Kurzberichte zusammengestellt von Pierre Briegert
NPD-Demo am 1. Mai in NRW?
Von der NPD-Jugendorganisation "Junge National-de-mo-kra-ten"
(JN) ist in NRW seit der Abspaltung des Flügels um den ehemaligen
Landesvorsitzenden Achim Ezer im Frühjahr letzten Jahres (vgl. TERZ
7/8-99) nichts mehr zu hören. Alle verbliebenen Kräfte konzentrieren
sich heute auf die Mutterpartei. Die NPD ihrerseits ist gestärkt
aus diesem Prozeß hervorgegangen.
Für "Anfang Mai 2000" hat die nordrhein-westfälische
NPD eine landesweite Demonstration "gegen Sozialabbau und Massenarbeitslosigkeit"
im Ruhrgebiet angekündigt. Ein Termin Anfang Mai bietet sich geradezu
an, findet doch am 14. Mai die Landtagswahl in NRW statt. Die NPD wird
zu den Wahlen in NRW antreten, mit der Einschränkung, daß sie
es ihren Kreisverbänden freigestellt hat zu entscheiden, ob in den
einzelnen Wahlbezirken Kan-di-dat-Innen aufgestellt werden oder nicht.
Es dürfte bekannt sein, daß ein Verbot einer Demonstration,
die im Rahmen eines Wahlkampfes einer kandidierenden Partei durchgeführt
wird, nur selten von den Gerichten ausgesprochen wird. Ausnahmen bestätigen
allerdings die Regel, wie das Verbot der geplanten Großdemonstration
am 1.5.1999 in Bremen gezeigt hat.
Die Demonstrationen am 12.9.1998 in Münster, am 24.10.1998 in Bonn
und am 2.10.1999 in Köln haben gezeigt, daß die nordrhein-westfälische
NPD durchaus in der Lage ist, größere Demonstrationen zu organisieren
und unter entsprechendem Polizeischutz durchzuführen. Dieses Mal
scheint sie auf den 1. Mai zu schielen. Alles deutet auf eine landesweite
Demonstration am 1. oder 6. Mai im nördlichen oder westlichen Ruhrgebiet
hin, aus der aber auch schnell eine bundesweite Aktion werden kann. Aber
auch Düsseldorf als Landeshauptstadt könnte in die nähere
Auswahl kommen, wenngleich die lokale NPD-Struktur um den 69-jährigen
Eugen König kaum in der Lage sein dürfte, eine zentrale Rolle
bei der Organisation einer größeren Demonstration einzunehmen.
Aber auch am 12.9.1998 in Münster hatten es NPD und JN geschafft,
trotz eines sehr schwachen örtlichen Kreisverbandes aufzumarschieren.
Die Planung des NPD-Bundesverbandes für den diesjährigen 1.
Mai ist offensichtlich noch nicht abgeschlossen. Mit einer Entscheidung
ist nicht vor Mitte März zu rechnen. Einiges deutet aus der Erfahrung
des Vorjahres auf ein dezentrales Konzept hin, was sich allerdings auch
als Ablenkungsmanöver oder als Start einer Reihe von Testballons
herausstellen könnte. Der hessische NPD-Kreisverband Lahn-Dill hat
bereits eine Demonstration in Wetzlar angekündigt, auf der auch der
NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt sprechen soll.
Die "Elite der Nation"
Bei der konkreten Planung, Organisation und technischen Abwicklung einer
landes- oder gar bundesweiten Demonstration dürften neben dem NPD-Landesvorsitzenden
Udo Holtmann aus Oberhausen und seinen Stellvertretern Wolfgang Henning
aus Bochum, Erwin Kemna aus Lad-bergen und Bernd Kre-mer aus Essen insbesondere
die Aktivposten Torsten Crä-mer und Axel Hellmann aus Schwelm, der
Herner Kreisvorsitzende Claus Kremer, der Ord-ner-dienst-leiter der NPD-Bundesverbandes
Diet--mar May-er aus Troisdorf und das Ehepaar Jutta und Wolfgang Kevering
für die NPD-NRW unersetzlich sein. Letzterer ist seit 1998 einer
der umtrie-bi-gsten NPD-Kader in NRW. Daß er trotzdem nicht Mitglied
im Landesvorstand ist, ist darauf zurückzuführen, daß
er aufgrund seiner Vergangenheit in Absprache mit der NPD nicht für
Ämter auf Landes- und Bundesebene kan-didiert, um den Schaden für
die Partei in Gren-zen zu halten, falls sich die Öffentlichkeit für
Keverings "Karriere" zu interessieren beginnen sollte. Kevering
beging 1974 einen bestialischen Mord an einer 23-jährigen Frau, die
sich seinen Annäherungsversuchen widersetzte. Wegen dieses Mordes
und anderer Delikte (schwere Körperverletzung und Straßenraub)
wurde der damals 18-jährige zu einer neunjährigen Haftstrafe
verurteilt. Nach seiner Haftentlassung betätigte er sich in der NPD,
später bei den REPs, für die er 1989 auf dem aussichtsreichen
Platz 3 der Reserveliste bei den Kommunalwahlen in Herten kandidierte.
