peter Busch. Widerstandskämpfer, Arbeitersportler,
Handwerkermeister. Eine
Lebensbeschreibung nach seinem eigenen Bericht, Langenfeld o.J.
3
Ob diese
Widerstandszelle die Information, dass das Werk gesprengt werden
sollte, vom
ANTIFAKO erhalten hatte, ist ungewiss. Immerhin vermutet Helene Biebler
(geb.
Püster) das im Nachhinein. Sie fuhr damals nach Flehe und brachte
das
Sprengkommando von der Ausführung des Befehls ab. Interview
Biebler in Sammlung
Kussmann (StAD).
4
Andreas
Kussmann: Sieben Wochen in der Front. Kriegsende in Düsseldorf,
in:
1946-Neubeginn, S.17-33, hier S.26.
5
So
charakterisiert Smeets die Zielsetzung der ANTIFAKO schon bei deren
Gründung.
Zit. n. Kussmann: Sieben Wochen in der Front, S.27.
6
Christoph
Kleßmann: Die doppelte Staatsgründung. Deutsche Geschichte
1945-1955, 3. erg.
Aufl., Bonn 1986, S. 72.
7
Lutz
Niethammer, Ulrich Borsdorf, Peter Brandt (Hrsg.): Arbeiterinitiative
1945.
Antifaschistische Ausschüsse und Reorganisation der
Arbeiterbewegung in
Deutschland, Wuppertal 1976, insbes. S.16Anm. 16u. S.705f.
8
So Smeets
auf die Frage von Volker Zimmermann in einem Gespräch am 31.1.1995.
9
Kussmann:
Antifa-Bewegung, S.157. Für die Vergesellschaftung dazu
“reifer” Bereiche,
insbesondere des Bergbaus und Teilen der Schwerindustrie gab es sowohl
nach dem
Ersten als auch nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst einen breiten
Konsens bis
weit ins bürgerliche Lager. Auch die CDU trat noch 1947 im Ahlener
Programm für
die Sozialisierung ein.
10
Kussmann: Erste demokratische Initiative, S. 127.
11
Der
KPDIer Peter Busch, von den Nazis gefoltert und lange inhaftiert, gibt
dagegen
an, schon “mehrere Wochen vor dem Einmarsch der Amerikaner”
dabei gewesen zu
sein. Quandt: Einer, der dagegen war, S. 110. Zwei Seiten später
verwechselt er
allerdings die Mitglieder von ANTIFAKO und Zehnerausschuss.
12
Auf
einer Übersicht, die den Unterlagen zu den Gesprächen mit
Smeets beiliegt, sind
von den zehn Mitgliedern zwei als christlich und weitere zwei als
katholisch
orientiert eingeordnet, einer als liberal, zwei als sozialdemokratisch
und drei
als kommunistisch. Solche Zuordnungen müssen aber vage bleiben.
13
Kussmann: Erste demokratische Initiative, S. 125.
14
Niethammer u. a.: Arbeiterinitiative, S. 287. Zu Niek: Kussmann:
Antifa-Bewegung, S. 156. Noch zwei weitere Mitglieder des
Zehnerausschuss
gehörten dem ebenfalls zehnköpfigen Arbeitsausschuss der
Betriebsrätebewegung
an (Smeets).
15
Stadtverordnetenversammlung Düsseldorf, Protokolle; Sitzung
28.1.1947, S. 4.
16
Stadtarchiv Düsseldorf, Protokoll der 1. Sitzung des
Vertrauensausschuss vom
10.7.45, S.28.
17Auch
Liedtke meint, der Vertrauensausschuss sei von den
Militärbehörden “als
Gegengewicht zu den antifaschistischen Gruppen” gedacht gewesen.
Die
Parteizulassungen sieht er ebenfalls in diesem Zusammenhang.
Wolfgang
Liedtke: Die politischen Parteien in Düsseldorf nach 1945, Diss.,
Essen 1989,
S.27u. 37.
18
Niethammer u.a.: Arbeiterinitiative, S. 12.
19
Kussmann: Erste demokratische Initiative, S. 128
www.terz.org - 31.03.2005