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Nach
Angaben von Antirassismusgruppen werden jährlich etwa 10.000 Abschiebungen
mit Lufthansa-Linienflügen abgewickelt. Seitdem am 28. Mai 1999 der
Sudanese Amir Ageeb in einer Lufthansa-Maschine unter den Misshandlungen
von BGS-Beamten zu Tode kam, sieht sich die zweitgrößte europäische
Fluglinie mit immer lauter werdenden Forderungen nach einem Rückzug
aus dem Geschäft mit der Abschiebung konfrontiert. Das antirassistische
Netzwerk "kein mensch ist illegal" hatte eine Kampagne mit dem
hässlichen Titel ''Deportation Class'' lanciert, pro asyl und amnesty
international schlossen sich in eigenen Stellungnahmen der Forderung der
linken Antirassismusgruppen an. Selbst die ÖTV und Cockpit bedrängten
im Herbst 2000 den Konzernvorstand, von den umstrittenen Abschiebeflügen
Abstand zu nehmen. |
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| Seit Wochen quälen die Tageszeitungen einen mit Berichten über die geplante Kandidatur des Ruhrgebietes inklusive Düsseldorf für die Austragung der Olympiade 2012. In schönsten Worten wird von den Möglichkeiten und dem Investitionsschub für die Region gefaselt. Was da auf einen zukommt, zeigen die Berichte der letzten Olympiaden. Rücksichtslos werden die Städte umstrukturiert, Kritik ist nicht mehr erwünscht. Alles was den schönen Schein stört, wird vertrieben. In Atlanta wurden Obdachlose zwangsweise aus der Stadt gebracht. In Melbourne wurden massiv Bürgerrechte eingeschränkt. Es geht aber auch anders. In Amsterdam Mitte der 80er Jahre und in Berlin Anfang der 90er Jahre schaffte es eine breite Kampagne mit teilweise sehr unkonventionellen Methoden, die Kandidatur zu Fall zu bringen. Wer nachschlagen möchte, sei für Amsterdam auf http://www.thing.desk.nl/bilwet/Cracking/nolympics.html verwiesen und für Berlin auf die Bücher "Kommunikationsguerilla" (Verlag Schwarze Risse) und auf "Bewegungslehre" (ID- Archiv). Im Ruhrpott hat das erste Treffen von Gegnern schon stattgefunden. Es gibt viel zu tun, doch noch ist gar nicht entschieden, ob NRW überhaupt den bundesweiten Zuschlag erhält. |
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| Na welch ein Wunder? Prompt am 10jährigen Jubiläumstag der Erschießung Rohwedders durch die Rote Armee Fraktion (RAF) in Oberkassel präsentiert das Bundeskriminalamt angeblich neue Spuren. Rohwedder war der Chef der Treuhand, der vom Staat eingesetzten Organisation, die für die Liquidierung der Vermögenswerte der verblichenen DDR bzw. der Übertragung derselben an westdeutsche Firmen zuständig war. Es gab nicht wenige Menschen in West, aber vor allem in Ost, die klammheimlich Freude über diese Tat empfanden. Oder war es doch die Stasi, wie später kolportiert wurde? Doch nun ist wieder alles anders. Auf einmal war es doch die RAF. Angeblich neue Spuren und neue Methoden ergaben das an einem Handtuch, das am Tatort gefunden wurde, ein Haar entdeckt wurde, daß das BKA Wolfgang Grams zuordnen könne. Der wurde Jahre später von Bundesgrenzschutzbeamten (BGS) ermordet. Da der aber nun mal tot ist, kann man sich nicht auf ihn stürzen und muss weiterermitteln. Und dann gibt es ja auch noch die neue RAF. Es ist erstaunlich, wie unkritisch Medien mit solchen gezielt verbreiteten Meldungen des BKA umgehen. Denn eine auch nur halbwegs nachvollziehbare Argumentation, woran das BKA dies festmacht, gibt es nicht. Dafür sind für nächsten Jahre wieder etliche Planstellen im BKA gesichert. |
