AKTIV
WERDEN:
fzs
ruft auf zum
“festival
contre le racisme”
Im
Juni finden an über zehn deutschen Hochschulen Aktionstage gegen Rassismus
statt. Die Idee hierfür kommt aus Frankreich: Seit neun Jahren veranstaltet der
französische Dachverband UNEF erfolgreich Festivals an mittlerweile 50 Hochschulen.
Nun wird es das Festival auch in Deutschland, Belgien, den Niederlanden,
Großbritannien, Österreich und Italien geben.
Viele
migrationspolitischen Entscheidungen werden heute auf EU-Ebene getroffen,
gleichzeitig findet eine Abschottung nach außen statt. Was liegt also näher für
antirassistische AkteurInnen, als sich international zu vernetzen, um mit
vereinten Kräften auf EU-Ebene zu wirken?! Das Festival versteht sich als ein
Teil dieser Bemühungen. Mit möglichst vielen studentischen Vertretungen und
Projekten soll zusammen für die Verbesserung der Situation ausländischer
StudentInnen, überhaupt gegen Rassismus eingetreten werden.
Der
“freie zusammenschluss von studentInnenschaften” (fzs) als studentischer
Dachverband vertritt hierbei zwei zentrale Anliegen. Zum einen soll die
Kampagne den Blick auf diejenigen richten, die zur Zeit in den Staaten der EU
als am wenigsten erwünscht gelten. Gemeinsam mit Gruppierungen, die sich für
die Rechte von Flüchtlingen einsetzen, tritt der fzs für ein europäisches
Asylrecht ein, das diesen Namen auch verdient.
Zum
anderen fordert der fzs die StudentInnenschaften dazu auf, aktiv gegen jede
Form von Diskriminierung vorzugehen und unterstützt die Forderung von
Bürgerrechtsverbänden und Menschenrechtsgruppen sowie der
Antidiskriminierungsbüros nach einem Antidiskriminierungsgesetz, das den
Betroffenen effektive Möglichkeiten zur Abwehr von Rassismus eröffnet und zwar
unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus.
Nähere
Infos: www.contre-le-racisme.de.
Zwei
Veranstaltungen bietet der
Beide
finden im Rahmen der
Das
Versteckspiel - Symbole, Codes und Lifestyle der extremen Rechten
Mittwoch,
2. Juni, 20.00 Uhr,
ZAKK
(Studio), Fichtenstraße 40, Düsseldorf
Das
Hakenkreuz kennen alle, den Gruß “Heil Hitler” auch. Doch was, wenn solche
Inhalte codiert werden? Wenn z.B. die verbotene Formel “Heil Hitler” durch die
Zahl “88” ersetzt wird? Die mehr als 120 bekannten Zeichen, die eine politische
Orientierung nach rechts mitteilen, sind für die meisten Außenstehenden eine
Fremdsprache, haben aber für viele Jugendliche eine enorme Bedeutung. Sie sind
jedoch nicht nur Erkennungsmerkmal für Gleichgesinnte und vermitteln ein
Gruppengefühl, sie transportieren auch eine politische Botschaft. Politische
Symbole sind die komprimierte Darstellung der wesentlichen Grundsätze einer
Weltanschauung. Gerade bei jugendlichen Trägern werden sie auch oft “nur” als
Ausdruck eines Gefühls des “Rechtsseins” verwendet.
Michael
Weiss, Mitarbeiter von “Argumente - Netzwerk antirassistischer Bildung”,
beleuchtet die Codes und Symbole rechter Jugendlicher und ihren Zusammenhang
mit einem Lifestyle, zu dem auch bestimmte Markenkleidung gehört.
Mitveranstalter:
Antifaschistische Aktion Düsseldorf, zakk und Antirassistisches Bildungsforum
Rheinland.
Antisemitismus
in Agitation und
Mittwoch,
26. Mai, 19.30 Uhr,
Zentrum
“Hinterhof”, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
“Stoppt
den Synagogenbau - 4 Millionen fürs Volk!” sollte das Motto von zwei NPD-Demos
im März in Bochum lauten, beide wurden vom BVerfG verboten. Für den 26. Juni
planen die Neonazis, darunter auch eine Düsseldorfer Gruppierung, einen
weiteren Anlauf, dieses mal ist von einer Genehmigung auszugehen. In letzter
Zeit häufen sich Aufmärsche der extremen Rechten mit ungeschminkten
antisemitischen Anliegen. Der Stellenwert von Antisemitismus in der Agitation
und Propaganda der extremen Rechten wächst offenbar. Alfred Schobert vom
“Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung” wird diese Entwicklung
und deren Hintergründe unter die Lupe nehmen.
Mitveranstalter:
Antifaschistische Aktion Düsseldorf, Jugendantifa RAZ und Antirassistisches
Bildungsforum Rheinland.
>
Leibesübungen: Hochschulsportprogramm von FH- und Uni-AStA:
www.uni-duesseldorf.de/hochschulsport
> Sehübungen: Programm des studentischen
“Kino 77”,
Audimax,
Josef-Gockeln-Str. 9, Golzheim:
www.kino77.de
> Hirnübungen (Buchtipp):
Stephan
Peters: Elite sein. Wie und für welche Gesellschaft sozialisiert eine
studentische Korporation
Marburg
2004 (Veranstaltung zum Thema in Planung)
> Demokratieübungen:
Nächste
Sitzung des FH-StudentInnenparlamentes:
26.
Mai, 18.00 Uhr, Geb. 24.21, Uni-Campus
>Entspann- und Trinkübungen:
Öffnungszeiten
des “Freiraum –Studierendencafé”, Josef-Gockeln Str. 9, Düsseldorf-Golzheim:
Di. ab 12.00, Mi. ab 11.30, Do. ab 11.00 Uhr bis jeweils 15.00 Uhr,
Cocktailpartys: Di., 4. Mai, 8. Juni, und 6. Juli, jeweils ab 21.00 Uhr (Ende
offen)
www.terz.org - 27.4.2004