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Vor knapp einem Jahr hat die deutsche Bischofskonferenz auf Anweisung des Heiligen Vaters aus Rom einen Knaller losgelassen. Die katholischen Beratungsstellen für die Schwangerenberatung dürfen ab dem 1. Juli diesen Jahres keine Beratungsscheine mehr ausgeben, die einen straffreien Schwangerschaftsabbruch ermöglichen. Das gefiel den deutschen Laienpriester-Innen um die ehemalige ZdK-Vorsitzende
und CDU-Politikerin Rita Waschbüsch überhaupt nicht und sie gründeten
postwendend in der Höhle des Löwen, dem Bischofssitz Fulda, den Verein
"Donum Vitae" - Geschenk des Lebens. Getrennt marschieren, vereint schlagen Gemeinsam ist beiden die christliche Doktrin vom "ungeborenen Leben",
das bedingungslos zu schützen sei. Die einen behaupten, dass schon die
Herausgabe des Beratungsscheines so etwas ähnliches sei wie Beihilfe zum
Mord, die anderen gehen pragmatischer mit dem Scheinchen um. Sie können
darauf verweisen, dass im Jahre 1997 von über 20.000 Frauen, die in die
katholischen Beratungsstellen gekommen sind, immerhin 25 Prozent von ihrem
Vorhaben der Abtreibung Abstand genommen haben. Solche Frauen gehen wahrscheinlich
nun den Fundamentalisten ohne Schein durch die Lappen und treiben munter
ab, so denken die Funda-men-ta-listen mit Schein. Oberbürgermeistersfrau für Donum Vitae Die Düsseldorfer First Lady Hille Erwin hat nun die Schirmherrschaft
des Vereins in Düsseldorf übernommen. Warum sind Katholenprofis gegen Scheine? Zum Schluss noch ein Auszug aus der Festpredigt des Kurienkardinals Joseph Ratzin-ger anläßlich des silbernen Bischofsjubiläums von Kardinal Joachim Meisner (Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln vom 26. Mai), der verdeutlicht, warum die Kirche so grundsätzlich gegen die Bera-tungs-papiere eingestellt ist: "Eine Kirche, die viele Papiere hervorbringt aber keine Berufungen von Menschen, die sich ganz dem Herrn schenken, ist ein Weinstock, der in die Blätter schießt und keine Trauben trägt. Papiere vergehen, Wörter verhallen, Strukturen werden überholt. Der Herr aber sucht die Frucht, die bleibt." Das hat der Ratzinger wirklich schön gesagt. Erinnert aber irgendwie an den großen Spruch des Fundamentalisten aus Georgien, der mit Vornamen auch Josef hieß. |
Hille Erwin für Donum VitaeZoff im Katholenlager jetzt auch in Düsseldorf? |