fehriTalesGedanken
eines Werktätigen
Liebe Leser, diesmal erzähle ich keine Geschichte, diesmal
meine ich es ernst. Auf Grund der Essener Spielemesse und der
Frankfurter
Buchmesse muss ich in zwei Wochen etwa 150 Stunden ARBEITEN. Und dies
ist gut
so. Glauben Sie mir, ich habe in solchen Phasen z.B. keine
Privatprobleme. Ich
gebe auch wenig Geld aus. Ich kann das jedem nur EMPFEHLEN! Aber wie
seid Ihr
in eurer trüben Mehrheit? „Bafög-Betrüger immer
dreister“ (Express vom
20.10.05)! Ich als Werktätiger habe verstanden: Der normale
Student lernt
nichts, hängt rum und hat von der Oma ein Sparbuch mit etwas 50000
Euro in der
Hinterhand. In der Kneipe kellnert er oder sie nur um für lau zu
saufen! Dies
sind die Zustände in unserer Heimat!!! Zweites Beispiel: Endlich
bezieht mal
ein MANN, dazu noch ein POLITIKER klar und deutlich Stellung. Wenn mehr
als 10%
der Arbeitslosengeld 2 Empfänger Sozialschmarotzer sind, dann muss
endlich
gehandelt werden. Dieser MANN ist Minister Clement, jemand der, obwohl
bald
seines Postens ledig, sich konsequent treu bleibt. Lieber Herr
Minister, ich
habe in der letzten Nummer dieser kleinen aber feinen Zeitschrift ein
Buch über
die schöne Zeit unter Josef Stalin in der Sowjetunion besprochen.
STALIN wußte!
STALIN handelte!! STALIN arbeitete und ließ arbeiten!!! Unter
seiner Ägide gab
es nur glückliche Werktätige und keine Lauschüpper
und Sozialbetrüger!
Außerdem gab es ein ausgeklügeltes System von na ja, sagen
wir mal
Arbeitsstätten in denen Menschen Gelegenheiten gegeben wurden
sinnvolle
Projekte unter freundlicher Bewachung gegen Kost und Logis
auszuführen. Sie
hatten dadurch einen festen Platz in der Gesellschaft. Sollte man nicht
vielleicht? Nein?? Wirklich nicht??? Nicht wenigstens mal darüber
nachdenken???? Ich meine, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist,
schließlich
müssen ja auch alle deutschen Hühner zurück in die
Käfige. Es gibt also immer
ein Zurückgreifen auf altbewährte Methoden!
Man kann nicht
sagen, dass der werktätigen Proletariermasse
die Verderbtheit des Kapitalismus von den Massenmedien nicht näher
gebracht
wird. Nehmen wir mal Volkswagen: Warum könnte so ein Manager ein
schlechter
Mensch sein? Ausbeutung im Inland und erst recht im Ausland? Na denn
...
Vernichtung von tausenden von Arbeitsplätzen? Nööö
... BILD klärt auf:
„VW-Manager wollte (Oral) Sex ohne Kondom!“ Ilona aus Prag
packt aus. Als sie
dies verweigerte, war er dann mit dem Gebrauch eines Kondoms
einverstanden! Was
für ein Knaller von Meldung! Weiter so!
Zum Abschluss
für diesen Monat noch etwas Besonderes, ein
intimes Geständnis: Ich bin sexuell auf Stimulation durch Musik
oder Krach
angewiesen. Und jetzt könnte ich an das Ziel meiner Träume
gelangen. Die Firma
„BT Futurology“ entwickelt zur Zeit Silikonimplantate mit
eingebautem MP3
Player, der via Fernbedienung aktiviert wird. Stellen Sie sich das vor!
Sie
befummeln gerade die Dame ihres Herzens und plötzlich dudeln die
Sex Pistols,
Chris de Burgh oder vielleicht auch Beethoven aus dem Busen! JAAAAA!
Das kann
man sicher auch bei Männern irgendwie machen ... Ja Frau
Schwartzer, es ist ein
großer Schritt für die Emanzipation der Frau, dass Angie
Kanzlerin wird. Aber dieses
Fass mach ich heute nicht mehr auf ... Liebe Cracks von „BT
Futurology“, bitte
nehmen Sie sofort die Arbeit für Hirimplantate auf. Der Wahsinn
muss gestoppt
werden! Banzai!
Fehri
www.terz.org - 24.10.2005