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Sie erscheint auf realmanifestiertem Papier zum Ersten eines Monats und wird kostenlos verteilt.
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– oder schreibt an antifaschist_innen-aus-duesseldorf [at] riseup.net


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Termine


Linkes Zentrum

Hier findet ihr die aktuellen Termine!
September-Termine als pdf-Datei


Festivals:


This is Flingern Not L.A. #15
Fr.+Sa., 05.+06.09., AK47, Kiefernstr. 23
Nach dem Sommerloch geht´s gleich wieder los mit dem Flingern Festival! Diesmal unter dem schönen Musical-Titel ... The Sound of Flingern.

20 Jahre Salzmannbau – Jubiläumsfest drinnen wie draußen
Sa., 06.09., Salzmannbau, Himmelgeister Str. 107, ab 15h
In diesem Jahr feiern der Salzmannbau – im dem auch die TERZ seit 1996 einen kleinen Büroraum bewohnt – als sozio-kulturelles Zentrum in Düsseldorf und das Bürgerhaus Bilk ihren 20. Geburtstag. Aus diesem Anlass gibt es eine große Party mit einem Kultur-, Informations-, und Freizeitprogramm. In und um den Salzmannbau herum werden interessante Gäste, tolle Künstler*innen und viele Aktivitäten von kreativen und engagierten Menschen, Gruppen und Vereinen erwartet.

22. Kurdisches Kulturfestival
Sa., 13.09., Kaiser-Willhelm-Ring, ab 11h
Dieses Festival steht in der langjährigen Tradition, die kurdische Kultur und Sprache, die seit fast einem Jahrhundert im Mittleren Osten dem Assimilationsdruck des türkischen, irakischen, iranischen oder syrischen Staates ausgesetzt ist, international bekannt zu machen.


Edelweißpiraten-Festival
Sa., 13.09., ZAKK, Fichtenstr. 40, ab 15h, Eintritt frei
Zum 8. Mal erinnert dieses Umsonst & Draußen-Festival an die Held*innen der oppositionellen Jugendbewegung, die zu Zeiten des NS-Regimes unangepasst und widerständisch waren. Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 nahmen die Nationalsozialist*innen immer stärkeren Einfluss auf die Jugendverbände. Innerhalb kürzester Zeit wurden nahezu alle Bündnisse Jugendlicher verboten und in die Hitler-Jugend eingegliedert. Unter diesem Druck taten sich Jugendgruppen zusammen, die nach Selbstbestimmung strebten und den Nationalsozialismus ablehnten. Die Geheime Staatspolizei verfolgte sie unter der Sammelbezeichnung „Edelweißpiraten“ (wegen ihres Erkennungszeichens), die NS-Justiz bestrafte sie hart. Dennoch blieben die Jugendlichen standhaft und leisteten Widerstand. Das Düsseldorfer Edelweißpiraten-Festival setzt ihnen ein Denkmal und spannt den Bogen bis zur Gegenwart. Bei Konzerten, Streetart-Ausstellungen und Graffiti-Slams setzen sich Künstler*innen kritisch mit gesellschaftlichen Problemen auseinander und fordern die Jugend von heute zu eigenem, unabhängigem Denken auf.

Die „Bündische Jungend“ – zwischen Reichjungendführer und Edelweißpiraten
Mo., 22.09., ZAKK, Fichtenstr. 40, 20h, Eintritt frei
INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf heute im Rahmen des Edelweißpiraten-Festivals.
Referent: Jan Raabe (Argumente und Kultur gegen Rechts)
Die Anfang des 20. Jahrhundert aus dem „Wandervogel” entstandene „Bündische Jugend“ gehörte zu den indifferenten Bewegungen des letzten Jahrhunderts. Die „Lebensreformbewegung” ist hier ebenso präsent wie rassistische Gruppen. Noch heute berufen sich sowohl linke Gruppen wie die „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ auf diese Tradition als auch völkische Gruppen wie der „Freibund“. In der Öffentlichkeit bekannt sind dabei eher die progressiven Elemente und Gruppen, wie zum Beispiel die „Edelweißpiraten”. Tatsächlich wurden Teile der „Bündischen” im Nationalsozialismus verfolgt, anderseits schlossen sich ganze Gruppen begeistert der „Hitlerjugend“ an. Einzelne nahmen wichtige Positionen bis in die Reichsjugendführung hinein ein. Der Vortrag wird einen Einblick in die Geschichte und Denktraditionen der unterschiedlichen Strömungen der „Bündischen Jugend” geben. Dabei wird auch die aktuelle Bedeutung der „Bündischen” für die extreme Rechte beleuchtet.