Dann kam seine Vergangenheit an die Öffentlichkeit und die REPs warfen
ihn aufgrund des öffentlichen Drucks aus der Partei. In den neunziger
Jahren machte Kevering in seiner alten Partei, der NPD, weiter - bis heute.
NPD in NRW im Aufbruch?
Insgesamt kommt die NPD in NRW seit einem Jahr offensiver daher. Der
Stamm der Führungskader hat sich verjüngt und auch die NPD-AktivistInnen
auf der Straße werden immer jünger. So führten am 29.01.2000
in Berlin 17- bis 20-jährige Neonazis aus dem östlichen Ruhrgebiet
mit einem Transparent der NPD NRW den NRW-Block an. Insbesondere der erwähnte
Kreisverband Recklinghausen und der Bezirksverband Südwestfalen unter
der Leitung von Torsten Crämer sind sehr umtriebig und rekrutieren
Leute aus ihrem Umfeld. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist 1999 ausgebaut
worden. Die Redaktionsmannschaft der Hauspostille des Landesverbandes
NRW, die "Deutsche Zukunft", wurde fast komplett ausgewechselt
und die Zeitschrift inhaltlich und vom Outfit her aufgepeppt. Seit Juni
1999 wird als zweites Blatt die vierseitige "Wir in NRW", die
vom Ehepaar Kevering erstellt wird, herausgegeben. Viele Kreisverbände
treten öffentlich wahrnehmbarer als früher in Erscheinung. Kontaktadressen
und wöchentliche Treffen werden freizügiger denn je präsentiert
- in der Einschätzung, daß man die Sache schon im Griff habe,
was in vielen Fällen leider auch zutrifft. Auch der Schulungsarbeit
wird etwas mehr Bedeutung beigemessen, was von den Abtrünnigen um
Ezer immer wieder gefordert worden war.
Fazit
Als Fazit soll mit dieser Einschätzung keineswegs ein "zweiter
Frühling" der NPD herbeigeredet werden. Trotzdem sollte die
aufgezeigte Entwicklung in der NPD sehr genau beobachtet und Aktivitäten
gegen sie weiter intensiviert werden. Es komme niemand und zeige sich
überrascht und unvorbereitet, wenn tatsächlich die NPD am 1.
oder 6. Mai im Ruhrgebiet oder gar in Düsseldorf mit mehreren Hundert
oder gar mehreren Tausend Nazis aufmarschieren möchte. So sehr es
auch von Nöten ist, gerade am 1. Mai durch eigene Aktionen in Erscheinung
zu treten, so nötig ist es auch, den Nazis diesen Tag nicht zu überlassen
- nirgendwo.
Nachtrag
Offensichtlich gibt es seitens der NPD auch Bestrebungen, am 1. Mai in
Hannover eine bundesweite Demo gegen die Weltausstellung EXPO durchzuführen.
Ob dieses Vorhaben "nur" dem Hirn des örtlichen Kreisverbandes
entsprungen ist oder ob auch der NPD-Bundesvorstand mitzieht, war bis
Drucklegung der TERZ nicht in Erfahrung zu bringen.
(Stand der Informationen: 24.02.1999)
Das Umland:
Verstärkte Neonazi-Aktivitäten
in Ratingen
Laut Mittteilung Ratinger Anti-fa-schist-Innen sind in letzter Zeit in
Ratingen immer umfangreichere Aktivitäten von Neonazis zu beobachten.
