idiotoreal
Düsseldorf
im Jahr 2004: Wenn man als Metro für ein paar Dollar Gewerbesteuer
sorgt, kann man einfach einen ungestalten roten Kasten auf dem
Ehrenhof-Gelände aufstellen und darin seine "Handelswelten"
propagieren (S.18-20). Obdachlose, Drogenabhängige und anderes
"unproduktives Gesocks" trüben dagegen Düsseldorfs Image,
weshalb sie eigentlich nirgendwo sein dürfen. Der Ordnungs- und
Sicherheitsdienst verschiebt sie aus diesem Grund täglich neu von
A nach B und bekommt dafür künftig auch noch mehr Personal
(S.12/13). Auch Kriminelle gelten neuerdings als negativer
Standort-Faktor und erfahren eine entsprechend harte Sonderbehandlung.
Damit sich der Wirtschaftskreis schließt, werden jetzt sogar
Gefängnisse wie der geplante Neubau in Ratingen nach neoliberalen
Gesichtspunkten geplant und verwaltet (S. 14-17). Aber wo Gefahr ist,
da wächst das Rettende auch: Die Umsonst-Kampagnen schließen
die Ökonomie kurz und die Menschen nehmen sich, was sie haben
wollen (S.21). Und jetzt noch eine Bitte für die acht Wochen bis
zum Erscheinen der nächsten Terz: Lasst uns nicht mehr über
Fußball reden!
www.terz.org - 30.6.2004