Heine macht TerzAuf die Straße am 11. MaiUnterfinanzierung Die derzeitige Bildungspolitik zeichnet sich zum einen durch die Unterfinanzierung der Bildungseinrichtungen, zum anderen durch repressive Maßnahmen aus. Diese erstrecken sich von den Schulen bis hin zu den Hochschulen. Im folgenden wird auf beide Aspekte eingegangen. Struktureller Unterrichtsausfall ist in NRW keineswegs eine neue Erscheinung.
Zwar behautet Gabriele Behler, Ministerin für Schule, Weiterbildung,
Wissenschaft und Forschung, daß es diese Art des Unterrichtsausfalls
nicht gebe. Aber diese Aussage ist bestenfalls im Zusammenhang des Wahlkampfes
zu sehen. Mitte der 80er bis Mitte der 90er war an vielen Schulen der
Stempel "Wegen Lehrermangel nicht erteilt" eine durchaus übliche
Einrichtung. Mit diesem Stempel wurden vielfach Fächer wie Physik,
Biologie oder Chemie versehen. Erst die Abschaffung des Stempels auf ministerielle
Weisung ließ diesen Eintrag aus den Zeugnissen verschwinden. Real
hat sich aber an den Schulen nichts verändert. Repressionen als Ausweg? Die Ansätze der beiden Großparteien in ihren Wahlkampfprogrammatiken
sind ähnlich. Sie versprechen den WählerInnen eine bessere Ausstattung
an den Schulen. Beide sind aber nicht in der Lage, plausibel zu machen,
woher das Geld kommen soll. Einzig das Einbeziehen der Wirtschaftskonzerne
in die Bildungspolitik scheint diesen phantasielosen Gesellen einzufallen.
Die Wirtschaft soll stärker in die Ausgestaltung von Lehrinhalten
einbezogen werden, so heißt es allenthalben. Statt über steuerliche
Belastung der Konzerne Finanzquellen zu erschließen, versuchen sowohl
SPD als auch CDU mit einer Unterordnung der Bildungseinrichtungen unter
dem Diktat der Konzerne, diese dazu zu bewegen, Geld zu investieren. Raus auf die Strasse Wer Veränderungen will, muß sich artikulieren. Es hilft nichts, an Wahlkampfthesen oder die Vernunft von PoltikerInnen zu glauben. Es hilft auch nicht, sich auf die Bemühungen von SchülerInnenvertretungen oder Allgemeinen StudentInnenausschüssen zu verlassen. Diese sind immer nur so stark, wie ihr sie macht. In diesem Sinne: Bewegung kommt von Bewegen. Also am 11. Mai zum Bilker S-Bahnhof. ViSdP: Christian (Happus) Happ
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