Lausige Zeiten
obdachlose
raus
Erst Ende
Dezember erfuhren die BewohnerInnen des
Obdachlosennotunterkunft Am Walbert in Unterrath, dass ihre Unterkunft
Ende
März aufgelöst, abgerissen und verkauft wird. Sie erfuhren es
mündlich vom
Verwalter, nicht vom zuständigen Sozialamt. Daraufhin angesprochen
meinte der
Bedienstete, dass die Bewohner ja noch Zeit hätten, sich was zu
suchen und sich
für den freien Wohnungsmarkt fit zu machen. Eine zynische
Bemerkung, denn die
BewohnerInnen konnten bisher nicht woanders untergebracht werden. So
gibt es
bisher seitens der Stadt auch keinerlei Unterstützung bei der
Suche nach einer
neuen Bleibe. Seit Jahren machte man nur das allernötigste am
Haus. Von
menschenwürdigem Leben konnte keine Rede sein, so ist es im Grunde
auch nicht
weiter tragisch, dass dieses Haus verschwindet. Dass den direkt
Betroffenen,
die Absicht sie rauszuschmeißen jedoch vorenthalten wird ist
unverschämt. Seit
dem Sommer sickerte die Absicht der Stadt durch das Gelände
gewinnbringend zu
verkaufen, aber man hielt es nicht für nötig die Betroffenen
zu informieren.
osdler
verurteilt
Über die
Machenschaften des OSD gibt es mittlerweile viele
Berichte. Häufig treffen sie nur in der Mehrzahl auf Personen und
Gruppen.
Damit wird eine Anzeige gegen einen OSDler fast unmöglich, da sie
sich
gegenseitig bezeugen können, dass sie unschuldig sind. Anders im
aktuellen
verhandelten Fall. Zeugen ermunterten ein Opfer Strafanzeige gegen den
57-jährigen Robert V. zu stellen. Der 30- jährige Dominic B.
radelte im Herbst
2003 in der Fußgängerzone in der Altstadt. Dieses unerlaubte
Radeln war zuviel für den 57-jährigen
Angeklagten. Laut Zeugenaussage packte er den Radler von hinten an der
Schulter
und riss ihn vom Rad. Schürfwunden, Prellungen und eine
Knieverletzung, sowie ein
kaputtes Rad waren die Folgen. Vor Gericht war vor allem der
Staatsanwalt
bemüht dem angeklagten OSDler zu helfen und forderte eine
Einstellung des
Verfahrens. Dem wollte die Richterin nicht Folge leisten u.a auch
deswegen,
weil es schon einmal ein Verfahren gegen den Rambo gab. 1500 Euro
Bußgeld muss
der OSDler zahlen.
der
osd in den fußstapfen der nazis?
Lange Zeit hat
es gedauert, bis sich eine Düsseldorfer
Tageszeitung durchringen konnte, die Schnüffelpraktiken des OSD
auf
Düsseldorfer Toiletten publik zu machen. Im Dezember entschloss
sich der
Express, den Jubelberichten des Boulevardfernsehen RTL über
die Klospitzel vom
OSD eine kritische Berichterstattung entgegenzusetzen. Was war
geschehen und
was geschieht? Seit Monaten lungern zivil gekleidete Mitarbeiter des
OSD in
öffentlichen Toiletten herum, in denen sie Kontaktpunkte der
Schwulenszene
vermuten. Wurden die Lockspitzel von einem realen oder vermeintlichen
Schwulen
angesprochen, verhängten sie Bußgelder in Höhe von 250
Euro. Über 80 mal soll das bereits geschehen sein,
begleitet von einem Brief an die Familien der betroffenen Männer.
„Wir machen
das, um abzuschrecken. Die Familien sollen wissen, was mit dem Mann los
ist“,
zitiert der Express einen Sprecher des OSD.
Der OSD weist
mit solchen Praktiken Affinitäten zu der
Homosexuellenverfolgung der Nazis auf.
