Keine
Rückkehr zum Sparfög
In einem Offenen Brief
(siehe http://www.fzs-online.org/article/1188/de/)
forderte der studentische
Dachverband ”freier zusammenschluss von studentInnenschaften” (fzs)
alle
Bundestagsabgeordneten auf, den Haushaltsentwurf 2005 nachzubessern.
Der
Entwurf sieht für die BAföG-Förderung von Studierenden
eine Kürzung von 19
Millionen Euro vor; die Gesamtmittel werden eingefroren. Statt der
Kürzungen
fordert der fzs, die Bedarfs- und Einkommenssätze endlich wieder
an die
gestiegenen Lebenshaltungskosten anzupassen.
Sascha Vogt vom Vorstand des
fzs: ”Schon der 15. BAföG-Bericht 2003 hatte eine Anpassung um 3 %
empfohlen,
seitdem ist die Kluft von Lebens und Förderwirklichkeit noch
größer geworden.”
Bleibt die Anpassung aus, droht aus Sicht des fzs die Entwicklung des
BAföG zu kippen.
Vor allem Haushalte mit geringem Einkommen und Kindern in Ausbildung
wären
davon betroffen.
“Wir können uns keine
Rückkehr zum Sparfög leisten, noch ist die Quote der
Studierenden aus so
genannten bildungsfernen Schichten rückläufig”, kommentierte
Nele Hirsch den
Haushaltsentwurf 2005. Finanzielle Gründe für eine erneute
Nicht-Anpassung
schließt Hirsch aus: ”Es kann doch nicht sein, dass für
Elite-Unis bis 2010
über 700 Millionen Euro, für das BAföG aber kein
einziger Cent zusätzlich
bereit steht.”
Der fzs hat Reformvorschläge
inner- und außerhalb des bestehenden Systems der
Ausbildungsförderung
erarbeitet, die unter http://www.fzs-online.org/article/260/de/
abrufbar sind.
Event-Kalender Oktober 2004
> Kino 77 präsentiert:
5. Oktober:
Big
Fish
12. Oktober:
Dogville
19. Oktober:
Erbsen auf halb 6
26. Oktober:
Before night falls
Kino 77 ist das Programmkino
des AStA der FH Düsseldorf. Vorführungen während der
Vorlesungszeit: jeden Di.,
20 Uhr im Audimax, Josef-Gockeln-Str. 9
> Studierendencafé
Freiraum präsentiert:
5. Oktober:
Cocktailparty,
ab 21.00 Uhr, Josef-Gockeln-Str. 9 (Außentreppe links neben
FH-Haupteingang)
Café-Öffnungszeiten:
Di. bis
Do. von 12 bis 15 Uhr
> SozialKult-Party (Motto: ”Army-Night”)
7. Oktober ab
21.00 Uhr,
Uni-Gelände, FH-Gebäude, 24.21, Bushaltestelle Uni-Mitte
> Ein Semester in
Sibirien?!
Veranstaltung zum Programm
”Go East” des ”Deutschen Akademischen Austausch Dienstes” (DAAD)
14. Oktober, 18.00 Uhr,
Josef-Gockeln-Str. 9, Foyer vor dem Audimax
Studentische StipendiatInnen,
die an dem Programm teilgenommen haben, werden über ihre
Erfahrungen berichten.
Veranstalter: AStA FH-D und
Akademisches Auslandsamt an der FH-D
> Neonazismus zwischen
Terror, Wahlen und Eventkultur
Info- und
Diskussionsveranstaltung des FH-AStA
20. Oktober, 19.00 Uhr,
Studierenden-Café Freiraum, Josef-Gockeln-Str. 9
(Außentreppe links neben
FH-Haupteingang)
Das Bild des Neonazismus hat
sich verändert. So genannte Freie Kameradschaften schaffen es,
ihre
“Mitglieder” viel stärker zu binden als die früheren
Parteien. Und noch etwas
hat sich geändert: Mittels Musik mit extrem rechten Texten werden
Jugendliche
gezielter angesprochen und an den militanten Neonazismus heran
geführt. Dieser
erscheint heute als eine Art Eventkultur; der aus ihm resultierende
Terror wird
oft übersehen. Führende Vertreter der “Freien
Kameradschaften” und die
Parteispitze der NPD haben Mitte September ihre künftig enge
Zusammenarbeit
bekannt gegeben. Der “Kampf um die
Straße”, der “Kampf um die Köpfe” und der “Kampf um die
Parlamente” sollen
effektiver zusammengeführt werden.
Der Multimedia-Vortrag des
”Antirassistischen Bildungsforums Rheinland” (ABR) beschreibt die
Entwicklung
des Neonazismus in Deutschland. In einem zweiten Teil gibt er einen
Einblick in
die neonazistischen Strukturen in NRW und im Raum Düsseldorf.
Veranstalter:
AStA FH-D,
AusländerInnenreferat, Café Freiraum und Antifa-Ak
> Kongress: ”Nein zur
Ökonomisierung von Wissenschaft und Bildung!”
23. & 24.
Oktober,
Universität Köln sowie Alte Feuerwache Köln
Die derzeit angepriesenen
”Reformen” im Hochschulbereich sind Teil eines kapitalistischen
”Reform”-Programms, angefangen von der Gesundheits”reform” bis zu Hartz
IV. Im
Kern geht es um die Absicherung und Steigerung von Profiten. Diese
Intention
ist auch bei der Umstrukturierung der Hochschulen offensichtlich und
zeigt sich
deutlich, wenn Unternehmen den ”Bachelor-Studenten” Arbeitsplätze
anbieten und
dafür die Umgestaltung des Studiums bestimmen wollen. Nebenbei ist
damit auch
die demokratische Kontrolle der Bildung ausgehebelt. Wie in den anderen
gesellschaftlichen Bereichen erweist sich auch hier die
”Privatisierung” als
Enteignung demokratischer Rechte.
