Der
OSD feiert Geburtstag
Am
1. April feierte die Altstadtwache des Ordnungs- und Servicedienstes Düsseldorf
ihr einjähriges Bestehen.
Zu diesem Anlass lud die Food not Bombs-Gruppe Düsseldorf direkt vor dessen
Eingang auf dem Burgplatz in der Altstadt ein.
Die
Einladung hierzu lautete wie folgt:
Sicher
muss es werden – glamourös soll es sein!
Empfang
anlässlich des Geburtstags des Ordnungs- und Servicedienstes Düsseldorf
Zur
Innenstadtaktion laden ein: Food not Bombs: “Wir würden uns freuen, möglichst
viele Applauswillige und adrett gekleidete Menschen begrüßen zu dürfen. (…) Wir
sorgen für ein schmackhaftes Gratis-Buffett, bequeme Sitzmöglichkeiten,
Tischservice und Unterhaltung.” 1
Um
ca. 16 Uhr 10 näherten sich zwei männliche Polizisten, die wahllos PassantInnen
ansprachen und diese fragten, ob sie verantwortlich für die Aktion seien.
Niemand zeigte sich verantwortlich und so teilte einer der Polizisten mit, dass
er ohne Verantwortlichen Personalkräfte zusammenziehen und die Veranstaltung
räumen lassen würde. Die Polizisten entfernten sich daraufhin. Die
Menschenansammlung belief sich zu diesem Zeitpunkt auf ca. 100 Personen.
Trotz
der Eskalation durch die Polizei konnte die Veranstaltung erfolgreich
fortgesetzt werden. Um ca. 17.00 wurde eine Rede gehalten, die auf ironische
Weise die Situation in Düsseldorf beschrieb und durch vier Frauen untermalt
wurde, die an passenden Stellen in der Rede jubelten und mit USA-typischen
Chearleader - “Puscheln” die Aufmerksamkeit auf das Geschehen zogen. Um ca.
18.00 wurde die Aktion nach Aussage einiger InitiatorInnen erfolgreich beendet.
Ungefähr 500 Flugblätter wurden in diesen zwei Stunden verteilt.
Am
Abend gab es die interne Mitteilung, dass BeamtInnen in Zivil (anscheinend
waren es die gleichen Beamten, die auch bei der Veranstaltung anwesend waren)
zwei Personen in einem Düsseldorfer Kaufhaus ansprachen und nach ihren
Personalien fragten. Als Begründung wurde angegeben, eine der beiden sei
“Wortführerin” der Aktion gewesen. Desweiteren wurde diese gefragt, ob sie
bereit sei, alleine mit einem Beamten in Zivil mitzukommen. Dies wurde von der
Person verneint, daraufhin wurde als Grund angegeben, man habe sie nach ihrer
Telefonnummer. fragen wollen. Die Person gab ihre Personalien an und wurde
danach ebenfalls frei gelassen
“Burgplatz:
Rangeleien mit der Polizei
Rangeleien
auf dem Burgplatz gab es gestern zwischen einer kleinen Gruppe von
Demonstranten und der Polizei. Die Initiative Kaiserswerther Straße und die
Gruppe “Food not bombs” versammelten sich dort, um gegen den städtischen
Ordnungs- und Servicedienst zu protestieren. Als die Polizei die Personalien
eines Verantwortlichen aufnehmen wollte, kam es zu kleineren
Auseinandersetzungen. Die Polizei forderte Verstärkung an, dann aber beruhigte
sich die Lage wieder. Und die Protestler konnten weiter demonstrieren.” 3
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Die Bezeichnung “Zecken” entstammt dem rechtsextremen Milieu. Gegen
betreffenden Polizisten wurde eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.
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NRZ vom 2.April 2004