New Düsseldorf Pop
Sa., 27.09., ZAKK, Fichtenstr. 40, ab 15h, Eintritt frei
Die dritte Ausgabe der Musikmesse. Vom Plattenlabel über Tonstudio bis hin zu Steuerberatung für freischaffende Künstler*innen geht hier das Spektrum. Live on stage: Der Plot // Ivory Clay // SØYL // Lima // Any Of Both // Alex Amsterdam // Fourgruppe // Neopren // Backyard Klezmer Band // Hannaford // Sex in Paris, Texas. Dritte Säule der New Düsseldorf Pop sind die Workshops, die unterschiedlichste Kenntnisse vermitteln.
www.new-duesseldorf-pop.de


Der Termin für die Micro-Pop-Week 2015 – Festival für Originalmusik – steht!
Sonntag, 15. März bis Samstag, 21. März 2015
Im April dieses Jahres ging die erste Micro-Pop-Week über die Düsseldorfer Bühnen. An sechs aufeinander folgenden Tagen gab es fünf Konzerte, einen Film und die Messe „Brandnester“, auf der sich über 20 Mini-Plattenlabels mit ihrer Arbeit vorstellten. Dieses schöne Projekt möchte Lama-Musik e.V. 2015 gerne wiederholen und dafür werden noch Mitstreiter*innen gesucht, die gerne einen Abend ausrichten möchten. Die Micro-Pop-Week will einen Eindruck vermitteln, was DIY-Kultur und selbstbestimmtes kulturelles Schaffen alles sein kann. Im Oktober soll ein Planungstreffen dazu dienen, die Ideen zu sortieren und Termine zu verteilen. Interessierte können sich gerne per Mail melden: info [at] lama-musik.de. Die Labelmesse „Brandnester“ findet am Abschlusstag im damenundherren statt. „Brandnester“ bietet den direkten Kontakt zu den Macher*innen. Vinyl, Tapes und CDs aus erster Hand – kein Amazon und keine Versandkosten. Es wird auch wieder die DIY-Werkstatt geben in der geschnitten, gestempelt und geklebt werden kann. Darüber hinaus sind kleine Konzerte am Nachmittag geplant. Messe und Abschlusskonzert werden von Lama-Musik e. V. koordiniert. Auch dafür werden ab sofort Anmeldungen entgegengenommen: info [at] lama-musik.de.


Lesung, Vortrag, Diskussion:


Politbrasserie: „Volksentscheid – soll der Pöbel entscheiden?“
Di., 09.09., damenundherren, Oberbilker Allee 35, 20h
Alle reden von Politikverdrossenheit. Wir nicht. Wir sind die Politikverdrossenheit, denn wir reden über Politik: über das, was uns stinkt, und über das, was wir natürlich viel besser machen würden, wenn wir die Macht hätten. mit anderen Worten: wir sind der Stammtisch! Themen gibt’s ja genug. reden wir mal über Volksabstimmungen und direkte Demokratie! Sind die Leute zu blöd dafür? Haben wir dann nicht die Todesstrafe und Minarettverbote an der Backe? Wäre das nicht viel zu nervig, diese permanente Abstimmerei? Wo kämen wir da hin, wenn wir bestimmen würden, wohin der Polithase läuft?

