Termine
Linkes Zentrum
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SICHTBARMACHUNG
Hier und da sind sie noch schemenhaft zu erkennen, und immer neue tauchen in Nischen, an Säulen, Wartehäuschen auf: lebensgroße Schattenrisse von Menschen, mit Kreide an die Wand gezeichnet oder mit Tesakreppstreifen geklebt, daneben ein Plakat: "Sichtbarmachung". Über 45.000 Erwerbslose gibt es in Düsseldorf. "Durch Statistiktrickserei werden Hunderttausende weggerechnet", heißt es da. Die Idee kam beim Mittwochsfrühstück im zakk. "Wo sind denn die zigtausend Erwerbslosen, die hier in Düsseldorf leben? Warum sieht man die nicht?", fragte jemand. "Wir machen uns selbst unsichtbar", meinte eine Mittvierzigerin. "Sogar politisch Engagierte verlasse, sobald es um ihre eigene Erwerbslosigkeit geht, der Mut." Einige erzählten, dass auch sie Schiss hätten, sich öffentlich als Erwerbslose zu outen. Dumme Anmache hatte schon jedeR erlebt. Und dann die BILD-Zeitungshetze gegen Enrico Frank, der Tatort von Margarethe von Trotta, in dem Hartz-IVler durch die Bank als unzurechnungsfähige AlkoholikerInnen gezeigt wurden. Alles "Sozialschmarotzer"? Dass viele da kuschen, ist verständlich.
"Wenn sich zigtausende Düsseldorfer Erwerbslose nicht trauen auf die Straße zu gehen, dann wollen wir wenigstens deren Unsichtbarkeit sichtbar machen", hieß es in der Plakat-Aktionskunstwerkstatt. Gerade jetzt sei das um so wichtiger, weil bei allem Aufschwunggerede PolitikerInnen und Medien so täten, als seien nur noch diejenigen arbeitslos, "die nicht arbeiten wollen".
Bei der Aktion "SICHTBARMACHUNG" kann jeder mitmachen. Einer, der uns bei der Arbeit beobachtete, bat um ein Plakat: "Ich hänge das bei mir im Hausflur auf." Selbst diejenigen, die die Silhouette entfernen, können dem Projekt nicht ernsthaft etwas anhaben. Denn sie machen die Erwerbslosen nur noch ein Stück unsichtbarer, indem sie auch deren letzte Spuren entfernen. Für immer?
Vielleicht werden die 50.000 Erwerbslose in Düsseldorf ja doch irgendwann sichtbar, beginnen gar zu reden, Forderungen zu stellen ...
Jeden Mittwoch ab 9.30 Uhr:
Erwerbslosenfrühstück im zakk
Ab 10.30 Uhr offene Gesprächsrunde
Ab 11 Uhr Plakat/Aktionskunstwerkstatt
Sonderveranstaltungen November:
7. Nov., 10.30 Uhr
Der Tauschring stellt sich vor
21.Nov., 10.30 Uhr
KeineR geht alleine
Seminar der Düsseldorfer Arbeitsloseninitiative
WELTEN
Mo., 19.11., Zakk, Fichtenstr. 40, 17.00
Flüchtlinge aus aller Welt finden beim Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf eine Anlaufstelle. Aktuell hat eine Gruppe junger Flüchtlinge ein Theaterstück mit dem Titel "Welten" erarbeitet. Das Stück wurde von den Jugendlichen selbst entwickelt und vom Theaterpädagogen Mathias Huppenbauer (machart, Krefeld) inszeniert. Das Projekt beschäftigt sich mit den Erlebnissen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Publikum erlebt die Reise eines jungen Paares durch die Welt. Dabei trifft es auf interessante, skurrile, intelligente und fragwürdige Gestalten. Durch diese Begegnungen findet das Paar seinen Weg aus der Vergangenheit in die Zukunft. Nähere Informationen unter
www.psz-duesseldorf.de
Tango Mortal del peso - Leben und Sterben im neoliberalen Musterland
Mi., 21.11., Zakk, Fichtenstr. 40, 19.30, E 10,-/7,-
"Tango Mortal del peso" vom Theaterensemble "Berliner Compagnie" zieht wie ein argentinischer Tango ein Resümee von 25 Jahren neoliberaler Politik in Argentinien.
Lesung, Vortrag, Diskussion:
Diskussionsveranstaltung des Neusser Monat:
Der Antifaschismus und das Bekenntnis zur Demokratie
Vom Fehler der konstruktiven Kritik der linken Antifa-Bewegung
am 17. November 2007 um 17 Uhr im Kulturcafé Solaris 53, Kopernikusstr. 53
www.neusser-monat.de
Kollateralschäden an der "Heimatfront"
Mo., 05.11., Zakk, Fichtenstr. 40, 19.30, E 0,-
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Rolf Gössner über Menschenrecht in Zeiten des Terrors (VVN, Bibabuze, VDJ und zakk)
Karl-Heinz Dellwo: Das Projektil sind wir
Mi., 07.11., BiBaBuZe, Aachenerstr. 1, 19.30, E 4,-
Dellwo war als Mitglied der RAF an der Besetzung der Deutschen Botschaft in Stockholm 1975 beteiligt und insgesamt 21 Jahre im Gefängnis. Im Gespräch mit Tina Petersen und Christoph Twickel berichtet er über seinen Weg in den bewaffneten Kampf und seine Zeit im Gefängnis. Eine kritische Analyse des "Konzept Stadtguerilla" und ein politisch reflektierter Lebensbericht bietet sein Buch "Das Projektil sind wir - Der Aufbruch einer Generation, die RAF und die Kritik der Waffen."