Die intensivierten das Lockspitzelverfahren, nachdem sie 1935
den §175a in
das Strafgesetzbuch aufnahmen. Als Straftatbestand genügte bereits
eine
Handlung, „die das geschlechtliche Scham- und Sittlichkeitsgefühl
der
Allgemeinheit verletzt und bestimmt ist, eigene oder fremde
Geschlechtslust zu
erregen“. Die Gestapo verhaftete in Düsseldorf etwa 400
Männer wegen
„homosexueller Handlungen“, hinzu kamen die Verhaftungen durch andere
Polizeieinheiten.
Die Gerichte in Düsseldorf verhängten durchschnittlich
fünf bis sechs Monate
Gefängnis für Verstöße gegen den § 175.
Unabhängig von einem Gerichtsurteil
verfügte die Gestapo über die Möglichkeit, Menschen in
Konzentrationslager
einzuliefern. Viele Homosexuelle beantragten unter dem Druck, im Falle
einer
Weigerung in ein KZ eingeliefert zu werden, ihre „freiwillige“
Kastration.
Solche Zwangskastrationen wurden für West- und
Nordwestdeutschland zentral im
Düsseldorfer Gefängniskrankenhaus durchgeführt. Rund
100000 schwule Männer
wurden zwischen 1933 und 1945 verfolgt und eingesperrt, fast 15000 von
ihnen in
KZs eingeliefert. Lediglich 4000 erlebten die Befreiung.
Nun ist der OSD
nicht die Gestapo und OB Erwin kein
Mini-Himmler. Aber Düsseldorf ist eine Stadt, in der Homosexuelle
offensichtlich nicht erwünscht sind und
verfolgt werden.
Literaturhinweis:
Frank Sparing „... wegen Vergehen
nach §175 verhaftet“ Die Verfolgung der
Düsseldorfer Homosexuellen während des Nationalsozialismus,
Preis: 14,80 Euro
voyeure
beim osd
Neben den
Lockspitzeln (siehe anderen Artikel auf dieser
Seite) konnte man im Boulevard Sender RTL in der Sendung”Ordnung muss
sein”
aber auch andere schier unglaubliche Szenen betrachten. Zwei
männliche
Mitarbeiter gehen schnurstracks auf die öffentliche
Damentoilette und einer
schaut in die Klos. Hinter einer Tür scheint ihm etwas
verdächtig. Er klopft
zweimal und öffnet sie dann. Auf der Toilette saß eine
85-jährige Dame, die den
Riegel nicht verschlossen hatte. Süffisant lächelnd
schließt er die Tür mit den
Worten “Ordnungsamt” wieder. Dann legt sich der dicke mit einem
walrossartigen
Schnurrbart versehende OSDler auf den Boden und schaut auch unter die
geschlossenen Türen. Darauf einsetzende öffentliche Proteste
wehrt Ordnungsdezernent
Werner Leonardt ab. In der Regel würden OSD-Frauen die
Damentoiletten
kontrollieren, stellte Leonardt deshalb klar. Die Kontrollen generell
stellte
er nicht in Frage und verteidigte das Vorgehen der beiden OSDler. In
Ausnahmefällen würden weiterhin männliche OSDler die
Frauentoiletten
durchsuchen. Die einzige Konsequenz: Es wird keine weiteren
Fernsehaufnahmen
geben.
warnung
vor dem
wald
Auch wenn man
der Wahrheit nicht gerne ins Auge schauen
mag, es lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Düsseldorfer
Wälder sind laut dem
Forstamt ganz schön krank. Jedenfalls sind gerade mal 28 % der
Bäume gesund.
Das sieht man ja gar nicht so richtig, wenn man sonntags mal spazieren
geht.
Ist aber so. Sie wandern zwischen Schadinsekten und parasitären
Baumpilzen, die
unsere geliebten Eichen und Buchen ganz schwach machen. Dies sieht man
aber
hauptsächlich in den Baumkronen. Daher unser Tip: Beim Spaziergang
stur nach
unten schauen und die frische Luft genießen!
kein
straßenverkehr mehr?
Aufgrund einer
EU-Verordnung, die am 1. Januar in Kraft
getreten ist, können AnliegerInnen von Straßen, Autobahnen
und
Industriegebieten ihr Recht auf reine Luft nun einklagen. Zwar ist noch
unklar,
wer denn belangt werden kann, aber die Kommunen sind in Zugzwang
geraten. Die
Grenzwerte der Luft werden regelmäßig z.B. auf der
Corneliusstraße und
Kopernikusstraße erheblich überschritten.
