Deutschland wird deutscher. "Die Welt ist zu Gast bei Freunden des eigenen Landes", beschrieb die
Rheinische Post das Phänomen und gab sich zugleich als Teil des Problems zu erkennen.
"Alles wieder ganz normal", schallt es unisono aus dem
bundesdeutschen Blätterwald,
was beweist, wie wenig normal es in Wirklichkeit hierzulande zugeht. Laut Umfrage des
Bielefelder Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung sind
60 % der Deutschen der Meinung, wir hätten "zu viele Ausländer" im Lande. Alles
weitere zur neuen
Gastgeber-Befindlichkeit in diesem Heft.
Bei AsylbewerberInnen
hört die Gastfreundschaft hierzulande schon auf. Nicht einmal die
Härtefall-Kommission
des Landtages mochte der Familie Idic ein Bleiberecht zusprechen. Derweil suchte mit der
NPD die Avantgarde des neuen Nationalismus Düsseldorf heim. Die Golden Zitronen
hingegegen betätigen sich im
Terz-Interview als Spielverderber und wollen "Teil einer
würdigen Gemeinschaft" sein - wie wir.