"Flexicurity" - Was will die EU im Arbeitsrecht?
Di., 13.11., DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Str., 19.00
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit RA Thomas Schmidt und Prof. Dr. Berndt Keller.
Das Biedermeier-Komplott
Mi., 14.11., BiBaBuZe, Aachener Str.1, 19.30, E 4,-
Wie Neokonservative Deutschland retten wollen; mit Claudia Pinl.
Anarchistische Strömungen und Utopien
Do., 15.11., Solaris, Kopernikusstr. 53, ab 19.30
Zu den vielen Wurzeln des Anarchismus.
www.solaris53.de
In Video veritas!? Über den Nutzen und Nachteil der Kamera
So., 18.11, Zakk, Fichtenstr. 40, 11.00, E 0,-
Politisches Frühstück von attac: Wir tun vieles aufgrund von Bildern, die wir im Kopf haben und die zu einem beträchtlichen Teil von Medien produzierte Bilder sind. Von Massenmedien, die die herrschende Meinungen und damit in aller Regel die Meinung der Herrschenden in den dazu passenden Bilder liefern. Wie wirken diese Massenmedien? Sind wir ihnen hilflos ausgesetzt? Mit welchen Mitteln können wir ihnen etwas entgegensetzen?
Stephan Grigat: Fetisch und Freiheit
Di., 20.11., Probebühne der Studiobühne, Universitätsstr. 16a , 19.30
Der Autor spricht über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus.
Hot Topic - Popfeminismus heute
Fr., 23.11., Cafè Rosa Mond e.V., Lierenfelder Straße 39, 19.30, E 5,-
Lesung mit Sonja Eismann und Konzert mit "Rhythm King and Her Friends" (Elektropop, Berlin) & Support.
Ist Karl Marx nach Lateinamerika ausgewandert?
Do., 29.11., Zakk, Fichtenstr. 40, 19.30, E 0,-
Informationen & Diskussion mit Lucia Schnell (Berlin). Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Club, Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW & zakk.
Film:
Total Recall - Festival des nacherzählten Films
Sa., 10.11., Künstlerverein Malkasten, Jakobistr. 6A, ab 18.00
Jeder hat es schon einmal getan, jedem ist es schon einmal passiert. Das Nacherzählen eines Films: Beim "Total Recall" treten Filmfreaks und Soapfans, Gelegenheitskinogänger oder Cineasten gegeneinander an und haben 10 Min. Zeit, über Ihren (Lieblings-) Film zu erzählen und dürfen dabei keine Hilfsmittel benutzen. Das Publikum ist die Jury und entscheidet, wer die "Silberne Linde" gewinnt.
Disturbia - Transgressive Filme im Metropol
Mo., 12.11., 21.30, Metropol, Brunnenstr. 20
Kino, das fordert und nicht zur Ablenkung gedacht ist, wird immer seltener. Kino, das Leute verstört zurückläßt, gibt es heute kaum noch. Heute startet eine Filmserie mit unbequemen, aber gerade deshalb interessanten Filmen. Keiner der hier gezeigten Filme fand einen deutschen Verleih, denn grenzüberschreitende Filme waren selten massenkompatibel. Gezeigt wird "Käfig aus Glas" (Tras el Cristal) Spanien 1986 - 100 Min. - Farbe - O.m.engl.UT - Regie: Agustin Villaronga. Mit Günter Meisner, David Sust, Marisa Paredes u.a. "Ein Exil-Nazi mit einer Vorliebe für das Quälen und Töten kleiner Jungs liegt seit einem Selbstmordversuch in einer eisernen Lunge. Ein neuer Pfleger stellt sich vor und der Teufelskreis von Macht und Missbrauch beginnt erneut."
"Wecken und geweckt werden - 30 Jahre Punkrock in Düsseldorf"
Fr., 16.11., 21.30 und 23.30, Black Box, Schulstr. 4, E 5,-
Premiere der von Reda El Scherif und Konstantin Koewius fabrizierten Dokumentation "Wecken und geweckt werden - 30 Jahre Punkrock in Düsseldorf", in der mittels Interviews von Zeitzeugen wie Kurt Dahlke, Carmen Knoebel, Andi Meurer u.a. darstellt werden soll, wie Düsseldorf Ende der Siebziger zu einer der wichtigsten Städte des Punkrocks wurde. Anschließend Party im Q-Stall und Pretty Vacant.