AnwohnerInnen
bitte übernehmen sie.
fuck
bush!
Der medial
aufgeputschte angebliche Streit zwischen
Deutschland und den USA ist lange her. In trauter Gemeinsamkeit
bespricht man
die unterschiedlichen Interessen und steckt das Terrain ab. Die
Antrittsrede
von Bush lässt Böses ahnen. Eindeutig fordert er Krieg nach
außen und nach
innen. Der nächste Kriegsgegner ist mit dem Iran ausgemacht, aber
auch nach
innen sollen die USA zugerichtet werden und die kaum vorhandenen
sozialen
Errungenschaften vernichtet werden. Deutschland macht es vor. Um seinen
guten
Willen zu zeigen und die letzten Differenzen aus dem Weg zu
räumen, kommt Bush
im Februar nach „good old Germany”. Wohl in der Hoffnung keine
Massenproteste
heraufzubeschwören, trifft man sich nicht in der Radauhochburg
Berlin, sondern
in der beschaulichen Karnevalshochburg Mainz. Proteste wird es aber
auch dort
geben. Schließlich ist Mainz nur 200km entfernt. Bereiten wir den
Kriegern Bush
und Schröder einen heißen Empfang.
Genaueres unter
folgenden Adressen:
http://www.notwelcomebush.de
http://www.bushinmainz.de
http://www.dfg-vk-mainz.de
http://www.friedenskooperative.de
http://www.no-nato.de
Für
Düsseldorf demnächst unter http://www.terz.org und http://www.antifakok.de
freie
radios und das ende
In letzter Zeit
sind jede Menge kleiner und kleinster
Internetradios entstanden. Möglich machte dies neue Software, die
Radio machen
und Radio hören im Internet zum Kinderspiel werden ließ. So
ist es möglich,
auch für kleinste Zuhörergrüppchen ein Programm zu
gestalten. Programme für
Senioren, Behinderte und Schüler gibt es im Internet zu finden.
Spartenprogramme
mit Jazz oder Weltmusik begeistern eine noch kleine Anzahl von
Hörern mit all
den Sachen, die das Mainstream-Radio nicht mehr sendet, weil
tagtäglich die
gleichen Hits rauf und runter zu hören sind. Damit könnte
bald Schluss sein,
denn die GEMA (Verwertungsgesellschaft für Musik) und die GVL
(Gesellschaft zur
Verwertung von Leistungsschutzrechten) planen neue Beiträge.
Zahlte ein Sender
bislang im Monat 26,75 Euro an Vergütung an die GVL so werden es
ab April 2005
über 350 Euro pro Monat sein. Für 90% der vorhandenen
(schätzungsweise über
15.000) Webradios wird das das Ende ihrer Tätigkeit darstellen.
Diese Projekte
arbeiten werbefrei und ohne finanzielle Unterstützung und werden
diese Kosten
nicht tragen können.
Hinzu kommen die
deutlich verschärften Nutzungsbedingungen.
Die Webradios zahlen nicht nur für das Senden von urheberrechtlich
oder
leistungsschutzrechtlich geschützter Musik, sondern sollen jetzt
auch für das
Speichern derselben in digitaler Form auf dem PC zur Kasse gebeten
werden.
Zudem werden die Websender verpflichtet, das Aufzeichnen der Sendungen
auf den
PCs der Hörer zu verhindern. Weitere Einschränkungen
betreffen die
Programmgestaltung und -ankündigung.
Mehr
Informationen und die Diskussion zu diesem wichtigen
Thema für eine demokratische Mediennutzung findet man im
Radioring: www.radioring.de
tod
durch brechmittel
Erneut ist durch
den Einsatz von Brechmitteln ein Mensch ums
Leben gekommen. Am 27. Dezember 2004 wurde der 35jährige Laye
Konde aus Sierra
Leone in den Räumen des Bremer Polizeipräsidiums regelrecht
ertränkt. Ein sog.
