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Zoff auf dem Campiello |
Im Neusser Theater am Schlachthof bringt das Ensemble Theater vom Schlachthof Carlo Goldonis Stück "Il Campiello" auf die Bühne |
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Was der italienische Dramatiker im frühen 18. Jahrhundert
äußerst witzig darstellte: das turbulente Leben temperamentvoller
Menschen aus der Venezianischen Unterschicht, wirkt durch die sprachliche
Modernisierung Peter Turrinis und des Schlachthof-Ensembles auch für
die ZuschauerInnen des 21. Jahrhunderts komisch, die sich im 18. nicht
so auskennen. Dabei hat Sven Post in seiner Neusser Inszenierung doch
des Guten zuviel getan, indem er die AkteurInnen, die italienischen ArbeiterInnen,
einen Maccarena-Tanz aufführen lässt. Andere moderne dramaturgische
Einfälle wie die homoerotische Wendung passen wiederum gut ins Bild.
Die wild zusammengewürfelte Musik unterstreicht manche Sequenzen
stimmungsvoll - z. B. die komisch-romantische Kussszene Zorzettos und
Gneses oder das überraschende glückliche Ende -nicht nur das
klasse gespielt von den Furien Pasqua (Claudia Goertsches) und Catte (Claudia
Brasse). Im anderen Moment wird zwar durch die marzialische Rammstein-Gitarre
der Macho-Gestus Anzolettos (Marc Andrä) witzig konterkariert, aber
dieser Bruch ist doch etwas zu krass, um sich wirkungsvoll in die Komödie
einzugliedern.
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Das
Stück ist noch in dieser Spielzeit im TaS zu
sehen
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