Combatants for Peace: Israel – Palästina
Mi., 10.09., ZAKK, Fichtenstr. 40, 19h, Eintritt frei
Je ein israelischer und ein palästinensischer Vertreter der „Combatants for Peace“ sprechen aus ihrer Perspektive über den Nahostkonflikt, berichten aber auch von ihrer Arbeit. Die „Combatants for Peace“ arbeiten sowohl in Israel als auch in Palästina. Die Mitglieder auf beiden Seiten haben sich entschieden, dem Kampf mit Gewalt und Waffen zu entsagen. Sie engagieren sich als Friedensorganisation für eine gemeinsame Zukunft. Die Mitglieder der Organisation waren entweder israelische Soldat*innen oder palästinensische Befreiungskämpfer*innen, also am bewaffneten Kampf beteiligt, jetzt setzen sie sich gemeinsam für ein Ende der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete ein. Im Jahr 2005 begann CFP mit Treffen, bei denen die Mitglieder ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Konflikt erzählten. Darüber hinaus beteiligen sich die „Combatants for Peace“ heute als binationale Gruppe an gewaltfreien Aktionen gegen die Besatzung. Sie setzen sich mit Bildungsprojekten und öffentlichen Veranstaltungen für einen Austausch der israelischen und palästinensischen Perspektiven im Konflikt ein (http://cfpeace.org). Veranstalter: Dialoggruppe Israel-Palästina.

Inforveranstaltung: Ärzte (und Ärztinnen) ohne Grenzen
Do., 11.09., Marien Hospital, Cafeteria, Rochusstraße 2, 19h
Ärzt*innen ohne Grenzen lädt zu einem Infoabend ein, bei dem Projektmitarbeiter*innen die Organisation vorstellen, Möglichkeiten der Mitarbeit aufzeigen und über persönliche Erfahrungen berichten.

Wir sind dabei, Geschichte zu verändern – Frauen in Nicaragua heute
Mi., 17.09., BiBaBuZe, Aachener Str. 1, 19.30h, Eintritt frei
Vortrag und Gespräch mit Monika Höhn zu ihrem neuen Buch über das Leben von 30 Frauen auf der Insel Ometepe.

Fluchtgrund sexuelle Identität
Do., 18.09., ZAKK, Fichtenstr. 40, 19.30h, Eintritt frei
Bereits 2001 hat die LAG Lesben in NRW mit einem Fachtag darauf hingewiesen, dass lesbisches und schwules Leben ein Fluchtgrund ist, aktuell droht dafür in fünf Ländern sogar die Todesstrafe: im Iran, in Saudi-Arabien, Sudan, Mauretanien und im Jemen, dazu kommen Teile von Nigeria und Somalia. In 71 Ländern und Regionen werden Haftstrafen verhängt. Diskutiert wurde in den vergangenen Monaten vor allem das Propagandagesetz in der Russischen Föderation, das die Rede- und Versammlungsfreiheit einschränkt. Hier geht es um Verletzungen der Menschenrechte, diese verbieten Diskriminierungen aufgrund von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität ebenso wie aufgrund von Behinderung, ethnischer Herkunft oder der Zuordnung zu einem sozialen Geschlecht. In Zusammenarbeit mit Quarterra, Queeramnesty und dem Flüchtlingsrat NRW will die LAG Lesben in NRW über Fluchtgründe aufgrund der sexuellen Identität informieren. Ziel ist es, für Verständnis und Engagement innerhalb der eigenen Communitys für die Refugees zu werben.

