fehritalesVita Sancti Severini
Die aktuellen Meldungen bitte: "Beinamputierter bezwingt Mount Cook",
nicht schlecht, "RTL schickt Küblböck in den Urwald", ich
bitte darum. "Nazis bedrohen Günther Jauch!" Warum eigentlich?
Dies müssen keine Nazis sein.....Auch nicht schlecht: "Michael Jackson
ist angeblich Moslem geworden". "Ende der Arbeitslosenhilfe spart
4 Milliarden Euro im Jahr." Dies ist unglaublich viel Geld. In derselben
Zeitung stand, dass die Deutschen saufen wie noch nie und der Staat allein daran
13 Milliarden Euro im Jahr verdient. Ein böser Mensch, der sich denkt,
wenn man den Sprit verteuern würde müßte man vielleicht nicht
die ganz Armen noch ärmer machen? Egal, Hauptsache es geht voran! Eines
muss man der deutschen Sozialdemokratie lassen: So wie Leute wie Josef Stalin
und Pol Pot es schwer gemacht haben, einen positiven Revolutionsbegriff zu benutzen,
da das Wort schon Angst und Schrecken verbreitet, so schaffen es die Sozis das
an sich harmlose Wort Reform in eine Metapher für Diebstahl zu degenerieren.
Alle Achtung!
Wer bei soviel Bockmist an Harakiri denkt, dem sei hier folgendes Buch empfohlen:
"Der Märtyrer als Waffe - die historischen Wurzeln des Selbstmordattentats"
von Joseph Croitoru. Hier geht es um Leute, die genug von allem haben, aber
ihre Feinde mit in den Tod nehmen wollen. Der Autor schildert sehr fundiert
die ideologische und dann auch praktische Entwicklung in Japan und ,viel unbekannter,
in Nazideutschland hin zum Selbstmordangriff, zur Kamikazeaktion. Dann zieht
er den Bogen über japanische Terroristen der Nachkriegszeit bis hin zu
den heutigen islamischen Kämpfern. Sehr interessant. Obwohl ich die Wurzeln
früher ansetzen würde als der Autor. Mal ganz abgesehen vom Dauerbeispiel
der Assassinen im Mittelalter denke ich, dass fanatische Revolutionäre
wie Sergej Netschajew, der 1869 -70 einen unglaublichen "Katechismus des
Revolutionärs" geschrieben hat, bis hin zu manch einer anarchistischen
"Propaganda der Tat" Aktion traurige "linke" Beiträge
zur Entwicklung des Selbstmordattentats waren.
Zum Abschluss noch folgendes: Ich mußte in der NRZ vom 19.12.03 folgende
Meldung lesen: "Der australische Schauspieler Ed Devereaux, Star der beliebten
Fernsehserie aus den 60er Jahren "Skippy, das Buschkänguruh",
ist im Alter von 78 Jahren in London gestorben. Deveraux spielte Wildhüter
Matt Hammond. Die Serie galt als australische Lassie-Variante."
Erst einmal muss mal wieder gesagt werden, dass die Besten zu früh gehen.
Und dieser NRZ Schreiberling, der es gewagt hat Skippy mit dieser erzlangweiligen
Hundeserie zu vergleichen, muss bestraft werden! Zum Beispiel dadurch, dass
er gezwungen wäre das Leben des heiligen Severin, nach dem ich im letzten
Peisrätsel fragte, zu studieren. Außerdem, was sind schon Hunde im
Vergleich zu einem charakterfestem Buschkänguruh! Laut Express vom 29.11.03
bewacht "wonderdog" Cloe das deutsche Militärcamp in Kundus.
Obwohl das Tier von den Amerikanern zurückgelassen wurde, hat es offensichtlich
von der deutschen Schutztruppe bereits viel gelernt, so liebt der Hund Menschen
in Uniform ganz besonders. Zivilisten mag er nicht! Und: "Aber auch Journalisten
und Afghanen hält Cloe auf Abstand." Ich glaube, dass Skippy sich
niemals politisch so dumm benommen hätte, nein wirklich nicht. Also fordere
ich: Weg mit den Hassos dieser Republik, her mit anarchischen Buschkänguruhs!
Abschließend zum Thema würdige und unwürdige Tiere: Ich habe
gelesen, dass im Allgäu entlaufene Strauße frei leben. Good luck
und mein aufrichtiges Daumendrücken! Banzai!
FEHRI
www.terz.org - 25.12.2003