Studiengebühren
in NRW: News und Proteste
Wie durch das Eckpunktepapier der Landesregierung bekannt
wurde, sollen nun auch nach dem BAföG geförderte StudentInnen
Studiengebühren
zahlen. Im Wahlkampf hatte die CDU noch Gegenteiliges angekündigt.
Und auch die
angebliche Höchstverschuldungsgrenze von 10.000 Euro für die
Summe aus
nachgelagerten, also auf Antrag erst nach Beendigung des Studiums zu
entrichtenden Studiengebühren und dem Darlehensanteil aus der
BAföG-Förderung,
entpuppt sich als Augenwischerei. Mal eben unter den Tisch fallen hier
die
anfallenden Zinsen (überlegt sind 6 Prozent) und Zinseszinsen.
Mit einer
NRW-weiten Unterschriftenaktion werden derzeitig
die Proteste gegen die Einführung von Studiengebühren
begleitet. Das
„Aktionsbündnis gegen Studiengebühren“ (ABS), der
DGB-NRW, die DGB-Jugend NRW,
die GEW NRW, die ver.di NRW, das Landes-ASten-Treffen-NRW und die
LandesschülerInnenvertretung rufen dazu auf, sich in die
Unterschriftenlisten,
die in allen Hochschulen ausliegen, einzutragen. Darin heißt es:
„Mit meiner
Unterschrift wende ich mich gegen die von CDU und FDP geplante
Einführung von
allgemeinen Studiengebühren. Studiengebühren sind aus
bildungs- und
sozialpolitischen Gründen abzulehnen. Sie beschränken den
Hochschulzugang für
Kinder aus finanziell schwächeren Schichten und führen zu
keiner Verbesserung
der Lage der Hochschulen, da sich das Land mittelfristig aus der
Finanzierung
zurückziehen möchte.“ Bitte tragt Euch in diese Listen
ein!
Eventkalender
Oktober 2005
>
Das Kino 77 präsentiert:
Dienstag, 11.
Oktober, 20 Uhr
Film:
Verschwörung
im Berlinexpress
Audimax
(Josef-Gockeln-Str. 9,
D-Golzheim),
Eintritt 2,50 Euro
Kino 77
(www.kino77.de) ist das Programmkino des AStA der
FH-D.
>
Studierendencafé Freiraum präsentiert:
Dienstag 11.
Oktober, ab 21 Uhr
Cocktailparty
Josef-Gockeln-Str.
9 (Außentreppe links neben FH-Haupteingang)
>
Der Antifa-Arbeitskreis an der FH-D präsentiert:
Mittwoch, 26.
Oktober, 19.30 Uhr, Zentrum „Hinterhof“,
Corneliusstr. 108:
INPUT –
antifaschistischer
Themenabend:
»Unheilige
Allianzen - Black Metal zwischen Satanismus,
Heidentum und Neonazismus«
Buchvorstellung
mit Christian Dornbusch und Hans-Peter
Killguss
Im Schatten des
Black-Metal-Mainstreams hat sich eine
Underground-Szene aus Bands, Fans und Magazinen entwickelt, die sich
zwischen
Satanismus, Heidentum und offener Glorifizierung des
Nationalsozialismus
bewegt. Die Anhänger eines sozialdarwinistisch geprägten
Satanismus
beanspruchen als selbsternannte „Elite“ ein „Recht
des Stärkeren“ und
propagieren die Vernichtung all dessen, was in ihren Augen schwach ist.
Um sich
vom Christentum abzugrenzen, begeben sich andere Musiker auf die
spirituelle
Suche nach ihren „eigenen“ Wurzeln. Sie erheben das
germanische Heidentum zur
Heilsreligion, fordern ein Leben nach vermeintlichen Gesetzen der Natur
und die
Vertreibung derer, die nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Obgleich
von der
Öffentlichkeit weniger beachtet, haben die extrem rechten Bands
des Genres
unter dem Label NS-Black-Metal den Schulterschluss mit ihren
›Brüdern im
Geiste‹, den neonazistischen Skinheads, längst vollzogen.
Die Referenten,
zugleich Autoren des Ende Oktober
erscheinenden Buches „Unheilige Allianzen - Black Metal zwischen
Satanismus,
Heidentum und Neonazismus“ recherchieren seit einigen Jahren in
der Szene. Sie
beschreiben in ihrem Werk die Entwicklungen des Black Metals und seiner
Szene,
analysieren die
Motive des Genres sowie ihre Verknüpfung mit
der Ideenwelt der extremen Rechten und benennen Bands und Akteure, die
zum
neonazistischen Untergrund in Deutschland und Europa gehören.
>
Das Schwulenreferat präsentiert:
Mittwoch, 26.
Oktober, ab 20 Uhr:
Erstsemester-Sektempfang
in der Cafeteria
vor dem Raum des Schwulenreferats im
Erdgeschoss des FH-Gebäudes 24.21 auf dem Campus
>
AStA und ErstsemesterInnen-Arbeitsgruppen präsentieren:
Freitag, 4. bis
Sonntag, 6. November
ErstsemesterInnenwochenende
im Sauerland
Ein ganzes
Wochenende Infos, Leute aus anderen Fachbereichen
kennen lernen, Diskussionen, Party u.v.m.. Nähere Infos und
Anmeldung (bis zum
28.10) im AStA-Büro und im FSR Büro 06 (SozialKult).
Teilnahmegebühr: 20 Euro
inkl. Verpflegung und Unterkunft.
>
Der Antifa-Arbeitskreis
an der FH-D
präsentiert:
Freitag, 9. bis
Sonntag, 11. Dezember
Antifa-EinsteigerInnenwochenende
für StudentInnen aus NRW
Infos und
Diskussion über Faschismus, Neonazismus, Rassismus
und antifaschistische/antirassistische Arbeit nicht nur an den
Hochschulen.
Veranstaltet von der AG Antifa-Seminar des NRW-weiten
Antifareferate-Treffens.
Teilnahmegebühr: 20 Euro inkl. Verpflegung und Unterkunft.
Nähere Infos und
Anmeldung (bis 14. November) unter der Email-Adresse: antifa-ak@gmx.de
www.terz.org - 26.09.2005