Gegenargumente Düsseldorf:
Wieder einmal:
Israel führt Krieg im Gaza-Streifen

Sa., 20.09., BiBaBuZe, Aachener Str. 1, 14h
(...) Die hiesige Öffentlichkeit bedauert betroffen die vielen zivilen Opfer, wägt parteilich das Recht Israels auf ‘Selbstverteidigung’ ab und entdeckt in dem Krieg wieder mal keinen wirklichen Sinn. Sie bedauert nämlich, wie immer nach größeren Kriegsaktionen im Gaza-Streifen, dass die diplomatischen Verhandlungen über irgendeinen ‘Friedenszustand’ oder irgendeine Form von ’Zwei-Staaten-Lösung’ mal wieder durch das kriegerische Eingreifen Israels, sowie durch den „sinnlosen“ Raketenbeschuss der Hamas, in weite Ferne gerückt ist.
So beklagen alle das Hin und Her von vergeblicher Hoffnung auf ‘Friedensfortschritte’, die ständig scheiternden Friedensgespräche und immer neu ‘ausbrechende’ Gewalt. Dabei werden die israelische Siedlungspolitik sowie die irgendwie berechtigten palästinensischen Autonomiewünsche inklusive diplomatischer und militärischer Gegenwehr der verschiedenen Palästinenserfraktionen von den Kommentatoren kritisch „betrachtet“.
Doch über das Wälzen der Schuldfrage für das Nicht-Zustandekommen einer ‘friedlichen Lösung’ kommt der eigentliche Gehalt des Gegensatzes, den die ungleichen Kontrahenten austragen, kaum zur Sprache – und wenn, dann nur als mehr oder weniger einseitig beantwortete Frage nach dem Recht der einen oder anderen Seite auf ‘Selbstverteidigung’. Diese Verteidigung beider Seiten bedeutet erkenntlich nicht die Existenz der Bevölkerung. Für ihren jeweils ausschließenden Anspruch auf Herrschaft über Land und Leute werden die Bewohner als Kampftruppe oder Opfer eingesetzt, bzw. betroffen gemacht. Dabei definiert Israel sich im Hinblick auf einen erst noch herzustellenden größeren Staat als unfertig und exekutiert sein ausgreifendes Staatsprogramm mit überlegener Macht. Es torpediert alle diplomatischen Verhandlungen um eine ‚Lösung des Konflikts‘ und schließt prinzipiell die Palästinenser als nicht dazugehörige, störende, weil diesem Anspruch im Wege stehende, also im Prinzip feindliche Mannschaft im ‚eigenen‘ Land aus. Demgegenüber steht der Anspruch palästinensischer Politiker, die um die Anerkennung ihres entgegenstehenden Anrechts auf eigene Herrschaft ringen. Ohne entsprechende Gewaltmittel sind sie um diplomatische Anerkennung und Einspruch auswärtiger Mächte bemüht, oder demonstrieren mit der beschränkten Gegengewalt, zu der sie fähig sind, den unbeugsamen Willen, ihr ‚heiliges Recht‘ auf eigene Staatlichkeit gegen Israel nicht aufgeben zu wollen.
Statt Parteilichkeit für die eine oder andere Seite oder ständig enttäuschter Hoffnung auf mehr ‘Einsicht’ auf beiden Seiten sollte und muss man dem Konflikt die Unversöhnlichkeit und Ausschließlichkeit konkurrierender Ansprüche auf Staatlichkeit entnehmen. Wo es um die Durchsetzung und Anerkennung des eigenen Gewaltmonopols geht, erfordert und rechtfertigt das in den Augen der Staatsaktivisten jede Gewalt, da entscheidet mithin die überlegene Gewalt. Dann wird an den Anrechten, um die da gekämpft wird, wohl auch nichts Gutes sein.
Wer mit uns über unsere abweichende Analyse diskutieren möchte, findet dazu hier Gelegenheit.
www.gegenargumente.com

Feministischer Lektürekurs Rebellinnen
Di., 23.09., ZAKK, Fichtenstr. 40 , 18h, Eintritt frei, Anmeldung erbeten: melanie.stitz [at] rls-nrw.de
Rebellinnen brechen Regeln, leisten Widerstand, wollen die Verhältnisse zum Tanzen bringen. Seminarleitung: Melanie Stitz. Zu Gast: Florence Hervé. Dieser Lektürekurs will sich anhand ausgewählter Texte mit dem Denken und Wirken rebellischer Frauen auseinandersetzen, ein Stück Geschichte der Bewegung kennenlernen und zentrale Debatten feministischer Theorie und Praxis besser verstehen. Die Texte werden in der ersten Sitzung ausgehändigt. Veranstalterin: Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW in Kooperation mit der feministischen Zeitschrift Wir Frauen.

