Das globalisierungs-kritische Netzwerk ATTAC macht sich Gedanken über die "Fehlentwicklungen" des kapitalistischen Marktes. In der Düsseldorfer Regionalgruppe werden hierzu die kruden Theorien der "Freiwirtschaft" von Silvio Gesell zu Rate gezogen.
Die in Frankreich gegründete Organisation ATTAC (dt.:
"Vereinigung zur Besteuerung der Finanztransaktionen zur
Unterstützung der BürgerInnen") entstand 1997 auf Initiative
der Zeitschrift "le monde diplomatique" und verbreitete den Vorschlag
des Ökonomen James Tobin zur Besteuerung von Finanzspekulationen
und Währungstransaktionen. Mit ... Forderungen an Staat und
Politik nach mehr "Gerechtigkeit" innerhalb kapitalistischer
Wirtschaftsorganisation hat sich das europaweite ATTAC-Netzwerk zu
einem öffentlichkeitswirksamen Bezugspunkt für Kritik am
neoliberalen Kapitalismus gemausert. Nicht das kapitalistische
Wertprinzip an sich, sondern dessen "ungerechtes" Verteilungsprinzip
stehen im Zentrum der Kritik dieses reformistisch gesinnten Netzwerkes,
das den "sozialstaatlichen" gegen den "neoliberalen" Kapitalismus
verteidigt. Das unterscheidet ATTAC von linken
globalisierungskritischen Bewegungen, die in der aktuell
vorherrschenden neoliberalen Doktrin lediglich eine
zeitgemäße Regulationsform kapitalistischer Verwertung
erkennen.Die Schaffung abstrakten Reichtums ist Zweck kapitalistischer
Produktion. Der Gebrauchswert ist lediglich die stoffliche Seite der
Mehrwertproduktion.
Nun muss nicht jede/r die theoretische Schule des Marxismus durchlaufen
haben, um sich berechtigt gegen die vorherrschenden sozialen
Verwerfungen zur Wehr setzen zu dürfen, denn Grund für
Widerstand gegen den aktuell sich vollziehenden Klassenkampf von oben
gibt es auch ohne linke Theoriebildung mehr als genug. Allerdings
läuft eine begrifflich undifferenzierte Kritik am vorherrschenden
Kapitalismus Gefahr, in ihrem Bestreben nach Gerechtigkeit falsche
Geister zu rufen.
Völkische Gesellen? Ein historischer Rückblick
In Düsseldorf suchen die ATTAC-AktivistInnen aktuell den Rat von
sog. Freiwirtschaftlern und riefen einen Vertreter des Vereins
"Initiative für eine natürliche Wirtschaftsordnung" (INWO)
zum Vortrag. Mit jenen "Freiwirtschaftlern" teilt ATTAC die
Vorstellung, dass Finanzspekulation eine ziemlich üble und nicht
gerade dem Gemeinschaftswohl dienliche Sache ist. Diese an sich nicht
von der Hand zu weisende Einschätzung hat jedoch in ihrer
Verabsolutierung schon in der aufkommenden völkischen Bewegung des
letzten Jahrhunderts ziemlich unappetitliche Blüten getrieben.
Die Vorstellung von einem "Dritten Weg" zwischen Kapitalismus und
Kommunismus prägte schon die Diskussionen in der völkischen
Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland.
In jener Umbruchszeit entstanden abstruse Erlösungsvereine in Form
von EsoterikerInnen und OkkultistInnen, antisemitische Sekten und
religiösen Erweckungsbewegungen, die mit ökonomischen
Patentrezepten, Weltverschwörungstheorien und messianischen
Welterneuerungsthesen Lösungsangebote für die sozialen
Verwerfungen der kapitalistischen Moderne unters Volk zu bringen
versuchten. In jenem geistigen Milieu veröffentlichte auch der
Gründer der Freiwirtschaftslehre, der in Belgien geborene
Großkaufmann Silvio Gesell, seine Schriften einer verklärten
und spießbürgerlichen Geldutopie. In dem Bestreben nach
Erschaffung eines "ehrlichen" Kapitalismus zur Abschaffung von
"unverdientem Mehrwert" wurde die kapitalistische
Zirkulationssphäre als vermeintlicher Gegensatz zum ehrlich
"schaffenden Kapital" zur Ursache von Übel und Ausbeutung
gedeutet. Die Forderung Gesells nach einer "freien" Geldwirtschaft
reihte sich ein in Bestrebungen der völkischen Bewegung nach einer
Land- und Bodenreform, die durch das Werk von Adolf Damaschke
populär gewordenen waren.
