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Es war bei einem Besuch im United States Holocaust Memorial Museum in
Washington, dass der Autor Edwin Black eine Lochkartenmaschine der Firma
IBM sah. Nur eine kleine Anmerkung besagte, dass diese Maschine die Volkszählung
1933 in Deutschland verarbeitete. Diese Volkszählung, die im übrigen
schon in der Weimarer Zeit geplant wurde, war der Grundstein zur Identifikation
jüdischer Menschen. Diese von IBM und der von IBM aufgekauften deutschen
Firma Dehomag entwickelte Technik war eine der technischen Voraussetzungen
zum Funktionieren des Nationalsozialismus. Mit der maschinellen Lochkartentechnik
konnte man alles erfassen und verwalten, was nicht nur für die Vernichtung
von Menschen von Nutzen war, sondern auch zum Führen von Kriegen.
In jedem KZ standen Maschinen von IBM, auf der die Menschen penibel erfasst
wurden, wenn sie nicht direkt ins Gas geschickt wurden. Die Züge,
die quer durch Europa Menschen in die Vernichtungslager brachten oder
aber Waffen und Soldaten an die Front, wurden durch IBM-Maschinen so rationell
wie möglich delegiert. Mit den Frontsoldaten, die die Länder
besetzten, kamen auch die Lochkartenmaschinen und ihre qualifizierten
Fachkräfte. Das funktionierte umso reibungsloser, als IBM in jedem
Land ein Tochterunternehmen hatte, dass sich meistens reibungslos den
Besatzern und dem deutschen Dehomag-Unternehmen zu Verfügung stellte.
Es ist eigentlich erstaunlich, dass es kaum Literatur, kaum Untersuchungen
zu IBM, ihren Maschinen und ihrer Bedeutung für den Nationalsozialismus
und den Holocaust, gibt. MEIKEL F |
book
IBM und der Holocaust
- Edwin Black
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Stewart Home, der Autor, muss eine ganz schöne Macke
weghaben, um solche Bücher zu schreiben. Irgendwie ist man immer
wieder hin- und hergerissen, ob seine Bücher jetzt genial oder einfach
nur blöd sind. Das beste Zitat stammt denn auch von ihm selber: "Man
schmeisst Schund und Avantgarde in einem Pott zusammen und hofft auf eine
atomare Explosion." Sehr treffend, aber auf den grossen Knall warten
wir mit dem nächsten Roman von ihm. MEIKEL F |
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Lang ist es her, dass der Name Hafenstraße für
die einen Synonym für den Hort des Terrorismus war, für die
anderen Bollwerk und Widerstand gegen den Staat bedeutete. Jüngere
unter uns können mit diesem Namen meist jedoch gar nichts anfangen.
Genau hier setzt das Buch an. Der Pensionär Carl-Heinz Mallet schreibt
von seinen Kontakten zu den Bewohnern der Hafenstraße. Er selber
sucht den Kontakt, als der grosse Medienrummel längst versiegt ist.
Sehr persönlich schreibt er von den ersten zaghaften Versuchen, Kontakt
zu bekommen. Er schreibt von den vergangenen Kämpfen, von den Menschen,
von den Nachbarn. Über eine andere Art zu leben, wie es auch im Untertitel
heisst. Es ist einerseits eine Hommage an die Menschen der Hafenstrasse,
andererseits gibt es einen Einblick in eine Welt, in die sich die meisten
Menschen nicht trauen. Carl- Heinz Mallet hat es gewagt. MEIKEL F |
book
Die
Leute von der Hafenstraße - Carl-Heinz Mallet
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