musicPopuläre jüdische Künstler
Berlin-Hamburg-München 1903-1933
Wien 1903-1936
Die angeblich ach so goldenen 20er Jahre waren ohne jüdische Künstler
und Künstlerinnen nicht denkbar. Maßgeblich wurde die damalige populäre
Unterhaltung von ihnen geprägt. Diese beiden CD´s setzen ihnen ein
bisher einmaliges Denkmal. Es gibt auch einen Einblick in die damalige populäre
Musik, die für unsere heutigen Ohren nicht nur etwas Nostalgisches an sich
hat, sondern auch etwas sehr Schräges. Natürlich haben sich auch damals
schon viel Musikstücke um die Liebe gedreht. Sie sind teilweise köstlich
komisch und teilweise sehr freizügig. Häufig kommt ein spezieller
Humor durch, wie ihn viele jüdische KünstlerInnen sich aneigneten
oder auch im jiddischen Sprachwitz zu finden ist. Die meisten jüdischen
KünstlerInnen sahen sich jedoch gar nicht als JüdInnen, sondern als
Deutsche bzw. Österreicher. Der auch schon Ende der 20er Jahre grassierende
Antisemitismus war dennoch präsent und fand im Humor sein Ventil.
Schon im ersten Lied auf der Doppel-CD Berlin-Hamburg-München 1903-1933
macht sich Max Hansen 1928 über Hitler lustig; auf der CD Wien 1903-1936
berichtet Franz Engel 1932 über ein antisemitisches Erlebnis bei seinem
Friseur. So ist in diesem zeitgeschichtlichen Dokument neben Ernstem und Lustigem
viel Abwechslungsreiches zu hören. Beides sind großartige CD´s
die viel Spaß bereiten. Weniger Lustiges bieten die hervorragenden Booklets.
Neben einen Einblick in die Geschichte jüdischer Kunst, werden die einzelnen
Künstler und Künstlerinnen gewürdigt, deren Leben oftmals tragisch
endeten und zwar mit dem Tod im KZ.
Meikel F
Populäre jüdische Künstler
2 CD Berlin-Hamburg-München 1903-1933
1 CD Wien 1903-1936, Trikont
musicCello Trio
Zwei Brasilianer in Deutschland und ein Deutscher in Brasilien finden sich zusammen
und praktizieren klassische Tango Musik. Der Tango hat in Brasilien eine lange
Tradition. Seit mehr als 100 Jahren ist er aus dem musikalischen Repertoire
Brasiliens nicht wegzudenken, wenn ihn andere Stile auch sehr verdrängt
haben. Wer an die heissen Tangorhythmen aus Frankreich oder Argentinien denkt,
wird erstaunt sein. Die Musik der CD ist wesentlich ruhiger. Eingespielt mit
dem Cello, ist die Musik etwas zum Zuhören, zum Geniessen. Ist der erste
Teil noch sehr klassisch geprägt und eine Hommage an Ernesto Nazareth,
den Erfinder des Tango Brasileiro, ist der zweite Teil schon wesentlich experimentierfreudiger.
Mit zunehmender Dauer nimmt die Musik moderne Elemente auf. Insgesamt gibt die
CD einen Überblick über 100 Jahre Tangomusik in Brasilien. Die Musik
ist genau das Richtige für feuchte, kalte Dezembertage.
Tango Brasileiro
Piranha Musik
www.terz.org - 26.11.2001