Der Historiker George L. Mosse wies in seinem Grundlagenwerk
über die geistigen Wurzeln des Nationalsozialismus darauf hin,
dass die Theorie der "freien Geldwirtschaft" von Gesell die
antisemitischen Zuschreibungen der Nazis vorwegnahm: "In diesem Punkt
griff Gesell natürlich auf den in Europa seit Jahrhunderten
bestehenden Widerstand gegen den Wucher zurück, der sich schon in
katholischen Enzykliken widergespiegelt hatte und Ursache vieler
antisemitischer Unruhen gewesen war. Aber auch er fand seine
Nachfolger. Die ,Brechung der Zinsknechtschaft' war somit durchaus kein
zum ersten Mal von den Nationalsozialisten erhobener Programmpunkt,
denn sie war schon lange Teil der völkischen Forderung nach einer
Nationalwirtschaft gewesen, die jenseits von Kapitalismus wie auch
Marxismus lag."1
Gesell leitete von 1921 bis zu seinem Tode 1930 die Landkommune
"Oranienburg-Eden", wo durch Tauschhandel unter Beibehaltung des
Privateigentums das Prinzip eines "ehrlichen" Kapitalismus verwirklicht
werden sollte. Laut George L. Mosse entwickelten die Freiwirtschaftler
in dem Projekt "in zunehmendem Maße eine völkische
Lebensweise. 1916 wurde anlässlich der ersten Feier des
,Freiland-Tages' in Eden verkündet: ,Zu solchem Siedeln ist die
deutsch-völkische Gesinnung Voraussetzung. Und dazu befähigt
nur deutsches Ariertum.'"2
Mit der Unterstützung des völkischen Nationalbolschewisten
Ernst Niekisch war Gesell für sieben Tage "Volksbeauftragter
für Finanzen der Bayrischen Räteregierung", bevor er
verhaftet wurde und gemeinsam mit Niekisch in München ins
Gefängnis kam. Gesell teilte mit Niekisch die Vorstellung von
einem völkischen "Dritten Weg", die er z.B. in seiner
Verteidigungsrede vom Mai 1919 darlegte: "Völkisches Empfinden
duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer
noch etwas wie rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der
gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen
Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut."3
Gesell sieht Deutschland als Opfer der "Zinsknechtschaft" und stimmt
hierbei durchaus überein mit der zeitgleich erhobenen Nazi-Parole
von der "Brechung der Zinsknechtschaft". Gesell meint, dass der
"wahrhaft völkisch gesinnte Mensch (...) den Klassengeist
haßt und ein schönes Volksleben sehen möchte".4
Gesells Wirtschaftprogramm stellt eine krude Mischung aus Rassismus,
Biologismus und Sozialdarwinismus dar: "Der Wettstreit ist der
einzigste Weg zur göttlichen Hochzucht des Menschen - Wettstreit
von früh bis spät, von der Wiege bis zum Grabe. Aber dieser
Wettstreit soll auf vollkommener Ebene ohne Vorrechte ausgefochten
werden, der Sieg darum nur angeborenen, vererbungsfähigen
Eigenschaften zuzuschreiben sein (...) Auf diesem Wege (...) gelangen
wir dahin, daß das Wertvolle gefördert, die Söhne des
Lasterhaften, der Schutzzöllner und Verbrecher aber immer weniger
Nachkommenschaft hinterlassen."5
Adolf Hitler selbst beschreibt in "Mein Kampf" die Eingebung, welche
die Parole von der ,Brechung der Zinsknechtschaft' auf ihn gehabt habe:
"Als ich den ersten Vortrag Gottfried Feders über die ,Brechung
der Zinsknechtschaft' anhörte, wußte ich sofort, daß
es sich hier um eine theoretische Wahrheit handelt, die von immenser
Bedeutung für die Zukunft des deutschen Volkes werden
müßte. Die scharfe Scheidung des Börsenkapitals von der
nationalen Wirtschaft bot die Möglichkeit, der
Verinternationalisierung der deutschen Wirtschaft entgegenzutreten,
ohne zugleich mit dem Kampf gegen das Kapital überhaupt die
Grundlage einer unabhängigen völkischen Selbsterhaltung zu
bedrohen."6
Zins als Übel der Globalisierung?
