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Mit einer neuen Offensive plant die Düsseldorfer CDU, den Wechsel zu einer restriktiven Drogenpolitik in Düsseldorf zu beschleunigen. Der Plan: der "Sozialdienst katholischer Männer und Frauen" (SKFM) soll in Düsseldorf eine neue Drogenberatungsstelle namens "Kom-pass" eröffnen. Parallel hierzu soll die "Düsseldorfer Drogenhilfe e.V.", in der derzeit noch die Verbände der freien Wohlfahrtspflege das Sagen haben, so umstrukturiert und geschwächt werden, daß die Stadtverwaltung das letzte Wort bei allen Entscheidungen hat. Wir erinnern uns: Im Dezember letzten Jahres hat die CDU mit der ausschlaggebenden
Stimme des REP die Einrichtung von "Drogenkonsumräumen"
und die Teilnahme an einem Bundesmodellprojekt zur Originalstoffvergabe
an schwerst erkrankte Drogenabhängige abgelehnt und die entsprechenden
Haushaltsmittel gestrichen. Die Drogenhilfe hatte diesen Wechsel weg von
einer fachlichen hin zu einer ideologisch orientierten Drogenarbeit in
Düsseldorf massiv kritisiert. Eine "Umstrukturierung" wurde
angekündigt. Mitten in der politischen Sommerpause rief CDU-Fraktionsgeschäftsführer
Albert Weißen-fels dann eine Sitzung des von ihm geleiteten Ausschusses
für Gesund und Soziales vor. Dort beantragte der SFKM dann Gelder
zur Errichtung seiner Beratungsstelle "zum 01.10.2000". Dieses,
offenbar zwischen CDU und katholischer Kirche abgestimmte Vorgehen, brachte
nicht nur die Opposition aus SPD, Grünen und PDS auf die Palme. Selbst
der FDP-Mann im Ausschuß lehnte es ab, über diesen Antrag zu
entscheiden. Das Konzept des SKFM sei "mit liberalen Grundsätzen
nicht vereinbar". Zahlreiche Ansätze des Konzeptes setzten offenbar
auf Zwangsangebote, schätzte die Opposition ein. Auch die anderen
Wohlfahrtsverbände von AWO über die evangelische Kirche bis
zum Jüdischen Wohlfahrtsverband distanzierten sich vom Vorgehen des
SKFM. Der hatte es - entgegen allem Üblichen - nämlich nicht
einmal für notwendig erachtet, die anderen Träger der Drogenarbeit
in Düsseldorf über seine Pläne zu unterrichten. Thomas Brehm (ToB) |
Drogenhilfe plattmachen - die CDU bläst zum Angriff |