„Arzt“ des ärztlichen Beweissicherungsdienstes von Dr. Birkholz
hatte ihm
zusammen mit zwei Polizeibeamten mittels einer Nasensonde gewaltsam so
viel
Wasser und Brechmittel eingeflößt, bis die Lungen
vollliefen. Infolge
Sauerstoffmangels führte dies zum Hirntod. Am 7. Januar verstarb
Laye Konde.
Die ganze Sache wäre vertuscht worden, wenn nicht der vom
Polizeiarzt hinzu
gerufene Notarzt im Nachhinein Anzeige erstattet und dadurch den
Skandal
öffentlich gemacht hätte. Die Bremer Polizei praktizierte die
Brechmittel-Vergabe zur „Beweissicherung“, obwohl viele Ärzte
diese
lebensgefährliche Anwendung verurteilen und
2001 in Hamburg ein 19jähriger dadurch sein Leben verlor.
Brechmitteleinsätze
sind Folter und dürfen nicht hingenommen werden. Auch in
Düsseldorf gibt es
immer wieder Versuche seitens der Polizei, einen Arzt zu finden, der
Brechmittel verabreicht. Neben „Amnesty-International” und der
„Internationalen
Liga für Menschenrechte” fordern auch 20 norddeutsche
Jura-Professoren und
andere Wissenschaftler ein Ende des Brechzwangs.
Schon vor 10
Jahren hat das Bremer Antirassismus Büro eine
Broschüre herausgebracht mit dem schönen Titel: „Polizisten,
die zum Brechen
reizen”, die auf die Brechmittelpraxis eingeht und die bis heute
lesenswert
ist.
Als PDF zum
Herunterladen unter www.antirassismus-buero.de
ob
will partout keine schwulen/lesben in der stadt
Über Monate
zieht sich nun schon das Gerangel um den
Christopher Street Day (CSD), das heißt gerungen wird eigentlich
nur vom OB
Erwin. Der will unter allen Umständen den Umzug zum CSD
verhindern. Natürlich
stellt er sich nicht hin und posaunt heraus: „Ich mag keine Schwulen”.
Als
Oberbürgermeister hat man da einige andere Möglichkeiten. Da
wird dann eben der
Ordnungs- und Sicherheitsdienst (OSD) mit Lockmittelmethoden auf
Schwule in
Klos gehetzt und im Rat mit Unschuldsaugen verkündet, dass dies
aber keine
Aktion gegen Schwule sei. Ah ja. Oder man lehnt alle
Terminvorschläge für einen
CSD mit abstrusesten Gründen ab und bietet andere für die
Organisatoren
unannehmbare Termine an. Aber langsam reicht es offenbar selbst der
CDU-Fraktion. Die einigte sich im Ordnungs- und Verkehrsausschuss
zusammen mit
SPD, Grünen, FDP und PDS auf den 11. und 12. Juni. Dies passte
allerdings Erwin
überhaupt nicht. Seine Verwaltung lehnte auch diesen Termin
rigoros ab. Schon
vorher im Rat am 16.12. 2004 kam es zur Eskalation. CDU-Mann Hassbach
(der
heißt wirklich so) meinte seine Meinung kund zu tun, dass der CSD
überflüssig
wie ein Kropf sei, und Erwin war bereit, die Koalition platzen zu
lassen.
Derartig eingeschüchtert knickte die FDP ein und lehnte zusammen
mit CDU, Reps
und Grauen den Antrag der PDS/Linke Liste zur Unterstützung des
CSD ab. Parallel
zur Sitzung schlug die Verwaltung zwei Termine vor: den 1. Mai und den
11.
September und zeigte damit ihr sensibles geschichtliches
Bewusstsein. Zwei Termine, die unannehmbar
sind. Als Ersatztermin wird nun der 14./15. Mai gehandelt, doch die
Organisatoren
bleiben beim 11./12. Juni. Am 10. Februar wird im Rat erneut
abgestimmt. Für
Unterhaltung werden schon Erwin und CDU- Konsorten sorgen.
anklage wegen
online-demo
Die Profiteure
der Abschiebungsmaschinerie lassen sich
ungern in ihre Karten schauen und reagieren gereizt, wenn man sie in
das Licht
der Öffentlichkeit zerrt. Im März 2001 begannen die
Initiativen „Libertad!” und
„Kein Mensch ist illegal” mit der Mobilisierung zu einer Online-Demo im
Zusammenhang mit der deportation.class-Kampagne gegen das
Lufthansa-Abschiebegeschäft. „Wenn Konzerne, die mit Abschiebungen
Geld
verdienen, ihre größten Filialen im Netz aufbauen, dann muss
man auch genau
dort demonstrieren.” (Aus einem Aufruf zur Online-Demo gegen die
Lufthansa).