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| Da hilft kein Ehegesetz und kein Frauenministerium, Frauenhäuser sind eine wichtige Einrichtung. Das gilt auch für die ach so weltoffene Stadt Düsseldorf. Im letzten Jahr haben 165 Frauen mit 155 Kindern Zuflucht im Frauenhaus vor ihren gewalttätigen Männern gesucht. |
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Jedes Jahr steigen die Zahlen der abgehörten Telefone. Dabei ist es egal, ob es sich um SPD oder CDU regierte Länder handelt. Nun hat die rot/grüne Bundesregierung auch noch die Befugnisse der Geheimdienste zum Abhören von Telefonaten, Faxen und Emails erweitert. Wie viele Anschlüsse überwacht werden, bleibt das Geheimnis der Geheimdienste, sie werden nur einem ausgesuchten Kreis von Parlamentariern bekannt gegeben, die der Geheimhaltung verpflichtet sind. |
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Man hatte sich das so einfach vorgestellt. Als die fünf türkischen
Geschäftsleute, die im November 1999 von der Düsseldorfer Polizei
irrtümlich festgenommen und mißhandelt wurden, erneut geschäftlich
in Düsseldorf weilten, gab es Shakehands mit den Stadtoberen und
als Zuckerle noch ein Buch - immerhin für jeden von ihnen - über
die schöne Stadt Düsseldorf am Rhein (Terz berichtete). Doch
so einfach wollten sich die Geschädigten nicht abkanzeln lassen.
Sie verklagen die Länder NRW und Baden- Württemberg, die den
Polizeieinsatz geleitet hatten, auf Zahlung eines Schmerzensgeldes von
einer viertel Million DM . Das begründet sich unter anderem auf die
Übernahme der Krankenhauskosten und den Ersatz für die Kosten
der vergeblichen Geschäftsreise. Nun sieht sich das Land NRW als
Opfer und hat Klageabweisung beantragt. Dafür ist man aber bereit
160 DM Schadensersatz zu zahlen. Immerhin für jeden. |
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Prügelnde PolizistInnen |
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Der Gründer der Düsseldorfer Interfinanz GmbH & Co. KG,
Carl Zimmerer, ist tot. Lange Jahre FDP- Mitglied driftete er mit der
Zeit immer nach rechts. Zimmerer ging zunächst zur 'National-liberalen
Aktion'. Zudem publiziert er regelmäßig in Zeitschriften der
extremen Rechten wie 'Junge Freiheit', 'Criticon', 'Nation und Europa'
und war laut rechten Publikationen auch an der Formulierung des REP-Parteiprogramms
beteiligt. |
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Die Firma ISI-Marketing, die auch in Düsseldorf in der Berliner
Allee 48 ein Call Center unterhält und u.a. Zeitschriften-Abos verkauft,
versucht Veröffentlichungen zu verhindern, die sich kritisch mit
den Arbeitsbedingungen dort auseinandersetzen. ISI hat beim Landgericht
Bochum eine einstweilige Verfügung gegen den Provider FREE! erwirkt,
weil auf einer dort gehosteten Website die Begriffe "Scheissjob"
und "miese Bude" fallen. Die Begriffe beziehen sich u.a. darauf,
dass BewerberInnen bei ISI eine Woche ohne Lohn schuften müssen und
nur übernommen werden, wenn sie einen bestimmten Verkaufsschnitt
schaffen. Die inkriminierte Website wird nicht von FREE! sondern von einer
Gruppe gemacht, die auch die Flugblätter unter dem Namen "hotlines"
veröffentlicht. |
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Seit dem 9.Mai 22:30 Uhr herrscht wieder Friedhofsruhe und rechte Ordnung
bei den Olivgrünen in der Landeshauptstadt. Bei den Vorstandswahlen
füllte die Parteirechte die Mitgliederversammlung (MAV) und hob in
einer langen geplanten "Blitzaktion" Ex-Bürgermeister Wolfgang
Scheffler, Ex-Fraktionsgeschäftsführer Günter Karen und
Peter Lukaczyk in den Vorstand. |
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Es gibt sicherlich einige Leute in dieser Stadt, die gerne zumindest
einige Sachen aus dem islamischen Rechtsbuch Fatwa übernehmen würden.
