Nach Berechnungen des DSW fehlen bundesweit rund 21.000 Wohnheimplätze.
"Gerade für ausländische Studierende ist die Situation in vielen
Städten äußerst schwierig. Denn sie haben zur Zeit keinerlei
Sicherheit, dass sie an ihrem Hochschulort auch wirklich wohnen können",
sagte die stellvertretende DSW-Generalsekretärin Andrea Hoops. Die Erfolge
der speziellen Programme der Bundesregierung zur Förderung des internationalen
Austauschs würden somit an anderer Stelle konterkariert.
"Eine zentrale Voraussetzung für die weitere Internationalisierung
der Hochschulen ist die Schaffung von zusätzlicher Wohnkapazität",
forderte Hoops. Das DSW hatte Bund und Länder in den vergangenen Jahren
wiederholt dazu aufgefordert, sich an der Finanzierung zusätzlicher Wohnheimplätze
zu beteiligen. Hoops forderte die Länder auf, die entsprechenden Kreditprogramme
des Bundes zu nutzen.
Die Broschüre "Wohnraum für Studierende -
Statistische Übersicht 2003" ist zu finden unter:
www.studentenwerke.de/pdf/wohnraum_stud_03.pdf
Parallel zur Bologna follow-up Konferenz der europäischen BildungsministerInnen
findet vom 18.-20. September das erste Europäische Bildungsforum (EEF)
statt.
Während bei der offiziellen Konferenz in Berlin VertreterInnen von Regierungen,
der europäischen Kommission, von StudentInnengewerkschaften und Hochschulrektorenkonferenzen
tagen und über den Stand und die weitere Umsetzung des Bologna-Prozesses
beraten, ist das erste EEF ein offenes Forum für alle Betroffenen der europäischen
Bildungspolitik. In Anlehnung an die Sozialforen in Porto Alegre und Florenz
soll eine breite Plattform geschaffen werden, auf der von unten' über
die Zukunft der europäischen Bildung diskutiert werden soll.
Die Entwicklung europäischer Bildungspolitik ist für die meisten
Lernenden und Lehrenden ein Buch mit sieben Siegeln. Vielleicht ist der Begriff
Bologna-Prozess' noch bekannt - aber was verbirgt sich dahinter? Was bedeutet
für die Betroffenen die Einführung europaweiter Qualitätssicherungsstandards,
des Bachelor-Master-Modells, eines Kreditpunktesystems oder die Schaffung eines
europäischen Hochschulraumes?
Zu diesen Fragen sollen am 18. und 19.09. Workshops, Seminare und Podiumsdiskussionen
angeboten werden. Hierbei werden verschiedene Aspekte europäischer Bildungspolitik
thematisiert und deren Entwicklung kritisch analysiert und hinterfragt. Neben
der Analyse und der Kritik der gegenwärtigen Bildungspolitik steht vor
allem die Entwicklung von Alternativen im Zentrum der Veranstaltungen. Dabei
gliedert sich das Forum in vier große Themengebiete: Zugang zu Bildung,
Bildung und Gesellschaft, Möglichkeiten der Beteiligung und Internationalisierung.
Am 20.09. findet abschließend eine Demonstration statt, die sich gegen
die zunehmende Kommerzialisierung, Entdemokratisierung und Ausgrenzung von Bildung
richtet.
Eingeladen zum ersten Europäischen Bildungsforum sind alle Interessierten
- man kann sich entweder zu verschiedenen Themengebieten einfach schlau machen,
oder auch selber einen Workshop anbieten.
Das EEF wird initiiert und unterstützt vom europäischen Netzwerk Education
is not for sale', attac campus, Gruppierungen aus den Gewerkschaften, der Bundes-SchülerInnen-Vertretung,
verschiedenen ASten (u.a. dem AStA der HHU), europäischen StudentInnen-Verbänden
und zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen.
Nähere Informationen findet Ihr auf der Homepage: www.eef2003.org
www.terz.org - 26.8.2003