Gesagt, getan. Am 20. Juni 2001, am Tag der
Lufthansa-Aktionärshauptversammlung
in Köln, war es soweit: Mehr als 10.000 Teilnehmer/innen brachten
mit ihren
Zugriffen auf die Lufthansa-Webseite den digitalen Kranich ins Wanken,
die
Seite war zeitweise lahmgelegt. Daraufhin stellte die Lufthansa
Strafanzeige
bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft, die am 17.10.2001 eine Razzia
bei
Libertad! durchführte und u.a. Computer mitgehen ließ, die
sich teilweise bis
heute in den Händen der Frankfurter Polizei befinden. Nachdem
Libertad! einen
angebotenen miesen Deal der Staatsanwaltschaft ablehnte, hat sie am
28.12.2004
Anklage beim Amtsgericht gegen den Anmelder der Internet-Domains
www.libertad.de und www.sooderso.de erhoben,
da er „durch Verbreiten von Schriften zu einer rechtswidrigen Tat –
Nötigung
gemäß §240 StGB – aufgefordert” habe. Die „Schriften“
riefen zur Teilnahme an
der online-Demo gegen das Abschiebegeschäft auf. Ob der Lufthansa
dieser
Prozess gefallen wird, wird sich zeigen, denn hier ergibt sich die
Möglichkeit,
die schmierigen Geschäfte der Fluggesellschaft einmal mehr zu
thematisieren.
Des weiteren wird es eine spannende Frage sein, wie der
öffentliche Raum des
Internets bewertet wird.
Nichts desto
trotz kostet der Prozess Geld:
Spenden erbeten
unter
Förderverein
Libertad! e.V.
Kontonummer:
8020069300
Bankleitzahl:
430 609 67
GLS
Gemeinschaftsbank
Homepage: http://www.sooderso.de
http://www.deportation-airlines.de
walter
bau
Es geistert
durch die bundesdeutsche Presse: Der Baukonzern
Walter Bau hat erhebliche Probleme und die Banken beraten wie und ob
sie dem
Unternehmen helfen können. Immerhin ist Walter Bau das
viertgrößte deutsche
Bauunternehmen, es könnte also mal wieder um viele
Arbeitsplätze gehen. Fragt
sich allerdings ob die Zustände in Düsseldorf bei den
Problemen des
Unternehmens nicht auch eine Rolle spielen. Walter Bau hat die
umstrittene
Arena in Düsseldorf gebaut und ist auch Teil der Arena
Besitzgesellschaft. Nun
soll es so sein, dass die Stadt Düsseldorf als anderer Teil dieser
Gesellschaft
nicht so ganz einverstanden ist mit dem Bau und nicht so zahlt wie sie
sollte.
Jedenfalls werden wohl wieder teure Rechtsgutachten zu der ganzen
Geschichte
angefertigt werden. Düsseldorf und seine Arena, eine never ending
story!
bgs
informiert über jugendliche umtriebe
Haben Sie ein
Kind, das zwischen 13 und 21 Jahren alt ist?
Ja? Dann aber aufgepasst! In einer kleinen
Hochglanzbroschüre warnt der
Bundesgrenzschutz vor jugendlichen Graffitikünsten: „Die
Reinigung eines
besprühten Zuges kostet bis zu 15.000 Euro. So können sich
schon Kinder durch
Farbschmierereien ihre Zukunft in finanzieller Hinsicht
verbauen.” Ein
erschütternder und angsterregender Gedanke! Aber
man gibt Tipps, um
jugendliche Täter zu erkennen. Unter anderem: „Hip Hop Musik wird
bevorzugt”
oder „Markante Kleidung z.B. weite Hosen und Baseballmütze, sog.