Dazu gehört sicherlich das Handabhacken für Ladendiebe. Das
würde dann sofort ausgeweitet werden auf Sprayer. Auch wenn einige
in der CDU schon den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören,
soweit sind wir noch nicht. Erstmal wird versucht ,die Sprayer über
das Denunzieren zu kaschen. Die Stadt zahlt für jeden ertappten Sprayer,
der ein städtisches Gebäude künstlerisch aufwertet, zwischen
50 und 500 DM. Das Denunzieren war ja schon immer Spezialität des
deutschen Michels und der Michaelas, das zeigen die Protokolle der Gestapo
wie auch der Stasi. So will die Stadt nahtlos an diese Traditionen anknüpfen.
Auch Kinder sollen einbezogen werden. Die erhalten dann zwar kein Geld,
dafür Sachzuwendungen. Schon früh sollen sie das erste Gebot
lernen: Ehret das Eigentum und lasset keine Abbilder auf denselben. |
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1. arbeitslose Als vor knapp drei Jahren gewählt wurde, hatte der neue Kanzler
versprochen, die Arbeitslosigkeit abzubauen. An diesem Versprechen wolle
er sich messen lassen. Nun sind einige Jahre ins Land gegangen und die
neue Wahl steht bevor. Und schaut man sich die Zahlen an, hat sich da
wohl nicht viel getan. 2. jugend Der Neusser Stammtischparolen-Propagandist an der Düsseldorfer Uni,
Dozent Dr. Albert Wunsch, hat sein besonderes Augenmerk auf die faulen
Jugendlichen gelegt: "Ihnen fehlt der eigene Antrieb, sich um einen
Berufseinstieg zu bemühen. Fertiglösungen auf dem Silbertablett
werden erwartet. Und selbst dann greifen viele Jugendliche nicht zu. Die
Arbeit ist ihnen zu schmutzig, zu mühevoll, bringt zu wenig Kohle,
oder die Arbeitszeiten entsprechen nicht den individuellen Freizeitinteressen."
(NGZ, 7.4.) Ja, so sind sie, die Jugendlichen. Auch durch das Silbertablett
lassen sie sich nicht täuschen und merken tatsächlich, was da
drauf liegt! 3. kinder Die Feststellung Lafontaines, dass "mit Sekundärtugenden wie
Fleiß und Pünktlichkeit ... sich auch ein KZ regieren"
lasse (RP, 10.5.) lehnt der Kommentator der Rheinischen Post, Ulrich Reitz,
mit einem klaren "NEIN" grundweg ab. Eins ist sicher, die 68er
mit ihrer schlunzigen Haltung und ihrem antiautoritären "Führungs"stil
wären bestimmt im KZ total untergegangen. Also hatte der Lafontaine
doch recht. Dass nun Kanzlers Frau die alte Suppe wieder aufkocht, könnte
ein Hinweis sein, dass die Regierungsmannschaft mit den Kids was vorhat.
"Pflichbewußtsein, Fleiß, Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft,
Verlässlichkeit, Anstand, richtiges Benehmen", (ebd.) wie es
Schröder-Köpf fordert, bedeuten, hirnlos dem demokratisch bestimmten
Führer durch dick und dünn folgen. |
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Eine weitere, besonders unappetitliche Form der politischen Gremienarbeit
durften die Mitglieder der Bezirksvertretung 2 (Düsseltal/Flingern)
in ihrer letzten Sitzung genießen. |
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Sieben Prozent der Haushalte sind ruiniert durch Überschuldung,
berichtet die Neuss-Grevenbroicher-Zeitung am 1. Mai. Als Gründe
benennen die katholischen und evangelischen Armutsbetreuer in ihrem Bericht:
"Trennung/Scheidung, Krankheit/Tod des Lebenspartners, Suchterkrankungen,
Arbeitslosigkeit, gescheiterte Selbständigkeit, Schwangerschaft (Wegfall
des Einkommens), überschätzte Zahlungsfähigkeit, Bürgschaft/Mithaftung,
Bildungsdefizite, persönliche, psychische Probleme, Konsumverhalten
sowie falsche Haushaltsplanung." |
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