So treten z.B. die REPs durch Infostände, massives Plakatieren und
Einschüchterungsversuche gegen aktive AntifaschistInnen immer offensiver
in Erscheinung. Bei einer antifaschistischen Blockade eines Infostandes
der REPs wurde ein Antifaschist vom Ratinger Ortsvorsitzenden der REPs,
Friedhelm Zander (Mitglied des Stadtrats), mit einer Gaspistole bedroht.
Ratinger AntifaschistInnen vermuten die REPs auch hinter den Morddrohungen,
die postalisch an eine ortsbekannte Antifaschistin gerichtet wurden. Auch
rechte Jugendliche prägen immer mehr das Straßenbild. Gruppen
mit bis zu zehn Personen, die teilweise Hunde mit sich führen, sind
keine Ausnahme mehr. Im Sommer 1999 wurden drei Punks von einer zehnköpfigen
Neonazigruppe angegriffen. Unter den Angreifern befanden sich Mike Spengler,
Markus Küttemeier, Leon Koschitzki und Marco Ehlert. Derartige Vorfälle
sind inzwischen an der Tagesordnung. Bei Angriffen der Jungnazis wurden
schon mehrere Personen verletzt. Ein Jugendlicher erlitt z.B. einen Kieferbruch,
nachdem er von einer Gruppe Neonazis, unter denen sich die Gebrüder
Kröll befanden, angegriffen worden war. Ein Strafverfahren gegen
die Schläger wurde aus "mangelndem öffentlichen Interesse"
erst gar nicht eingeleitet. Daß die Ratinger Jungnazis bereits Kontakte
zur organisierten Neonazi-Szene pflegen und von dieser nach und nach eingebunden
werden, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, daß im Rahmen der bundesweiten
neonazistischen Aktivitäten anläßlich des 12. Todestages
des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß im August 1999 auch in Ratingen
themenbezogene Flugblätter und Aufkleber auftauchten. Um auf diese
Entwicklung öffentlich aufmerksam zu machen und dazu aufzurufen,
aktiv Widerstand zu leisten, rufen Ratinger AntifaschistInnen jetzt zu
einer antifaschistischen Demonstration am 8. April auf. Beginn ist 13.30
Uhr vor dem Ratinger Rathaus. Antifa heißt hinfahren!
Hätte man den Äußerungen der zuständigen Polizeibehörde
im letzten Jahr geglaubt, dürfte es den "Siepen-sturm"
aus Velbert-Neviges gar nicht mehr geben. Diese Gruppe von Jungnazis war
1998 und 1999 immer wieder durch Aktivitäten mit neonazistischen
Hintergrund in Erscheinung getreten und bewegt sich im Umfeld des "Nationalen
Forum Niederberg", der regionalen Struktur der "Freien Kameradschaften"
im Raum Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath unter der Leitung des
von Geldern nach Velbert gezogenen 24-jährigen Neonazis Normann Bor-din.
Inzwischen hat Bordin seine Zelte in der Velberter Innenstadt allerdings
wieder abgebrochen und sucht die Nähe des Duisburger Neonazis Michael
Thiel und dessen "Kampfbund Deutscher Sozialisten". Nach einer
etwas ruhigeren Phase sind seit einiger Zeit wieder verstärkt neonazistische
Aktivitäten im Raum Velbert festzustellen. Ob dieses auf die Haftentlassung
des von der "Hilfsgemeinschaft für nationale Gefangene"
(HNG) betreuten Velberter Neonazis Volker Schemaitat im letzten Jahr zurückzuführen
ist, kann allerdings nur vermutet werden. Mitglieder des "Siepen-sturms"
haben jetzt am 12.2. erneut zugeschlagen und dieses im wahrsten Sinne
des Wortes. Sechs von ihnen betraten eine Kneipe in Velbert, um - nach
eigenen Worten - "das Lokal auseinanderzunehmen". Nach dem ersten
fehlgeschlagenen Provo-zie-rungs-versuch schlug der Wortführer der
Gruppe einer 43-jährigen Frau ohne erkennbaren Grund ins Gesicht.
Gegen ihn wurde Strafanzeige erhoben. Die Ermittlungen hat nun erneut
der polizeiliche Staatsschutz in Düsseldorf übernommen. ³
Alle Jahre wieder -
Das "Come Back" des Torsten Lemmer
Seit längerer Zeit bereits deutet es sich an: Der ehemalige Fraktionsgeschäftsführer
der Düsseldorfer REP-Abspaltung "Freie Wählergemein-schaft"
(FWG), Torsten Lemmer (29), der 1993 seinen "Ausstieg aus der Politik"
erklärt hatte, und seine rechte Hand, der in Düsseldorf lebende
Chefredakteur des Rechtsrock-Magazins "Rock Nord" und ehemalige
Landesvorsitzende der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten"
(JN) in Hamburg, Jan Zobel (24), scheinen Großes vorzuhaben.