Veranstalter:
Arbeitsstelle
Neonazismus FH-D in Kooperation mit den ASten von FH-D, HHU und Uni
Köln sowie
fzs, LAT NRW, ver.di und Rosa-Luxemburg-Stiftung
Nähere
Infos siehe
www.arbeitsstelle-neonazismus.de
> Faschistische Parteien
verbieten? – Pro und Contra
27. Oktober,
19.30 Uhr,
Zentrum “Hinterhof”, Corneliusstr. 108
Immer wieder keimte in den
letzten Jahrzehnten die Diskussion darüber auf, ob es sinnvoll
sei,
faschistische Parteien zu verbieten bzw. deren Verbot zu fordern. Zwar
war nach
dem Scheitern des NPD-Verbotes kaum noch etwas über das Thema zu
hören, mit den
aktuellen Wahlerfolgen extrem rechter Parteien taucht die Frage in der
politischen Diskussion aber wieder auf.
Nach einer Einführung ins
Thema, bei der es auch um die Frage geht, wie sich ein Verbot faschistischer Parteien juristisch
durchsetzen ließe, vertreten zwei Diskutanten Pro und Contra der
Verbotsfrage.
Mit Jürgen Schuh
(VVN-BdA-Kreissprecher) und N.N. (Stattzeitung TERZ)
Veranstaltet in
der Reihe
”INPUT – antifaschistischer Themenabend” des Antifa-Ak an der FH-D
> Vorankündigung:
Antifa-Wochenendseminar des fsz
Vom 10. bis 12.
Dezember
bietet der studentische Dachverband fzs in Kooperation mit mehreren
ASten für
StudentInnen ein Wochenendseminar in NRW an, das Grundlagenwissen zum
Thema
extreme Rechte (auch an Hochschulen) und antifaschistische Arbeit
vermitteln
wird. Nähere Infos für Düsseldorfer Studierende unter
Email: antifa-ak@gmx.de.
Bafög
Und da ist sie
wieder: Die
leidige Debatte um angeblichen Bafög-Betrug. Passend zum
Semesterbeginn
veröffentlichte die Rheinische Post vor wenigen Tagen einen
Artikel, in dem sie
NRWs Studierenden “Abzocke” und “Schwindel” vorwarf.
Hämisch
triumphierte sie
über den Ausgang einiger Prozesse, nach denen Studierende nun
“erschwindeltes”
Geld an den Staat zurückzahlen müssen. Gemeint waren
Fälle, in denen
Studierende die Ausbildungsbeihilfe beantragt hatten, ohne ihr
vollständiges
“Vermögen” anzugeben. Um Bafög zu behalten, müssen
zunächst sämtliche
Vermögensverhältnisse offen gelegt werden.
Bafög-berechtigt sind alle, deren
Vermögen die Grenze von 5.200 Euro nicht übersteigt. Nach
Aussage von
Studierendenvertretungen liegen die Gründe für das
“Schummeln” jedoch meist
nicht absichtlich in krimineller Energie, sondern in Unklarheiten oder
Unwissen. Viele Antragsteller hätten schlichtweg nicht gewusst,
dass ihre Oma
ein Sparkonto auf ihren Namen angelegt hätte oder ähnliches.
Zudem sei die
Prozedur des Antragstellens für viele kompliziert und
undurchschaubar. Generell
gibt es beim Bafögbezug einen Aufwärtstrend: 2003 stieg die
Zahl der
Bafög-Berechtigten um 7% im Vergleich zum Vorjahr. Kein
Wunder, angesichts
steigender Lebenshaltungskosten und dem Mangel an günstigem
Wohnraum. Doch auch
wer einen positiv beschiedenen Antrag in der Tasche hat, ist nicht
gerade auf
Rosen gebettet. Die monatliche Höchstgrenze liegt bei 585 Euro,
meistens jedoch
wird weniger gezahlt. Dass damit keine großen Sprünge zu
machen sind, dürfte
klar sein, zumal die Hälfte des Gesamtbetrages als Darlehen gilt,
das nach
Studienende zurückgezahlt werden muss.
Doch die Hetze
der
Rheinischen Post auf einige, die das Geld vielleicht wirklich nicht
zwingend
nötig hätten, passt in den aktuellen Diskurs. Kanzler
Schröder reagierte auf
den wachsenden Unmut gegen Hartz IV & Co. mit der wütenden
Unterstellung,
in Deutschland herrsche eine “Mitnahmementalität”, die sogar
bis tief in den
Mittelstand hinein reiche. Da würde einfach jede soziale Leistung
in Anspruch
genommen, die zu holen sei. Aha. Das heißt also, wer nicht das
nötige Kleingeld
hat, soll sich schämen, wenn es darum geht, Wohngeld,
Erleichterung bei GEZ
oder andere Einsparungen zu organisieren?
Wir empfehlen:
Mitnehmen,
was geht!
Auch unbedingt
mitnehmen:
Das Antifa & Multikulti
Referat laden ein zur:
PARTY!!!
Arschwackeln für die Antifa
Das Haus wird gerockt mit
den Damen & Herren an den Plattentellern:
Letti Carotti (volle Möhre
Reggae & riot grrrl)
Le Mo (sixties & soul)
Krümel (gitarrengeschrammel
& popmusic)
The Typ (Punkrock & Ska)
Außerdem Cocktails! Eintritt
frei
23.10.2004 ab 21Uhr SP
Saal (im AStA hinter der Unibibliothek)
Straßenbahn/Bus 707/835
www.terz.org - 29.9.2004