Das Wirken freiwirtschaftlicher Sekten im organisierten
Rechtsextremismus der Nachkriegszeit ist schon ausführlich erfasst
worden. Dies gilt sowohl für die heute bedeutungslose "Freisoziale
Union" (FSU)7 wie auch für einzelne extrem
rechte Vertreter freiwirtschaftlicher Theorien.8
Die Kritik an den freiwirtschaftlichen Gesellianern sollte jedoch nicht
an deren personellen und organisatorischen Verstrickungen in das
rechtsextreme Netzwerk stehen bleiben. Denn obwohl derartige
Verbindungen mehr als bloß problematisch sind, ist nicht jeder
Verehrer Gesells automatisch ein erklärter Antisemit oder Nazi.
Wesentlich bedeutsamer ist die offensichtliche Kompatibilität
verkürzter Ökonomiekritik von gesellianischen
Endzeitpropheten und reformistischen Globalisierungskritikern. Die
"natürliche" Wirtschaftsordnung der Freiwirtschaftler ist die auf
die Zirkulationssphäre verkürzte Kritik an der Ausbeutung, in
der die besondere Macht des Geldes gegenüber Arbeit und Waren
quasi-physikalisch begründet wird. Laut Gesell könne Geld
nämlich, im Unterschied zu den Waren, nicht verderben und nicht
wie die Arbeitskraft Unterhaltskosten verschlingen. Daher verursache es
keine Lager- oder "Durchhaltekosten".9 Diese
krude Haltbarkeitsthese liest sich übersetzt in eine aktuelle
freiwirtschaftliche Beweisführung wie folgt: "Man stelle sich vor,
dass die Türen eines Panzerschrankes mit 10.000 Mark für 14
Tage geschlossen werden, ferner die Türen einer Markthalle mit
Waren im Wert von 10.000 Mark und die Türen eines Zimmers, in dem
sich fünf Menschen aufhalten, die in 14 Tagen normalerweise 10.000
Mark verdienen. Öffnet man die Türen nach 14 Tagen, dann sind
die fünf Insassen des Zimmers wahrscheinlich tot, die Waren in der
Markthalle zum größten Teil verdorben, die Geldscheine im
Tresor aber so frisch wie eh und je."10 Gegen die
als unnatürlich verstandene Form der Geldvermehrung setzen die
Freiwirtschaftler das Mühsal der "ehrlichen" und
"natürlichen" Marktwirtschaft. Das Banken-Geld soll laut Gesell
als "rostendes Geld" in der Größenordnung von ca. fünf
Prozent jährlich automatisch einer Entwertung unterliegen und
verwandele sich dadurch zu "Schwundgeld". Hiermit, so die esoterische
Umwandlung einer raffenden in eine natürliche Marktwirtschaft,
wäre das Übel des zinstragenden Kapitals verschwunden, da das
Geld seinen Vorteil gegenüber den anderen Waren verlöre und
trotzdem seine notwendigen Funktionen erfüllen könne.
Gesellianische Forderungen nach Zinsstilllegungen und
globalisierungskritische Forderungen nach Zinsbesteuerungen verweisen
gleichermaßen auf die Verklärungen der Geldform:
Während die Gesellianer ihr Heil im Marktradikalismus ohne den
Fluch des Zinses suchen, ersehnen die ATTAC-Anhänger den
eingreifenden nationalen Wohlfahrtsstaat zur Steuerung eines
"ungebremsten Rentier-Kapitalismus". Geld, Kredit und Zins erscheinen
beiden als "Wucher", als für sich stehende Verwerfungen, die
entkoppelt vom "natürlichen" Wirtschaften ihr Unwesen treiben.