Zurück zu den Wurzeln
Die Lemmer-Kopie Zobel startete Mitte Februar seine bereits vierte Aufkleber-Welle
in den letzten Monaten. Nachdem bereits tausende Aufkleber mit dem Logo
der eingestellten JN-Zeitschrift "Einheit und Kampf" sowie Kleber
mit den Parolen "Fortuna Fans gegen links!" und "Für
Haider!!! Gegen linke Hysterie!" von Zobels jugendlichen Handlangern
in Düsseldorf angebracht wurden, brachte er nun eine neue Auflage
mit der Botschaft "Deutschland muß in Düsseldorf wieder
erkennbar sein!" in Umlauf. Zobel, der heute von seiner Wohnung In
der Donk in Düsseldorf-Reisholz aus agiert, scheint sich schwerpunktmäßig
um die Rekrutierung rechter Jugendlicher zu bemühen, die freudig
verkleben, was der nordische "Führer" ihnen in die Hand
drückt. Vor wenigen Tagen erschien auch die erste Ausgabe des "neuen"
Zobel-Blattes "Düsseldraht - Ein Stück Freiheit in Düsseldorf".
Sowohl der Name als auch das Logo und das komplette Layout der vierseitigen
Postille lassen keinen Zweifel daran, in welcher Kontinuität das
Blatt steht. Bereits 1992 und 1993 hatte Torsten Lemmer schon einmal einen
"Düsseldraht" erstellt, das damalige Sprachrohr der FWG,
welches mit der Auflösung der Organisation im Jahre 1994 eingestellt
wurde. Auch Lemmers Haussklave Stefan Königl, der schon 1992 und
1993 am "Düsseldraht" und in der FWG mitwirkte, ist bei
der Neuauflage wieder mit von der Partie. Königl, der - so O-Ton
Lemmer - "eine arme Sau" ist, "hin und wieder mein Auto
waschen darf" und "von mir auch schon mal auf's Maul bekommen
hat", wanderte 1994 ins Gefängnis, bevor ihn Lemmer wieder unter
seine Fittiche nahm - bis heute offensichtlich. Außenstehenden bleibt
nicht nur wegen dieses "kameradschaftlichen Verhältnisses"
verschlossen, wie sich jemand freiwillig unter Lem-mers "Schutz"
stellen kann. 1993 hatte dieser z.B. keine Sekunde gezögert, neben
einer Reihe von In-sider-infor-ma-tionen aus der lokalen extremen Rech-ten
auch Namen und Privatadressen von REP-, FWG- und Rechts-rock-"Kameraden"
(z.B. vom heutigen Mitglied der "Rock Nord"-Redaktion, Frank
Krämer) an die Düsseldorfer ANTIFA weiterzuleiten, in der Hoffnung,
seine "Aussteiger"-Legende ("Ich habe damit nichts mehr
zu tun. Laßt mich bitte in Ruhe") damit glaubwürdiger
erscheinen zu lassen1. Wer solche Freunde hat, muß sich vor seinen
Feinden nun wirklich nicht fürchten!
Auch die Bezeichnung "Jugendopposition Düsseldorf", unter
der Zobel in Erscheinung tritt und Mitteilungen an die lokale Presse verschickt,
hat ein Vorbild aus der "guten alten Zeit": den damaligen "Jugendoppositionsstammtisch",
der 1992 und 1993 in der Kneipe "Werstener Klause" (Kölner
Landstraße) stattfand und Jugendliche in die FWG-Strukturen integrieren
sollte. Hier wurde über Vorträge und Pamphlete neonazistische
Ideologie nähergebracht, aber auch Propagandamaterial wie Aufkleber
etc. zur Weiterverbreitung in Umlauf weitergegeben.
Der zweite Anlauf
Heute ist die Ausgangsposition mindestens ebenso günstig wie 1992.