Bagdad Marlboro
Do., 25.09, BiBaBuZe, Aachener Str. 1, 19.30h
Najem Walis neuer Roman beginnt im Jahr 2003, als die Amerikaner*innen Bagdad besetzen, doch er erzählt auch von den vorangegangenen Golfkriegen. Verbindendes Glied sind Briefe, die im Kuwait-Krieg geschrieben wurden und im Jahr 2003 endlich ihren Empfänger erreichen sollen. Lesung und Gespräch mit Najem Wali, Moderation: Michael Serrer.

Alles Mörder*innen außer Mutti: Christliche Abtreibungsgegner*innen auf dem Vormarsch
Di, 30.09., ZAKK, Fichtenstr. 40, 20h, 6,-/4,- Euro
Vordergründig geht es Abtreibungsgegner*innen um den Schutz des „ungeborenen Lebens“ sowie um den Erhalt von Familie und Traditionen. Tatsächlich jedoch verbirgt sich hinter der bürgerlichen Fassade ein menschenfeindliches Weltbild, in dessen Mittelpunkt die Durchsetzung eines christlich-konservativen Wertesystems steht. Hier gibt es keinen Platz für Menschen, die selbst über ihren Körper bestimmen wollen. Abtreibungsgegner*innen gehören zu einer wachsenden Zahl christlicher Fundamentalist*innen, die sich weltweit auf einem Kreuzzug gegen die (Post)Moderne wähnen: sei es im Kampf gegen Darwin, die Geschlechterpolitik, die (sexuelle) Selbstbestimmung, die Aufklärung oder die Schulpflicht. Dieser Kreuzzug hat unmittelbare Folgen für die Zivilgesellschaft. Der Vortrag wirft einen kritischen Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre und die Folgen für die Gesellschaft. Christoph Lammers ist Politikwissenschaftler und Chefredakteur des politischen Magazins MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit). Eine Veranstaltung des Düsseldorfer Ausklärungsdienstes DA!


Theater, Kunst:


Ruhrtriennale – International Festival of the Arts
Noch bis 28.09.
Zum dritten Mal findet dieses Jahr die „Ruhrtriennale – International Festival of the Arts in der Metropole Ruhr“ statt – letztmalig unter der künstlerischen Leitung von Heiner Goebbels. Die Ruhrtriennale ist ein Festival, das versucht, die „Kunst als Erfahrung“ zu erfassen, in der zeitgenössische Künstler*innen mit Industrieräumen in Berührung kommen, um einen Dialog zu entwickeln. Durch den Intendantenwechsel im Dreijahres-Rhythmus bekommt die Triennale immer neue Impulse, so wurde das Festival unter der Leitung von Goebbels zu einem Laboratorium, zu einer Plattform für aktuelle Entwicklungen der internationalen Kunstszene.
www.ruhrtriennale.de

Antje Ehmann, Harun Farocki: „Eine Einstellung zur Arbeit“
Di.-So. 10-18h, Fr. 10-22h, Museum Folkwang (Essen) Eintritt 5,- / 3,50 Euro erm.
In der Videoinstallation bedienen sich Ehmann und Farocki der Methode der Lumière-Brüdern, die versuchten, jedes Detail in der bewegten Welt mit nur einer Kameraeinstellung festzuhalten. Denn genau wie die Brüder aus Lyon finden Ehmann und Farocki jedes Detail wertvoll genug, um es festzuhalten. Eine einzige Kameraeinstellung soll hier nicht nur das Thema „Arbeit“ beziehungsweise „Arbeitsprozesse“ im Detail festhalten, sondern auch den Versuch unternehmen, die Sachlichkeit der frühen Filme zurückzugewinnen. Dafür reisten sie in den letzten drei Jahren in 15 internationale Großstädte und produzierten mit örtlichen Videokünstler*innen und Filmemacher*innen rund 400 Kurzfilme, in denen unterschieldichste Formen von Arbeit dargestellt werden. Die Videoinstallation ist eine Aufforderung, die Arbeit im 21. Jahrhundert aus einer Perspektive zu betrachten, in der individuelle Handlungen kollektiven Zwängen unterliegen.