Genau diese Entkoppelung von Produktions- und Zirkulationsphäre
des Kapitals jedoch überführten die Nazis in die Parole vom
"raffenden" versus dem völkisch verklärten "schaffenden
Kapital". Ein Blick in die Schulungstexte der INWO zeigt die
verschwörungstheoretischen Affinitäten zu antisemitischen
Feindbildern: "Das Geheimnis des Geldsystems ist eins der wichtigsten
überhaupt, denn damit ist die Frage nach der wahren Macht auf
diesem Planeten verbunden. Der erste Rothschild soll mal gesagt haben,
wenn er die Kontrolle über die Währung eines Landes
hätte, wäre ihm egal, wer die Gesetze mache..."11
Aus diesem Grund kritisiert Robert Kurz die freiwirtschaftliche
Lehre als "politische Ökonomie des Antisemitismus".12
In einer kapitalistischen Warengesellschaft ist das Geld notwendige
Erscheinungsform, um die Waren konsumerabel zu machen: "Allgemein
ausgedrückt: die Warenförmigkeit lässt eine Welt von
Subjekten und eine Welt von Objekten entstehen. Mit der Entwicklung der
Geldform schreibt sich diese soziokulturelle Entwicklung fort."13 Daher fasst der Marxismus Kapital als einen sich
selbst vermehrenden Wert, der abwechselnd die Form von Ware und von
Geld annimmt. Für die Freiwirtschaftler hingegen ist es das
"raffende" Zinskapital, gegen welches schon der spirituelle Meister
dieser Lehre den Segen des Sozialdarwinismus und Manchesterkapitalismus
pries: "Die Manchesterschule war auf dem richtigen Wege, und auch das,
was man von Darwin her später in diese Lehre hineintrug, war
richtig."14 Auf neo-gesellianisch übersetzt
heißt das: "Eine Wirtschaftsordnung, die dieses eigennützige
Streben der Menschen nutzt und die tüchtigen Produzenten belohnt
und nicht die unproduktiven Geldverleiher, Grundeigentümer und
andere Parasiten bereichert, ist ... eine natürliche
Wirtschaftsordnung."15
Ist es eine solche Wirtschaftsordnung, die sich die Düsseldorfer
Regionalgruppe von ATTAC herbeisehnt?
Verfolgt und denunziert von der Antifa?
Kritik an den ideologischen Affinitäten freiwirtschaftlicher
Verschwörungstheorien zu antisemitischen und faschistischen
Feindbildern weisen die INWO-Vertreter wie die Freiwirtschaftler
insgesamt regelmäßig mit Verweisen auf die
Böswilligkeit linker, antifaschistischer Gruppen zurück. Man
fühlt sich von links verfolgt und denunziert, obwohl man doch
eigentlich weder links noch rechts sei.16 Auch an
der Basis bei ATTAC regt sich in ähnlicher Form Widerstand gegen
Kritik; sogar, wenn er aus den eigenen Reihen kommt.
Laut Bericht der taz17 stieß eine
selbstkritische Veranstaltung von ATTAC in Köln zum Thema
Antisemitismus auf wenig Interesse und Verständnis bei der Basis.
Thomas Seibert vom Bundeskoordinierungskreis ATTAC erklärte dort:
"ATTAC ist selber strukturell offen für rechte Gedanken" und
verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Aktivitäten der INWO
im eigenen Netzwerk. Dass diese Selbstkritik bei der Basis nicht auf
ungeteilte Zustimmung stieß, verwundert nicht, denn Leute aus dem
INWO-Bundesvorstand sind schließlich Teil der Kölner
Regionalgruppe von ATTAC. Alles linke Verschwörungen gegen die
wahre Lehre vom Zins-Übel?
Vielleicht bringt da die Erklärung des Arbeitskreises "Volksgeld
in der NPD" etwas Licht ins Dunkel. Dort heisst es unter der Rubrik
"Volkseigenes Geld und Silvio Gesell - warum Reformer miteinander
sprechen sollten": "Wir NPD-Mitglieder wissen, daß ...
,leistungsloses Einkommen' (= Zins) zutiefst unsozial ist.
(bösartige Zungen nennen dies Schmarotzereinkommen) Der
Vorsitzende von INWO fragte mich (Albert Lämmel) aufgrund meiner
vielfältigen Gesprächsbemühungen ... :
,Warum wollen Sie eigentlich mit uns ins Gespräch kommen?'. Dabei
ist die Sache einfach: ... Nur wenn die Geldreformer alle zusammen
arbeiten, kann man die Denkblockaden aus den Gehirnen der Menschen
lösen. Wahrheit ist groß. Großes ist immer einfach...