Lemmer, dessen Firmen "Funny Sound" und "Creative Zeiten"
("MZ-Vertrieb", "Rock Nord") zu den führenden
Rechtsrock-Labeln und -Vertrieben in der BRD zählen, verfügt
inzwischen über einen festen Mitarbeiterstamm, über ein subkulturelles
Umfeld, das für eine politische Arbeit ansprechbar ist, und über
ein ausreichend stabiles finanzielles Fundament. Die ökonomische
Situation des Lemmer-"Reiches" ließ es sogar zu, daß
er sich selbst aus der alltäglichen Arbeit in seinen Rechtsrock-Firmen
nach und nach zurückziehen konnte und heute den Laden hauptsächlich
durch seine Teilhaber und Angestellten schmeißen läßt.
Aus der Einschätzung, so langsam an die derzeitigen Grenzen der möglichen
Profitabschöpfung auf dem Rechtsrock-Markt angelangt zu sein, folgte,
daß er sich nach weiteren lukrativen Möglichkeiten in anderen
Branchen umsah. So eröffnete er 1999 ein Sonnenstudio in der Weißenburgstr.
15 und kandidierte zur Vollversammlung der "Industrie- und Handelskammer".
Es deutet einiges darauf hin, daß Lemmer sein politisches Comeback
für eine Zeit vorbereitet hatte, in der er existentiell hervorragend
gesichert sein würde. Ende 1993 lag er fast völlig am Boden,
so daß er einige Jahre Ruhe für einen Neuaufbau brauchte. Ruhe,
die er nach seinem Rausschmiß aus Düsseldorf-Eller und dem
Umzug seiner Firmen in die Lise-Meitner-Str. 11 nach Langenfeld und einer
leider nicht sehr erfolgreichen antifaschistischen Kampagne gegen ihn
vor Ort seit 1996 ausreichend hatte.
Orientierung auf die REPs?
Es ist eine deutliche Annäherung von Lemmers Mannschaft an die Düsseldorfer
REPs um Andrè Manie-ra, Jürgen Krüger, Björn Clemens
und Frank Heise zu beobachten. Lemmer, der bereits 1990 REP-Mitglied war,
verfügt noch aus alten Tagen über gute Kontakte zu dem Düsseldorfer
Ratsherrn der REPs, Jürgen Krüger (ex NPD), der 1992/93 selber
Mitglied der FWG war. Offensichtlich scheinen Lemmer und Krüger die
Streitigkeiten von damals zu den Akten gelegt zu haben und brüten
an einer neuen Offensive; man versteht sich wieder prächtig. Im "Düsseldraht"
wird folgerichtig fleißig Werbung für die REPs gemacht. Lemmers
Mannschaft verfolgt währenddessen auch regelmäßig die
Sitzungen des Stadtrates und berät Krüger bei seiner parlamentarischen
Arbeit. Inwieweit hier ein Comeback bei den REPs in Vorbereitung ist oder
ob die REPs "nur" vor den eigenen Karren gespannt werden sollen,
läßt sich derzeitig aber noch nicht absehen.
Zobel auf "Anti-Antifa"-Kurs
Nebenbei scheint sich insbesondere Zobel stark für die Düsseldorfer
ANTIFA und für die "Antifa-Einpeitscher vom Düsseldorfer
Blättchen Terz', eines der Sprachrohre der gewaltbereiten Linken
im Rheinland" (Zobel in ROCK NORD Nr. 55), zu interessieren. Folgerichtig
deckt er sich regelmäßig mit linken Publikationen ein und stellt
- wenn auch erbärmliche - Recherchen über linke Strukturen in
Düsseldorf an, ein Unterfangen, das sich ebenso wie das gesamte politische
Wirken von Lemmer, Zobel, Krüger und Anhang in Zukunft schwieriger
gestalten wird - versprochen! (pb)
1 Wer diesen Angaben keinen Glauben schenken möchte, dem seien
die Tonmitschnitte der Telefonate zwischen Lemmer und der Antifa (liegen
der Redaktion vor) empfohlen. Was glaubst Du eigentlich, Frank, woher
wir wußten, daß Du und Dein Bruder Ronnie damals den REPs
beigetreten seid?
8.4.00, Ratingen, 13.30 vor dem Rathaus (Innenstadt Nähe
Marktplatz):
Dem rechten Terror entgegentreten -
in Ratingen und überall
Antifaschistische Demonstration gegen die zunehmende
neonazistische Gewalt und Organisierung vor Ort
Nähere Infos siehe Kurzbericht auf den Antifa-Seiten in dieser Ausgabe
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