Fünftes Filmfest der HHU
Mi., 21. - Fr. 23.11., Uni-Campus, Hörsaal 3A, tägl. ab 17.00
Das Filmfest an der Heinrich-Heine-Uni ist ein Kurzfilmwettbewerb für Nachwuchstalente und ihre ersten Filme, die nicht aus kommerziellen Gründen, sondern aus purer Leidenschaft für das Medium Film entstanden sind. Der Schwerpunkt liegt auf regionalen NachwuchsfilmerInnen aus NRW. Am Freitag im Anschluß Filmfest-Party im SP-Saal, AStA.
www.filmfest.uni-duesseldorf.de
Best of Oberhausen 2007
Do., 29.11., Black Box, Schulstr. 4, 19.30, E 6,50
Ein ca. 150 minütiges Programm mit den Preisträgerfilmen von den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen. Zum Publikumsgespräch bittet Lars Hendrik Gass, Leiter der Oberhausener Kurzfilmtage.
Konzerte & Partys:
Proudflesh & Strom
Do., 15.11., AK 47, Kiefernstr. 23, 20.00
US-Punk/Metal aus San Francisco und DeutschPopPunkGarage aus Berlin.
Er France
Di., 17.11., Galerie Slowboy, Oberbilker Allee 290
Spex: "spielerischer 80er-Jahre-Pop mit Stromgitarren-Drive".
www.slowboy.de
The Bishops
Mo., 19.11., Pretty Vacant, Mertensgasse 8, 20.00
Powerpop Beat aus London "eher "Retro" als "Indie", klingen nach "Beat" und "Swingin' Sixties"".
Skanker's Delight
Fr., 30.11., Ak 47, Kiefernstr. 23
Dubstep/Grime/Future Dub-Party -
www.myspace.com/cktrust
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kom!ma
November 2007
Verein für Frauenkommunikation e.V.
Salzmannbau, Himmelgeister Str. 107
Raum 202, 40225 Düsseldorf
Tel.: 314910, Fax: 31 49 84
e-Mail: komma [at] komma-duesseldorf.de
http://www.komma-duesseldorf.de
Balance der Weiblichkeit
Ausstellung mit Bildern von Andrea Mackenthun
Nach verschiedenen Versuchen mit Acryl und Aquarell entschied Frau Mackenthun sich für die Öltechnik. Ihre Hauptmotive sind Frauen, Gesichter und nackte Körper. Es fasziniert sie immer wieder, was man aus einem Körper herausholen kann, ohne das die Bilder vulgär wirken. Im Alter erhofft sie sich, sich ganz der Kunst widmen zu können. Bis dahin werden noch viele Experimente und Ausstellungen ihren Weg kreuzen.
Ausstellungszeitraum: 09.09 - 12.11.2007
Frauenforum
Zusammenschluss von engagierten Bürgerinnen der Stadt und Frauen aus Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen.
Jede Frau kann daran teilnehmen.
Ort: Rathaus, Marktplatz 1
Mittwoch, 14.11., 18:00 - 20:00 Uhr
Das Biedermeier - Komplott
Wie Neokonservative Deutschland retten wollen
Lesung & Gespräch mit Claudia Pinl, freie Journalistin
Claudia Pinl rechnet mit ihrem neuen Buch mit den Hermans Matusseks Schirrmachers etc. energisch ab und zeigt, "wie der neo-konservative Diskurs dazu beiträgt, Denkfiguren des rechten Randes in der politischen Mitte zu etablieren". Moderation: Mithu M. Sanyal (Journalistin), Kooperation: Buchhandlung BiBaBuZe; Frauenberatungsstelle Düsseldorf e.V.; Heinrich Heine -Salon e.V.; isl-internationale sozialistische Linke; kom!ma - Verein für Frauenkommunikation e.V.; Robert Burns -Gesellschaft Düsseldorf e.V.; Wir Frauen
Ort: BiBaBuZe, Aachner Str. 1, Kosten: 4,- Euro
Mittwoch, 14.11., 19:30
kom!ma zeigt Filme
DEN TIGERFRAUEN WACHSEN FLÜGEL
Regisseurin: Monika Treut D/Taiwan 2005, 83 min
Portrait über Frauen aus drei Generationen in Taiwan, das Zeugnis ablegt über die rasanten Veränderungen der Inselrepublik. Im Mittelpunkt stehen die Opernsängerin Hsieh Yueh-hsia, die Schriftstellerin Li Ang und die junge Filmregisseurin Chen Yin-jung, Gleichzeitig berichtet der Film von einem Taiwan, das vor dem Hintergrund der militärischen Bedrohung durch China auf einem schlingernden Kurs zwischen kollidierenden östlichen und westlichen Werten, Konfuzianismus und Globalisierung fährt.
Ort: Metropol, Brunnenstr. 20, 40225 Düsseldorf, Kosten: EUR 6,50/ 4,50
Sonntag, 18.11., 15:00 Uhr
Veranstaltungen falls nicht anders vermerkt:
kom!ma, Salzmannbau,
Himmelgeister Str. 107, 2. Etage, Raum 202