Idiotoreal
Ein erfreuliches
Ergebnis der Wahl zeigte sich darin, dass
die Neonazis nicht besonders von ihr profitieren konnten. Doch
Entwarnung ist
hier unangemessen: Unter den gegebenen Verhältnissen sind
rassistischer
Populismus und Antisemitismus leider Teil politischer Diskurse, die
sich
künftig auch wieder in der Wahl neonazistischer Parteien
niederschlagen können.
Zwei Tage, nachdem durch die Bundestagswahl die NPD in den Genuss der
Wahlkampfkostenrückerstattung gekommen ist, verstarb Simon
Wiesenthal. Nachdem
er von den Amerikanern 1945 aus dem KZ Mauthausen befreit wurde, setzte
er sich
zum Ziel, so viel Nazi-Täter wie möglich vor Gericht zu
bringen - mit Erfolg:
Seine Aktivitäten führten in über eintausendeinhundert
Fällen zum Erfolg, wie
im spektakulärsten Fall mit der Verhaftung des Massenmörders
Adolf Eichmann.
"Die Mörder von morgen zu warnen", erklärte Simon Wiesenthal,
sei der
Sinn seiner Arbeit gewesen. Einen bescheidenen praktischen Anteil an
der
Bekämpfung von Neonazismus und seinen Wurzeln zu haben, ist wohl
eher
angebracht, als bloße ehrende Worte für das Lebenswerk Simon
Wiesenthals. In
diesem Sinne: Unterstützt die antifaschistischen Aktivitäten
vor Ort - kein
Fußbreit für Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus!
www.terz.org - 26.09.2005