"Wenn es für alle nicht mehr reicht, springen die Armen ein",
zitiert Honker in seiner Musik-Kolumne den Philosophen Ernst Bloch. Das Trampolin
dafür stellt Schröders Agenda 2010 bereit (S. 10/11). Die Ergebnisse
der bisherigen Armutsproduktion sind täglich am Worringer Platz zu besichtigen.
Die KünstlerInnen-Gruppe a&o versucht da ein wenig gegenzusteuern und
den Platz durch ihr Glashaus-Projekt lebenswerter zu gestalten (S. 12/13). Investiert
wird in Düsseldorf an anderen Orten, beispielsweise in Luxus-Hotels an
der Kö. Damit sich das so richtig lohnt, müssen aber auch wieder die
ärmsten Malocher dran glauben.
Das Arbeitsschutz-Niveau auf den Baustellen ist so niedrig, dass Unglücke
wie der Kran-Umsturz vorprogrammiert sind (S. 6/7). Beim Arena-Bau wird es soweit
womöglich nicht kommen - im Juni ist nämlich alles Geld weg und von
Stadion noch nichts zu sehen. Also will Erwin den Stadt-Anteil erhöhen
(S. 9). Ob ihm das gelingt, oder ob er gezwungen ist, es an kapitalistischen
Subbotnik-Tagen von Freiwilligen hochziehen zu lassen, lest ihr dann in der
nächsten Ausgabe.
www.terz.org - 26.5.2003