Homeboy-Look”.
Auch der Punkt „Szenetypische Ausdrücke und Umgangsformen” sollte
besorgten
Eltern helfen, ihre Kinder wiederzuerkennen. „Schmutz und Schmierereien
haben
inzwischen – wissenschaftlich unumstritten – negative Auswirkungen auf
das
soziale Umfeld und die Kriminalitätsentwicklung”.
Unumstritten! So ist es.
Stellt sich nur die Frage, ob das z.B. auch für
Verbraucherinformationen oder
Wahlplakate gilt, es soll ja Leute geben, die das mehr nervt als
Graffiti.
Ansonsten gilt, wie auch schon früher in Deutschland:
„Narrenhände beschmieren
Tisch und Wände”. Wenigstens dieser Spruch fehlt in der
BGS-Broschüre.
< style="font-family: helvetica,arial,sans-serif;">demo
gegen offene koffein-szene >
Bremen macht es
uns mal wieder vor. Dort fand zum ersten Mal
eine entschlossene Demonstration gegen die offene Koffein-Szene statt.
Unter
dem Motto „Null Toleranz - gegen die offene Koffein-Szene im Viertel
und
anderswo“ traten einige Aktive für eine konsequente Drogenpolitik
ein. Die
lautstarke Demonstration prangerte endlich die Wischi Waschi
Drogenpolitik der
Regierungen an und forderte ein entschlossenes Vorgehen gegen
Schluckräume,
Kaffee-Junkies, mehr Knäste und vor allem „Kaffee-Dealer in den
Knast“. Wie
auch in Düsseldorf werden in Bremen fast täglich neue
Schluckräume eröffnet.
Ungeachtet der katastrophalen Folgen nehmen Kaffee-Junkies immer
größeren Raum
in der Stadt ein. Schon am Morgen beginnen viele mit ihrer Dosis
Koffein. Auch
auf der Arbeit stellt der Kaffee-Konsum ein erhebliches Problem dar,
wie
besorgte Arbeitgeber immer wieder berichten. Entsprechend wurde auf der
Demo
spontan der Sprechchor „Kaffeezeit ist Arbeitszeit“ gerufen.
Mit Mühe
gelang es den VeranstalterInnen die aufgebrachte
Menge davon abzuhalten einen Schluckraum zu stürmen, in der
Szene-Sprache auch
verharmlosend „Cafe“ genannt. Gerade hier ist der Mischkonsum mit
anderen
Drogen - wie Zucker, Milch oder gar Nikotin - drastisch verbreitet. Und
dabei
schaut der Staat tatenlos zu, obwohl die Folgen seit Jahren bekannt
sind.
Allein über 150000 Tote durch den Konsum legaler Drogen
jährlich, bei denen
Kaffee noch nicht einmal eingerechnet ist, sprechen Bände. Dem
stehen ca. 1500
Verstorbene durch illegalisierte Drogen gegenüber (Drogen und
Sucht Bericht
2003).
Damit muss
endlich Schluss sein! wurde jetzt endlich
gefordert. Denn wieder einmal zeigt sich, dass Menschen nicht wissen,
was gut
für sie ist. Deshalb braucht es einen starken Staat, der hart
durchgreift und
zeigt wo es lang geht. Nur das harte Durchgreifen der Polizei kann da
helfen.
Zwar hat sich der Konsum von Drogen durch das Verbot nie wesentlich
geändert,
aber immerhin fühlen sich die Menschen jetzt sicherer! Das
Gefängnis ist und
bleibt einfach das Mittel der Wahl für eine konsequente
Drogenpolitik. Die
DemonstrantInnen forderten: Schützen wir unsere Kinder vor der
Koffein-Mafia,
Kaffee verbieten, Schluckräume schließen, Kaffee-Dealer in
den Knast!
Denn es
mögen sich alle einmal überlegen: Ein Großteil der
heute Heroin-Abhängigen hat früher einmal Kaffee getrunken.
So war es eine
sehr erfolgreiche Aktion. Fotos folgen in
Kürze. – Wann agiert Düsseldorf?
Weitere Infos:
http://www.knast-kampagne-bremen.de.vu
www.terz.org - 26.01.2005