idiotoreal

Bei der vorletzten Bundestagswahl 2013 verfehlte die FDP die 5-Prozent-Hürde und schien schon dem Untergang geweiht. Der TERZ machte damals „nur noch der Zombie Christian Lindner Angst“. Und diese war berechtigt, wie sich heute zeigt. Bis zum Redaktionsschluss stand allerdings noch nicht definitiv fest, ob der Neo-Yuppie eine Hauptrolle in dem neuen politischen Horrorfilm übernimmt oder sich mit einer Nebenrolle abfinden muss. Eine der größten Nebenrollen – und eine besonders gruselige – fällt der AfD zu, das ist jetzt schon klar. Und einen Vorgeschmack darauf, wie die Rechtsaußen-Partei im Bundestag zu agieren gedenkt, bietet bereits ihr Verhalten im NRW-Landtag. Auch dürfte es sich in Zukunft schwieriger gestalten, Gauland und Konsorten den Zugang zu öffentlichen Auftritten zu verwehren, wie es jüngst in Düsseldorf glückte, als sich der Industrie Club nach massivem Druck gezwungen sah, eine Diskussionsrunde mit einem AfD-Vertreter abzusagen. Das Klima in Sachen „Abschiebungen“ und „Festung Europa“ wird sich wohl ebenfalls weiter verschlechtern. Vielleicht hilft auch dieses Mal nur noch Hilfe von außen wie sie 1938 eine Künstler*innen-Gruppe aus Ägypten leistete, deren Werke die Kunstsammlung gerade ausstellt. „Art et Liberté“ boten zu dieser Zeit der europäischen Moderne in Gestalt des Surrealismus Asyl und gaben in ihrem Gründungsmanifest die Losung aus: „Lasst uns gemeinsam das Mittelalter besiegen, das im Herzen des Okzidents entsteht.“