Andres Veiel: Das Himbeerreich – Banker sind auch nur Menschen.
Fr., 05.09. (Premiere), 15., 19., 20. und 30.09., jeweils 20h, Neuss, Rheinisches Landestheater, Oberstr. 95, Eintritt ab 14 Euro,
Was passiert, wenn mächtige Trader*innen und Manager*innen einer berühmten Bank aussortiert und in den Keller verbannt werden. Tun sie so, als sei nichts geschehen? Betreten sie, wie jeden Tag, adrett gekleidet und seriösen Mutes die Bank? Oder packt sie die blanke Wut?! – Vier Banker, eine Bankerin und ein Fahrer brechen das Schweigen. Sie entwickeln aus ihrer eigenen Geschichte eine Deutung der Finanzkrise, die einzelne Staaten in die Knie zwang. „Das Himbeerreich“ versucht, aus der Psychologie der Akteur*innen die Voraussetzungen und die Dynamik des Finanzcrashs zu erhellen.
www.rlt-neuss.de

Ivan & Rudolf – ein europäisches Musik Theater über den 1. Weltkrieg
Fr., 19. bis So., 21.09., Boui Boui Bilk, Suitbertusstr. 149, jeweils 19h
Der Ausgangspunkt des Projekts ist die wahre Geschichte zweier australischer Freunde, die sich seit Kindesbeinen kennen, und die nach 40 Jahren entdecken, dass ihre Großonkel 1916 in der Schlacht an der Somme kämpften. Sie starben jeder für sein Land innerhalb eines Monats. Die beiden Freunde beschließen, die Schlachtfelder, auf denen ihre Vorfahren fielen, zu besuchen. So beginnt ihre Pilgerreise zum Gedenken an diesen absurden und mörderischen „großen Krieg“. Eine Produktion von Theater Kontra-Punkt in Kooperation mit Théatre Maat im Rahmen des Düsseldorf Festival.

Claudia Bosse / theatercombinat: Castastrophic Paradise
Mi., 24.09. (Premiere), Botschaft am Worringer Platz, 20h (weitere Termine: Fr., 26. und Sa., 27.09. jeweils um 20h) Eintritt nur nach Anmeldung unter info [at] fft-duesseldorf.de
Welche Bilder von Kriegen und Katastrophen kennen wir, welche gelten als zulässig? Castastrophic Paradise untersucht mittels Recherchen zum gesellschaftlich Imaginären, zur Gefährdung von Körpern und zur Macht der Bilder das Potential von Strukturen im Zusammenbruch. Und durchkreuzt diese mit Fantasien über das Paradies als Fluchtpunkt aktueller politischer Verhältnisse. Es ist ein Stück über die Spezies Mensch, die begonnen hat, sich selbst zu vernichten, um sich neu zu erschaffen. Dafür greift die Künstlerin Claudia Bosse auf Gespräche zurück, die sie unter anderem in New York, Tel Aviv, Brüssel und Beirut geführt hat. Im leerstehenden Lichtspieltheater aus den 50iger Jahren am Worringer Platz verräumlicht Bosse mit ihrem Kollektiv theatercombiat Aussagen über Revolution, Bürgerkrieg, Freiheit, Terrorismus und Demokratie und nutzt sie als Ausgangspunkt für Bewegung. So entsteht aus alltäglichen Bewegungen und Gesten eine Choreografie der Katastrophe.
www.forum-freies-theater.de/0910/catastrophicpara.html