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Der Absatzmarkt für Comicheftchen steckt gerade in
der Krise. Während noch vor kurzer Zeit ein wahrer Boom herrschte,
der sich darin erschöpfte, oft ausgelutschte Ami- Serien auf den
hiesigen Markt zu schmeissen, haben sich deutsche KünstlerInnen erst
recht spät an diesem neuen Genre versucht und sind damit teilweise
recht erfolgreich.
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comic Wanda Caramba Vol II erschienen No. 1 +2 - 36 Seiten in s/w - Zwerchfell Verlag - jeweils 6 DM |
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Ein weiteres Album eines deutschen Comickarrieristen. Die anderen Arbeiten
von Andreas Dierßen hinterliessen manchmal zwiespältige Gefühle,
wobei das zeichnerische Talent immer brilliant war. Im vorliegende Album
versucht er sich an etwas anderem. Einzeilige Panels zu erstellen, in
denen man in der Regel gerade mal drei oder vier Einzelbilder zu Verfügung
hat und bei denen doch etwas herüberkommt, ist nicht gerade einfach.
So sind auch einige daneben geraten, die überwiegenden Anzahl jedoch
macht reichlich Spass zu lesen. Da hat jemand mal seinen ganzen angestauten
Frust in Sarkasmus umgewandelt und ihm freie Bahn gelassen. Da bekommt
jeder sein Fett weg. Häufig haarscharf an der Grenze des schlechten
Ges-chmacks balancierend, gelingt Dierßen meistens diese Gratwanderung.
Was sich dabei natürlich geradezu anbietet, ist das Frau/Mann Verhältnis.
Ein Stoff, der wohl in alle Ewigkeit ein Thema bleiben wird. Das endet
für die beiden "Helden" Grabert & Schramm allerdings
nicht immer günstig. Ein weiteres beliebtes Thema sind Langweiler,
die einem ja überall begegnen und denen man ja niemals das sagen
würde, was man über sie denkt, schliesslich ist man ja viel
zu gut erzogen. Grabert und Schramm dürfen das jedoch, und sie tun
es reichlich. MEIKEL F |
comic Keine böse Absicht Andreas Dierßen - Zwerchfell Verlag - 36 Seiten in s/w - 9.90 DM |
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Es gibt wohl kaum jemanden, der von Dr. Mabuse noch nichts gehört hat.
Auch wenn nicht alle die Filmklassiker "Mabuse" (1922) und "Das Testament
von Dr. Mabuse"(1933) von Fritz Lang (sowie spätere Adaptionen mit Filmbösewicht
Gert Fröbe) gesehen haben, ist der Mythos Mabuse auch fast 80 Jahre nach
Veröffentlichung der Geschichte präsent. Es ist erstaunlich, daß sich
bis jetzt niemand diesen Stoff für einen Comic ausgesucht hat, wo sich
dieses Genre doch förmlich dafür anbietet. Ganz und gar nicht erstaunlich
ist jedoch, wer nun diese Heftchenreihe zeichnerisch umgesetzt hat. Es
konnte niemand anderes sein als Isabel Kreitz. Und auch die anderen Beteiligten
Eckhard Breitschuh und Stefan Dinter sind langjährige Comicenthusiasten.
An einem feuchtfröhlichen Abend heckten die drei zusammen mit dem Chefredakteur
des Zwerchfellverlages das Projekt aus und gingen mit der Idee einer Coproduktion
zum großen Carlsen Verlag, der sofort begeistert war. So beginnt ein sehr
seltenes Abenteuer der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit im Comicbusiness
zwischen klein und groß. Es sollte aber nicht nur eine werkgetreue Umsetzung
des Buches von dem nicht gerade unumstrittenen Autor Norbert Jacques geben,
sondern die Geschichte sollte in der jetzigen Zeit spielen. Die Figur
des Dr. Mabuse bietet sich natürlich geradezu an, sie auf Nazis zu beziehen.
Nicht von ungefähr verbot Goebbels 1933 umgehend den Film von Fritz Lang;
zu eindeutig war die Parallele zu sehen. Im Comic hat Mabuse die geistige
Gewalt über den alten Nazi Hauptmann Keller, der versteckt in Südamerika
lebt, aufgespürt wird und nach Deutschland gebracht wird (wenn das auch
mal in der Wirklichkeit immer so schnell und einfach gehen würde). Dort
soll er im Intercity nach Hamburg zur Vernehmung gebracht werden, doch
durch Mabuse kommt alles anders. Das Unglück von Eschede - 100 Tote, viele
Schwerverletzte. Darunter ist auch Inger, Journalistin und Tochter des
Hamburger Staatsanwaltes Lohmann, zu dessen Fällen nicht nur der Nazi
Keller gehört, sondern auch ein mysteriöser Beinahe Gau in einem AKW.
Der Vater von ihm jagte damals Mabuse. Mit dem Tod von Keller findet Mabuse
ein neues Werkzeug für seine Untaten im Neonazi Ben. Und da gibt es noch
zwei Gestalten, die auf der Suche nach Mabuse sind. Spannend, spannend
das Ganze. Dazu gibt es jede Menge an Informationen über die Beteiligten
und viel Hintergrundinformationen über Autor und Geschichte, sowie ein
Preisrätsel. Sehr lohnenswert und besonders lesenswert. Es gibt wohl kaum
jemanden, der von Dr. Mabuse noch nichts gehört hat. Auch wenn nicht
alle die Filmklassiker "Mabuse" (1922) und "Das Testament
von Dr. Mabuse"(1933) von Fritz Lang (sowie spätere Adaptionen
mit Filmbösewicht Gert Fröbe) gesehen haben, ist der Mythos
Mabuse auch fast 80 Jahre nach Veröffentlichung der Geschichte präsent.
Es ist erstaunlich, daß sich bis jetzt niemand diesen Stoff für
einen Comic ausgesucht hat, wo sich dieses Genre doch förmlich dafür
anbietet. Ganz und gar nicht erstaunlich ist jedoch, wer nun diese Heftchenreihe
zeichnerisch umgesetzt hat. Es konnte niemand anderes sein als Isabel
Kreitz. Und auch die anderen Beteiligten Eckhard Breitschuh und Stefan
Dinter sind langjährige Comicenthusiasten. An einem feuchtfröhlichen
Abend heckten die drei zusammen mit dem Chefredakteur des Zwerchfellverlages
das Projekt aus und gingen mit der Idee einer Coproduktion zum großen
Carlsen Verlag, der sofort begeistert war. So beginnt ein sehr seltenes
Abenteuer der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit im Comicbusiness zwischen
klein und groß. MEIKEL F |
comic Mabuse 0 - 4 - Kreitz/Breitschuh/Dinter Carlsen/Zwerchfell Verlag 36 Seiten in s/w - jeweils 7.90 DM (die Null-Nr. ist kostenlos) |