Deutschland kann gerettet werden. ... Packen wir's an!"18
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"Die Sphäre der Zirkulation oder des Warenaustausches, innerhalb deren Schranken Kauf und Verkauf der Arbeitskraft sich bewegt, war in der Tat ein wahres Eden der angebornen Menschenrechte. Was allein hier herrscht, ist Freiheit, Gleichheit, Eigentum und Bentham (s. Fußnote). Freiheit! Denn Käufer und Verkäufer einer Ware, zum Beispiel der Arbeitskraft, sind nur durch ihren freien Willen bestimmt. Sie kontrahieren als freie, rechtlich ebenbürtige Personen... Gleichheit! Denn sie beziehen sich nur als Warenbesitzer aufeinander und tauschen Äquivalent für Äquivalent. Eigentum! Denn jeder verfügt nur über das Seine. Bentham! Denn jedem von den beiden ist es nur um sich selbst zu tun. Die einzige Macht, die sie zusammen und in ein Verhältnis bringt, ist die ihrer ... Privatinteressen. Und eben weil so jeder nur für sich und keiner für den andren kehrt, vollbringen alle, infolge einer prästabilisierten Harmonie der Dinge, oder unter den Auspizien (Aussichten) einer allpfiffigen Vorsehung, nur das Werk des... Gemeinnutzes."19 "Der Begriff des produktiven Arbeiters schließt daher keineswegs bloß ein Verhältnis zwischen Tätigkeit und Nutzeffekt ... ein, sondern auch ein spezifisch gesellschaftliches ... Produktionsverhältnis, welches den Arbeiter zum unmittelbaren Verwertungsmittel des Kapitals stempelt. Produktiver Arbeiter zu sein, ist daher kein Glück, sondern ein Pech."20 |
1 George L. Mosse, Die völkische Revolution.
Über die geistigen Wurzeln des Nationalsozialismus, Frankfurt a.M.
1991, S. 122
2 ebd., S. 123
3 Silvio Gesell. Verteidigungsrede, in: Rolf Engert (Hg.), Silvio
Gesell in München 1919. Erinnerungen und Dokumente aus der Zeit
vor, während und nach der ersten bayrischen Räterepublik,
Hannoverisch-Münden 1986, S. 96
4 ebd., S. 96 u. S. 104
5 ebd. S.106 f.
6 Adolf Hitler, Mein Kampf, München 1933, S. 233
7 Siehe Oliver Geden, Rechte Ökologie. Umweltschutz zwischen
Emanzipation und Faschismus, Berlin 1996; Volkmar Woelk, Natur und
Mythos. Ökologiekonzeptionen der "Neuen" Rechten im Spannungsfeld
zwischen Blut und Boden und New Age, Duisburg 1992; Freisoziale Union,
in: Jens Mecklenburg (Hg.): Handbuch Deutscher Rechtsextremismus,
Berlin 1996, S. 261 f.
8 So z. B. der nationalrevolutionär orientierte Strasserist
Günther Bartsch. S. hierzu Jens Mecklenburg a.a.O., S. 442 f.
9 Silvio Gesell, Die natürliche Wirtschaftsordnung, 6. Auflage,
Berlin u. Bern 1924, S. 317 ff.
10 Helmut Creutz, Das Geld-Syndrom, Frankfurt/Main-Berlin 1994, S. 32
11 Hans Tolzin, Das Geheimnis des Geldsystems, in:
http://www.das-gibts-doch-nicht.de/seite164.php
12 Robert Kurz, Politische Ökonomie des Antisemitismus, in: Krisis
Nr. 16/17, Bad Honnef 1995
13 Moishe Postone, Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft. Eine
neue Interpretation der kritischen Theorie von Marx, Freiburg 2003, S.
399
14 Silvio Gesell; hier zit. nach: Robert Kurz, a.a.O., S.191
15 Klaus Schmitt, Geldanarchie und Anarchofeminismus, in: Silvio
Gesell, "Marx", der Anarchist?, Berlin 1989, S. 219
16 Dies war in Düsseldorf schon 1999 der Fall, als die TERZ sich
kritisch mit einer Veranstaltung der INWO auseinandersetzte. (s.
Ausgabe 1/1999 im TERZ-Archiv unter
www.terz.org)
17 s. taz Köln v.15.12.03
18 Das Geld, unser Geld, muß dem Volk allein gehören und nur
dem Volk, in: http://www.npd-hessen.de/POLITIK/Das_Geld__unser_Geld__muss_dem/das_geld__unser_geld__muss_dem.html
19 Karl Marx, Das Kapital Bd. 1, S. 189 f. Der von Marx hier
verspottete Jeremy Bentham (1748-1832) war Soziologe und Anhänger
des ethischen Individualismus (Utilitarismus), einer Sozialethik, die
auf das "größtmögliche Glück der
größtmöglichen Zahl" zielte und besonders in England
einflußreich war. Bentham war bekennender Liberaler und
Verfechter des Freihandels, laut Marx "ein Genie in der
bürgerlichen Dummheit".
20 Ebd., S. 532
www.terz.org - 25.12.2003