Der AStA-Vorsitz informiert

Neuwahlen in NRW: Die rot-grüne Minderheitsregierung in NRW ist nach knapp zwei Jahren gescheitert, am 13. Mai wird neu gewählt. Aber was bedeutet eine neue Zusammensetzung des Landtages für die Bildungspolitik im Land? Das Landes-ASten-Treffen NRW hat zu diesem Thema Wahlprüfsteine entwickelt, die von der CDU, FDP, SPD, den Grünen und Linken sowie der Piratenpartei beantwortet werden sollen. Wie positionieren sich die Parteien im Falle einer Regierungsbeteiligung zu Fragen wie Studiengebühren, der Rolle des Hochschulrates, einem uneingeschränkten Promotionsrecht an Fachhochschulen, einem Rechtsanspruch auf einen Masterplatz für Bachelorabsolvent_innen und einem allgemeinpolitischen Mandat für die Verfasste Studierendenschaft?

Fachhochschule oder Hochschule?

Die FH-D stellt Überlegungen an, mit dem Umzug auf den neuen Campus in Derendorf auch ihren Namen zu ändern. Aus Fachhochschule soll Hochschule Düsseldorf werden. Ziel ist es, dass vermeintlich verstaubte und veraltete Image, das mit Fachhochschulen assoziiert wird, abzulegen und eine neue innovative Hochschule zu repräsentieren, die mit den Universitäten mithalten kann. Aber kann eine derartige Umbenennung tatsächlich einer Herabstufung und Diskriminierung der Fachhochschulen im Vergleich zu den Universitäten entgegenwirken? Oder bewirkt sie nicht eher das Gegenteil, vermittelt also den Eindruck, dass hier etwas kaschiert werden soll? Die außerordentliche Fachlichkeit und Praxisnähe, die derzeit im Namen zum Ausdruck kommt, könnte stattdessen genutzt werden, um das Image zu verbessern. Wichtiger als die Namensgebung erscheint zudem, ob die Studiengänge gut studierbar sind, es genügend Studienplätze gibt und ob sich Student_innen hier gut aufgehoben fühlen. Außerdem ist zu befürchten, dass die Kombination aus neuem Standort und neuem Namen zu einem Identitätsverlust führt und die "neue" Hochschule Düsseldorf in Derendorf nicht mit der seit 40 Jahren existierenden Fachhochschule in Verbindung gebracht wird. Letztendlich entscheidet der Senat. Ob die für eine Umbenennung nötige 2/3-Mehrheit zustande kommt, ist noch unklar.


Termine

Das AStA-Kulturreferat präsentiert:

Samstag, 14. April, 20 Uhr, Café Freiraum, Düsseldorf-Golzheim
Schreiraum-Konzert
mit Annisokay (Halle), Oakland Cowboys (Neuss), Crystal Field (Düsseldorf)
Der Zugang zum Café Freiraum befindet sich links neben dem Haupteingang des FH-Gebäudes auf der Josef-Gockeln-Straße 9, Außentreppe auf der Wiese.

"Arbeitskreis Kritische Theorie" und AStA-Referat für politische Bildung präsentieren in der Reihe "Das ausgeschlagene Erbe":

Dienstag, 24. April, 19.30 Uhr, zakk, Fichtenstraße 40
Philosophie im Angesicht der Verzweiflung – Einführung in Adornos negative Moralphilosophie
Referent: Paul Mentz
Ausgangspunkt der moralphilosophischen Reflexionen Adornos ist die grundlegende These der Dialektik der Aufklärung, dass die Emanzipation vom blinden Naturkreislauf und damit die Subjektwerdung des Menschen auf einem Prozess der fortschreitenden Rationalisierung beruht, der die Herrschaft über die innere und äußere Natur des Menschen blind reproduziert und so dazu beiträgt, Leid hervorzubringen. Es stellt sich daher die Frage, wie eine Moralphilosophie auszusehen hat, die angesichts der herrschenden Unfreiheit auf die Herstellung der Autonomie des Subjekts insistiert und zugleich das Einverständnis mit dem Leiden aufkündigt.
"Es gibt kein richtiges Leben im falschen", schreibt Adorno in den Minima Moralia. Andererseits weist seine Forderung, die Erziehung so auszurichten, "daß Auschwitz nicht sich wiederhole" darauf hin, dass er an der Möglichkeit einer das Leiden minimierenden Praxis festhält, auch wenn diese selbst wiederum Gegenstand von immanenter Kritik ist. Die negative Moralphilosophie Adornos ist aus diesem Grund eine radikale Kritik an der Herrschaft, die sich angesichts des Leidens nicht auf einen theoretischen Standpunkt zurückziehen kann, will sie nicht in Affirmation des Leidens und der Unfreiheit umschlagen.

Der Antifa-AK an der FH präsentiert:

Mittwoch, 25. April, 20 Uhr, ZAKK, Fichtenstraße 40, Düsseldorf INPUT – antifaschistischer Themenabend
Drinnen oder Draußen?
Über Aussteiger, Austreter, Rückzieher und Ausstiegsprozesse aus der Neonazi-Szene
Referent: Nils Schuhmacher (Sozialwissenschaftler, Hamburg)
In Kooperation mit dem zakk
Seit zwölf Jahren gibt es in Deutschland Versuche von staatlichen Institutionen und privaten Initiativen, Ausstiegswillige aus der extremen Rechten im Rahmen entsprechender Programme ideell und praktisch zu unterstützen. Mittlerweile unterhält neben dem Bund die Mehrzahl der einzelnen Bundesländer solche Einrichtungen, die vorrangig bei Polizei und Verfassungsschutz angesiedelt sind.
Effizienz, Effektivität und Erfolgsträchtigkeit dieser Angebote stehen seit Anbeginn in der Diskussion. Strittig sind auch – sofern vorhanden – die pädagogischen Konzeptualisierungen der Ausstiegsbegleitungen. Nicht zuletzt steht über all dem die Frage, ab wann von einem Ausstieg gesprochen werden kann.
Die Veranstaltung beleuchtet das weite Feld der Ausstiegskontexte, -programme und -konzepte aus einer nicht-administrativen Sicht und eröffnet den Raum für die Diskussion um Möglichkeiten und Grenzen von Ausstiegsbegleitungen.

Das AStA-Referat Café International präsentiert:

Freitag, 27. April, 19 Uhr, Café Freiraum, Düsseldorf-Golzheim
Opening Party Café International
Semester-Eröffnungsveranstaltung mit Live-Konzert der Band "Los Matatigres". Die Kölner Latino-Band spielt eine Melange aus Mariachiklängen, Cumbia und Calypso mit unterschiedlichen lateinamerikanischen Instrumenten. Anschließend: Jam-Session. Eintritt frei.
In Kooperation mit dem International Office.
Der Zugang zum Café Freiraum befindet sich links neben dem Haupteingang des FH-Gebäudes auf der Josef-Gockeln-Straße 9, Außentreppe auf der Wiese.